{"id":117720,"date":"2024-05-29T01:09:11","date_gmt":"2024-05-29T00:09:11","guid":{"rendered":"https:\/\/weltreporter.net\/?post_type=arbeitsprobe&#038;p=117720"},"modified":"2024-05-29T01:27:29","modified_gmt":"2024-05-29T00:27:29","slug":"test-arbeitsprobe-3","status":"publish","type":"arbeitsprobe","link":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/arbeitsprobe\/test-arbeitsprobe-3\/","title":{"rendered":"Fahndung im Stammbaum"},"content":{"rendered":"<div id=\"content\" class=\"column\" role=\"main\">\n<article class=\"node-9132 node node-news view-mode-full clearfix\">\n<div class=\"field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden\">\n<div class=\"field-items\">\n<div class=\"field-item even\">\n<p class=\"paragraph article__item\">Paul Holes sa\u00df in seinem geparkten Auto in Citrus Heights, einem Vorort der kalifornischen Hauptstadt Sacramento, und beobachtete ein Haus auf der anderen Stra\u00dfenseite. Es war der 29. M\u00e4rz dieses Jahres, und der Ermittler der Staatsanwaltschaft von Costa County stand vor der vielleicht schwersten Entscheidung seiner Laufbahn. Sollte er hin\u00fcbergehen, klingeln und Joe DeAngelo ins Gesicht sagen, dass er ihn f\u00fcr den seit Jahrzehnten gesuchten Golden-State-Killer hielt? Es w\u00e4re die Kr\u00f6nung seiner Karriere gewesen, an seinem letzten Arbeitstag \u2013 am n\u00e4chsten Tag stand seine Fr\u00fchpensionierung mit 50 Jahren an.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/article>\n<\/div>\n<p>Holes entschied sich gegen einen Showdown in Wildwestmanier. Ein weiser Entschluss, denn DeAngelo, ein Ex-Polizist, hatte mehrere Waffen in seinem Haus gelagert. Holes \u00fcberlie\u00df die Arbeit seinen Kollegen. Die beschatteten DeAngelo in den folgenden Tagen, und als er einmal sein Auto verlie\u00df, um in einem Heimwerkerladen einzukaufen, wischten sie eine DNA-Probe vom T\u00fcrgriff des Wagens. Die Analyse lie\u00df keinen Zweifel: Das Erbgut war identisch mit jenem, das der ber\u00fcchtigte Serienkiller und Vergewaltiger in den 80er-Jahren bei seinen Taten zur\u00fcckgelassen hatte. DeAngelo leistete keinen Widerstand, als die Fahnder ihn verhafteten. Im September soll sein Prozess beginnen.<\/p>\n<p>Der reine DNA-Abgleich war polizeiliche Routinearbeit. In den letzten Jahrzehnten ist die Labortechnik immer weiter verfeinert worden, selbst aus winzigen Spuren wie einem Fingerabdruck oder einem achtlos weggeworfenen Kaugummi k\u00f6nnen die Ermittler Erbgut isolieren und es mit anderen Proben vergleichen. Das Neue in diesem Fall war die Methode, mit der Holes den unbekannten T\u00e4ter eingekreist hatte.<\/p>\n<p>Bisher war die Polizei machtlos, wenn sie am Tatort zwar DNA-Spuren fand, aber diese\u00a0<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/dna\">DNA<\/a>\u00a0nicht von einem Kriminellen stammte, der bereits in den Computern erfasst war. Bei Holes\u2019 Methode dagegen vergleicht man die DNA des T\u00e4ters mit der von Millionen anderen Menschen und sucht nach m\u00f6glicherweise weit entfernten Verwandten. \u00dcber Familienstammb\u00e4ume wird dann der Kreis der Verd\u00e4chtigen eingeengt. Seit der Festnahme DeAngelos boomt das Verfahren in den USA. Eine ganze Reihe weiterer\u00a0<em>cold cases,<\/em>\u00a0also F\u00e4lle, die bereits zu den Akten gelegt worden waren, konnten in den vergangenen Monaten auf diese Weise aufgekl\u00e4rt werden.