Die Flüchtlingsrevolution

Marc Engelhardt (Hrsg.), mit Beiträgen von u.a. Clemens Bomsdorf, Theresa Breuer, Philipp Hedemann, Pantheon

„Die Flüchtlingsrevolution“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von über 20 Weltreportern. Clemens Bomsdorf trug das Kapitel über „Die Flüchtlingsfeinde“ in u.a. Dänemark, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Norwegen zusammen. Als Journalist, der sich viel der Kultur-Berichterstattung widmet, zieht Bomsdorf Michel Houellebecqs Roman „Soumission“ (Unterwerfung) heran, um die herauszuarbeiten, wie die Gesellschaft auf die aktuellen Tendenzen reagiert. „Die Politik, die die Rechtspopulisten ankündigen, unterscheidet sich grundsätzlich gar nicht so sehr von der in Houellebecqs Frankreich im Jahre 2022: sie ist zutiefst antiliberal. Auch um zu verstehen, warum rechte Parteien heute eine Chance auf die Macht haben, ist die Analyse des französischen Starautors Houellebecq bestens geeignet. In „Unterwerfung“, das zu unrecht als islamfeindlich missverstanden wurde, beschreibt Houellebecq die Kapitulation weiter Teile der Gesellschaft vor dem Antiliberalismus. Das ist keine Fiktion, sondern Realität. Viele Parteien halten als Reaktion auf das Erstarken der Rechten nicht ihre freiheitlichen Werte hoch, sondern biedern sich den Populisten an – oder versuchen, sie zu imitieren“, heißt es in dem Kapitel.

 

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