PRAG, Donnerstag, der 17. Juni 2010
Kilian Kirchgeßner

Die Polizei greift durch!

Sie hat meine Bitten erhört, die tschechische Polizei, und kümmert sich endlich um die Sicherheit der Fußgänger. Wenn ich in Prag unterwegs bin, entgehe ich täglich mindestens viermal nur knapp einem Unfall: An Zebrastreifen hält sowieso niemand an und durch die Altstadtgassen wird gerast wie über eine Formel-1-Strecke. Regelmäßig gibt es tödliche Unfälle, weil selbst über vierspurige Straßen oft nur Zebrastreifen führen und nicht etwa eine Ampel – der Fahrer in der ersten Spur hält dann an, neben ihm rast das nächste Auto mit Karacho über den Zebrastreifen. Mich wundert es nicht, dass Tschechien in der Top-Gruppe der europäischen Länder mit den meisten Verkehrstoten dabei ist.

Und die Polizei? Nicht zu sehen. Jetzt aber, endlich, kümmert sie sich um die Sicherheit der Fußgänger. Schwejk lässt grüßen: Einen Strafzettel kriegen jetzt die, die nach dem Ende der Grünphase nicht schnell genug von der Straße runter sind oder bei leerer Straße zwei Sekunden vor dem grünen Ampelmännchen einen Schritt vorwärts tun. Lakonischer Kommentar des Polizisten: „Das ist grad‘ eine Aktion, das kontrollieren wir jetzt überall!“

 

 

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