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/img.zeit.de\/wissen\/2018-08\/dna-analyse-cold-infografik\/original__660x355__desktop\" alt=\"\" \/><figcaption>Snohomish County Sheriff\u2019s Office\u00a9\u00a0ZEIT-Grafik<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Golden-State-Killer, benannt nach dem Beinamen des Bundesstaats Kalifornien, hielt die Bewohner von Sacramento und sp\u00e4ter die von Costa County im Osten der San Francisco Bay ein Jahrzehnt lang in Atem. In dieser Zeit beging er zw\u00f6lf brutale Morde, 45 Vergewaltigungen und mehr als 100 Einbr\u00fcche. Obwohl er an den Tatorten DNA-Spuren hinterlassen hatte, verliefen in den vergangenen Jahren alle Ermittlungen im Sande.<\/p>\n<p>Paul Holes war Mitte der 90er-Jahre auf den Fall aufmerksam geworden. Immer wieder nahm er sich die Akte vor \u2013 hatten die Kollegen etwas \u00fcbersehen? In den letzten zehn Jahren wurde sein Interesse zur Besessenheit. Der Golden-State-Killer besch\u00e4ftigte ihn 24 Stunden am Tag, sieben Tage pro Woche. Dann h\u00f6rte Holes von einem Fall aus dem Bundesstaat New Jersey, bei dem mit genealogischen Methoden nach Jahrzehnten der Fall eines M\u00f6rders aufgekl\u00e4rt wurde, der eine Frau und drei M\u00e4dchen auf dem Gewissen hatte. K\u00f6nnte das auch beim Golden-State-Killer funktionieren?<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Auch weiter entfernte Familienmitglieder kann man so entdecken<\/h3>\n<p>Die Analyse von DNA wird jedes Jahr billiger, und Millionen von Menschen haben ihr Genom bereits untersuchen lassen. Man schickt eine Speichelprobe an Firmen wie\u00a0<a class=\"\" href=\"http:\/\/23andme.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">23andMe.com<\/a>\u00a0oder\u00a0<a class=\"\" href=\"http:\/\/ancestry.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ancestry.com<\/a>\u00a0und bekommt dann eine detaillierte Auskunft \u00fcber die genetische Abstammung und \u00fcber das pers\u00f6nliche Risiko f\u00fcr gewisse Erbkrankheiten. Auch nach Verwandten kann man in den Datenbanken der Firmen suchen.<\/p>\n<p>Das zugrunde liegende Datenmaterial bleibt allerdings von au\u00dfen unzug\u00e4nglich. Das war zwei M\u00e4nnern in Florida ein Dorn im Auge. Im Jahr 2010 gr\u00fcndeten sie die Website GEDmatch, bei der sich jedermann kostenlos registrieren und eigenh\u00e4ndig ein standardisiertes DNA-Profil hochladen kann. Selbst Daten der kommerziellen Dienste lassen sich nutzen. Die hier entstehenden sogenannten SNP-Profile sind erheblich detaillierter als die DNA-Daten, \u00fcber welche die Polizei verf\u00fcgt. Zum Beispiel enthalten die SNPs (Single Nucleotide Polymorphism) Informationen \u00fcber genetisch bedingte Eigenschaften wie Haut- oder Augenfarbe (siehe Kasten).<\/p>\n<p>Bei GEDmatch sind etwa eine Million Nutzer registriert. Wer sein DNA-Profil hochl\u00e4dt, kann \u00fcber die Datenbank Menschen finden, die mehr oder weniger nah mit ihm verwandt sind. Das nutzte Paul Holes f\u00fcr seinen Trick: Er schrieb sich bei der Seite unter einem Decknamen ein und lud die Gen-Daten des Golden-State-Killers hoch.