BRüSSEL, Dienstag, der 3. Dezember 2013
Eric Bonse

Presseurop adé?

Wir Journalisten in Brüssel treffen uns jeden Tag im Pressesaal der EU-Kommission, zum „Midday Briefing“ um 12 Uhr. Oder auf der Seite von „Presseurop“ – einem Internet-Portal mit den besten Artikeln aus der europäischen Presse.

Doch damit dürfte es bald vorbei sein. Denn die Kommission dreht den Geldhahn für „Presseurop“ zu. Schon am 22. Dezember läuft die Finanzierung aus, kurz vor Weihnachten wäre dann Schluss.

Das wäre nicht nur schade für die EU-Korrespondenten, die „Presseurop“ für ihre tägliche Arbeit nutzen. Ich habe es sogar auf meinem eigenen Blog „Lost in EUrope“ integriert, und zwar hier (Seite 2)

Es wäre vor allem schlecht für die vielen Leser außerhalb des „Raumschiffs Brüssel“, die da draußen im wirklichen Leben. Denn nur auf „Presseurop“ können sie sich einen Überblick über die wichtigsten Presseartikel verschaffen – in ihrer eigenen Sprache.

Besonders empörend ist, dass dieser wichtige Dienst ausgerechnet jetzt platt gemacht wird, kurz vor der Europawahl im Mai. Die Redaktion hat daher einen Aufruf zur Rettung gestartet. Wer mithelfen will, findet ihn hier

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