HAMBURG, GESCHÄFTSSTELLE, Donnerstag, der 24. Dezember 2015
Barbara Heine

24. Türchen: St. Johannes Nepomuk, Prag

sankt_johannes_nepomuk2-bEin bisschen versteckt liegt diese Kirche, die selbst für Prager Verhältnisse – und nicht umsonst wird Prag „die hunderttürmige Stadt“ genannt – ein Traum ist. Sankt Johannes Nepomuk heißt sie, und wie fast alle Prager Kirchen trägt sie einen Beinamen: „auf dem Felsen“ lautet der, denn tatsächlich steht die Kirche in der Nähe des Karlsplatzes (Karlovo námestí) hoch erhaben auf einem Felsblock. Warum ich hier gerne bin? Während draußen der Adventstrubel tobt, herrscht hier innen eine geradezu kontemplative Ruhe, die nur ab und zu von der vorbeirumpelnden Trambahn unterbrochen wird. Der Barockbaumeister Kilian Ignaz Dientzenhofer hat die Kirche entworfen, und sie ist ein Paradebeispiel für die verschwenderische Fülle des böhmischen Barock. Die Kirchen, so war damals die Überzeugung der Bauherren, sollen in ihrem Glanz schon die Freuden des Himmelreichs vorwegnehmen. In der Nepomuk-Kirche feiert heute die deutschsprachige Gemeinde Prags ihre Gottesdienste, immer sonntags um 11 Uhr.

Kommentare (0) Kommentar schreiben
AKTUELLE BLOGEINTRÄGE