<\/p>\n<p>Im Idealfall w\u00e4re nat\u00fcrlich der T\u00e4ter selbst in der Datenbank. Das System findet aber auch Verwandte, teilweise sehr weit entfernte: Mit unseren Eltern und unseren Kindern teilen wir 50 Prozent der Basenpaare in einem SNP-Profil, mit Oma, Opa, Tante und Onkel jeweils 25 Prozent. Auch weiter entfernte Familienmitglieder kann man so entdecken. Im Fall des Golden-State-Killers bekam Holes gleich mehrere Treffer ausgespuckt. Keine nahen Verwandten des T\u00e4ters, aber Cousins und Cousinen dritten Grades \u2013 Menschen, die ein Ururgro\u00dfelternpaar mit ihm gemeinsam haben.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re nicht sinnvoll, diese Menschen zu kontaktieren und nach gewaltt\u00e4tigen Verwandten zu fragen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit kennen sie den T\u00e4ter \u00fcberhaupt nicht. Im n\u00e4chsten Schritt untersuchten die Ermittler stattdessen Familienstammb\u00e4ume, die es inzwischen in gro\u00dfer Zahl frei zug\u00e4nglich im Internet gibt. Zun\u00e4chst einmal ging die Reise zur\u00fcck in die Vergangenheit: In diesem Fall mussten s\u00e4mtliche Ururgro\u00dfeltern der gefundenen Personen ermittelt werden, jeweils acht Paare, die irgendwann im 19. Jahrhundert lebten. Dann geht man wieder vorw\u00e4rts in der Zeit und bestimmt, soweit es m\u00f6glich ist, alle Nachkommen all dieser Ururgro\u00dfeltern \u2013 eine riesige Zahl. \u201eDie Familien hatten damals alle 15 Kinder\u201c, sagt Holes.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Suche ist unter Genealogen umstritten<\/h3>\n<p>Eingeschr\u00e4nkt wird diese Zahl aber dann, wenn die in der Datenbank gefundenen Personen nicht miteinander verwandt sind. Denn das bedeutet, dass sich irgendwann im Verlauf der Zeit zwei Mitglieder der unterschiedlichen Familien gepaart haben m\u00fcssen \u2013 und in deren Nachkommenschaft ist der T\u00e4ter zu suchen.<\/p>\n<p>Aber auch jetzt lieferte der Computer noch keinen eindeutigen Verd\u00e4chtigen. Die betroffenen Menschen mussten identifiziert und bewertet werden. \u201eWir suchten\u201c, erz\u00e4hlt Paul Holes, \u201enach einem Mann, in einem gewissen Zeitraum geboren, mit einer Verbindung nach Kalifornien, zwischen 1,72 und 1,78 Meter gro\u00df.\u201c<\/p>\n<p>Mit traditionellen Ermittlungsmethoden konnte nun die Zahl der Verd\u00e4chtigen auf eine Handvoll reduziert werden. Zwei davon waren Br\u00fcder, bei denen sich keine Verbindung zu Tatorten herstellen lie\u00df. Ein weiterer Kandidat sah sehr vielversprechend aus, lie\u00df sich jedoch aufgrund der DNA-Probe eines nahen Verwandten ausschlie\u00dfen. Schlie\u00dflich lief alles auf einen Verd\u00e4chtigen hinaus. Die Schlinge um Joseph DeAngelo zog sich zu.<\/p>\n<p>Die Nachricht war das Signal, auf das CeCe Moore gewartet hatte. Die 49-J\u00e4hrige, die im S\u00fcden Kaliforniens lebt, hatte sich im Selbststudium Kenntnisse in Genealogie und Genetik angeeignet, die sie bis dahin vor allem in der Familienforschung angewandt hatte. Ihre Facebook-Gruppe TheDNADetectives hat 90.000 Mitglieder, in der Fernsehsendung\u00a0<em>Finding Your Roots<\/em>\u00a0auf dem \u00f6ffentlichen Sender PBS half sie adoptierten Kindern, ihre leiblichen Eltern zu finden.