Adventskalender 2017

ATHEN, 09.12.2017
Alkyone Karamanolis

9. 12. Kourabiédes aus Griechenland

Der „sugar trail“ führt jeden Dezember vom Esszimmer an die gemütlichsten Ecken unserer Wohnung. Eine Fährte endet am Sessel neben dem Telefon. Eine andere, sehr beliebte, passiert zwei antike Kelims, um dann die Leseecke im Arbeitszimmer zu erreichen. Wenn ich mich beklage, höre ich ein verbröseltes „Gesundheit deinen Händen“. Das ist ein netter Spruch, mit dem man griechische Hausfrauen bei Laune hält. Subtext: „Damit Du in Zukunft noch mehr davon machst“. Mehr was? Mehr Kourabiédes.

Wichtig ist es, gute Butter zu verwenden und die Kourabiédes außerdem nach dem Backen mindestens eine Woche lang zu verstecken, damit sie schön mürbe werden. Dann erst kommen sie auf den Tisch. Vor dem Essen klopft man den Puderzucker übrigens kräftig ab. Zum einen, weil er nur zur Konservierung dient und zum anderen, weil es sonst keinen „sugar trail“ in der Wohnung gibt. Und hier das Rezept!

 

 

BELGRAD, 07.12.2017
Danja Antonovic

7. 12. „Podvarak“ – Sauerkrautauflauf zur serbischen Weihnacht

Nein, nein, das Festessen gibt es in Serbien am 24. Dezember nicht. Da sind die orthodoxen Serben noch brav am Fasten, da müssen sie noch gute zwei Wochen durch, denn der Heiligabend wird erst am 6. Januar gefeiert. Der Heiligabend ist der letzte der 40 Fastentage, also, auf den Tisch kommen nur Fisch, Nudeln mit Nüssen, Obst und Trockenobst.

Am ersten Weihnachtstag, am 7. Januar, geht es dann mit einer Tafel, die sich biegt, so voll ist sie, richtig los. Das lange Fasten wird belohnt, es werden bis zu zehn Menügänge aufgetischt, hier eine kleine Auswahl: Als Antipasti kommen dünn geschnittener Rinderschinken, Ziegenkäse in Öl, sauereingelegte Paprika, gefüllt mit Schafskäse auf den Tisch. Es folgen eine klare Suppe und Tafelspitz mit Meerrettichsauce. (mehr …)