<\/p>\n<p>Die Methode, die sie dabei anwandte, war identisch mit der von Paul Holes. Und schon des \u00d6fteren hatte sie dar\u00fcber nachgedacht, die GEDmatch-Daten dazu zu nutzen, Gewaltt\u00e4ter zu identifizieren. Die Suche war unter Genealogen umstritten, weil dabei die genetischen Daten unbeteiligter Menschen ohne deren Zustimmung ausgewertet werden. Nun aber war die Methode publik geworden, und der gro\u00dfe \u00f6ffentliche Aufschrei war ausgeblieben. Ab sofort musste jeder, der seine Gen-Daten \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich machte, damit rechnen, dass sie auch f\u00fcr polizeiliche Zwecke genutzt werden k\u00f6nnten, sagte sich CeCe Moore.<\/p>\n<p>Sie tat sich mit der Firma Parabon NanoLabs im Bundesstaat Virginia zusammen, die ihre Dienste bereits der Polizei anbot und zum Beispiel Phantombilder aus DNA-Spuren rekonstruierte. Zwei Wochen nach der Festnahme des Golden-State-Killers hatte die Firma ein \u201ePaket\u201c geschn\u00fcrt, das sie Strafverfolgern anbot: 5000 Dollar f\u00fcr den Versuch, einen M\u00f6rder mithilfe der genetisch-genealogischen Methode zu ermitteln.<\/p>\n<p>Noch im Mai l\u00f6ste CeCe Moore innerhalb von zwei Tagen ihren ersten \u201ekalten\u201c Fall. Vor 20 Jahren war ein junges kanadisches P\u00e4rchen w\u00e4hrend eines Urlaubs im US-Staat Washington brutal ermordet worden. Moore fand zwei T\u00e4ter-Verwandte (siehe Grafik) und konnte den heute 55-j\u00e4hrigen mutma\u00dflichen M\u00f6rder identifizieren. Er hatte bis dahin ein v\u00f6llig unauff\u00e4lliges Leben gef\u00fchrt.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Liebhaberprojekt nicht als Fahndungsinstrument entwickelt worden<\/h3>\n<p>Die Firma Parabon hat seither nach eigener Auskunft in mehr als 150 scheinbar aussichtslosen alten Kriminalf\u00e4llen die genetische Genealogie eingesetzt. In der H\u00e4lfte der F\u00e4lle fand man Verwandte, und neben dem Golden-State-Killer konnte mittlerweile in sieben weiteren F\u00e4llen ein Tatverd\u00e4chtiger ermittelt werden. Die neue Technik erweitert das Polizeiarsenal auf ungeahnte Weise. Denn Genetiker sch\u00e4tzen, dass f\u00fcr jeden vierten wei\u00dfen Einwohner der\u00a0<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/usa\">USA<\/a>\u00a0zumindest ein Verwandter zweiten Grades in der GEDmatch-Datenbank zu finden ist \u2013 und jeden Tag werden es mehr.<\/p>\n<p>Die Betreiber von GEDmatch wurden von der Entwicklung v\u00f6llig \u00fcberrascht. Einer der beiden Gr\u00fcnder, der in Florida lebende 80-j\u00e4hrige Curtis Rogers, sagt: \u201eDie Idee gefiel mir \u00fcberhaupt nicht.\u201c Das Liebhaberprojekt war nicht als Fahndungsinstrument entwickelt worden. Ihm war das moralische Dilemma bewusst: das Dingfestmachen von Schwerkriminellen versus Schutz der Privatsph\u00e4re der GEDmatch-Mitglieder, die nicht einmal mitbekommen, dass sie bei der Aufkl\u00e4rung von Mord und Totschlag mitwirken.<\/p>\n<p>Rogers h\u00e4tte nun \u2013 wie einige der kommerziellen Gen-Datenbanken \u2013 eine Erkl\u00e4rung abgeben k\u00f6nnen, dass er keine Daten an die Polizei weitergibt. \u201eAber das w\u00e4re Bl\u00f6dsinn\u201c, sagt er. Nicht einmal er selbst kann kontrollieren, ob Ermittler Profile von Verd\u00e4chtigen unter falschem Namen in seine Datenbank einspeisen. Bis heute hat kein Strafverfolger mit ihm geredet, und auch die Aktivit\u00e4ten von CeCe Moore und Parabon laufen ohne seine Beteiligung ab. Au\u00dferdem betont der Ermittler Paul Holes, dass er und seine Kollegen das verbriefte Recht haben, in schweren F\u00e4llen auch verdeckt zu ermitteln.<\/p>\n<p>Um wenigstens Transparenz zu schaffen, hat Rogers die Teilnahmebedingungen f\u00fcr GEDmatch ge\u00e4ndert. Dort wird nun den Strafverfolgern ausdr\u00fccklich gestattet, die Datenbank zur Aufkl\u00e4rung von T\u00f6tungs- und Sexualdelikten zu nutzen. \u201eWir glauben, dass ein gut informierter Nutzer der beste Weg ist, damit umzugehen. Soll der Markt entscheiden, ob die Leute unsere Website weiterhin nutzen wollen.\u201c Und der Markt hat entschieden: Nur an einem einzigen Tag in den vergangenen Monaten war die Zahl der Abmeldungen auf GEDmatch h\u00f6her als die der Neuanmeldungen. Seitdem steigen die Nutzerzahlen wieder, um etwa 1300 pro Tag. Das mag auch damit zusammenh\u00e4ngen, dass die genetischen Daten der GEDmatch-Nutzer mitnichten frei einsehbar sind. Sie sind verschl\u00fcsselt, und nicht einmal die Seitenbetreiber k\u00f6nnen sie sehen. Wer hier nach Verwandten sucht, bekommt lediglich die Information, wie stark seine SNP-Daten mit denen anderer Nutzer \u00fcbereinstimmen.<\/p>\n<p>Dass die neue Methode bald auch zur Verfolgung von Bagatellverbrechen genutzt wird, muss schon aus praktischen Gr\u00fcnden niemand bef\u00fcrchten. \u201eDie Sache ist arbeitsintensiv und erfordert eine gewisses Expertenwissen, sodass man das nicht auf harmlosere Verbrechen anwenden wird\u201c, beschwichtigt Holes. \u201eBei gew\u00f6hnlichen Diebst\u00e4hlen macht man ja auch keine konventionelle DNA-Analyse.\u201c<\/p>\n<p>In Deutschland w\u00e4re allerdings schon die Zul\u00e4ssigkeit einer Datenbank wie GEDmatch fraglich. \u201eDabei handelt es sich ja nicht nur um die eigenen Daten, sondern auch um die der direkten biologischen Verwandten\u201c, sagt der fr\u00fchere schleswig-holsteinische Datensch\u00fctzer Thilo Weichert. Und auch die verdeckten Ermittlungen w\u00e4ren zumindest fragw\u00fcrdig. \u201eF\u00fcr die polizeiliche Recherche bed\u00fcrfte es meines Erachtens einer expliziten gesetzlichen Grundlage.\u201c<\/p>\n<p>In den USA dagegen ist keine Datenschutzdebatte aufgekommen. Curtis Rogers erz\u00e4hlt von Hunderten von positiven Zuschriften. Eine ganz knappe ging ihm besonders ans Herz. Sie kam von einer Frau: \u201eIch m\u00f6chte, dass meine DNA auf Ihrer Website so sichtbar wie m\u00f6glich ist\u201c, schrieb ihm die Frau. \u201eMein Vater war ein Serienm\u00f6rder, und ich m\u00f6chte dazu beitragen, dass jeder, der von seinen Taten betroffen war, mit der Sache abschlie\u00dfen kann.\u201c<\/p>\n","protected":false},"author":100,"featured_media":119538,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_links_to":"","_links_to_target":""},"tags":[],"kategorie":[],"class_list":["post-117720","arbeitsprobe","type-arbeitsprobe","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/arbeitsprobe\/117720","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/arbeitsprobe"}],"about":[{"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/arbeitsprobe"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/100"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/119538"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=117720"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=117720"},{"taxonomy":"kategorie","embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kategorie?post=117720"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}