{"id":117830,"date":"2024-01-30T18:55:25","date_gmt":"2024-01-30T17:55:25","guid":{"rendered":"https:\/\/weltreporter.net\/arbeitsprobe\/geschichte-des-disney-konzerns-als-die-maeuse-ausgingen\/"},"modified":"2024-02-02T02:05:43","modified_gmt":"2024-02-02T01:05:43","slug":"geschichte-des-disney-konzerns-als-die-maeuse-ausgingen","status":"publish","type":"arbeitsprobe","link":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/arbeitsprobe\/geschichte-des-disney-konzerns-als-die-maeuse-ausgingen\/","title":{"rendered":"Geschichte des Disney-Konzerns: Als die M\u00e4use ausgingen"},"content":{"rendered":"<div>\n<p><b>Dass es Disney 100 Jahre nach seiner Gr\u00fcndung noch gibt, grenzt an ein Wunder. Mehrfach stand der Konzern am Rand der Pleite.<\/b><\/p>\n<p><b>\u00a0<\/b><\/p>\n<\/div>\n<div><\/div>\n<p>Disneyland, der Vergn\u00fcgungspark im S\u00fcden Kaliforniens, an einem Wochenende im September. Tausende spazieren die Main Street USA entlang, auf die jeder Besucher als Erstes geleitet wird. Vor allem Familien mit Kindern, die meisten mit Mausohren oder anderen Disney-Accessoires ausgestattet. Aber an diesem Tag sieht man auch auff\u00e4llig viele Menschen in roten T-Shirts. Damit weisen sie sich als Besucher der &#8220;Gay Days&#8221; aus \u2013 Schwulen- und Lesbentage im zuckers\u00fc\u00df-spie\u00dfigen Ambiente einer amerikanischen Kleinstadt um die vorletzte Jahrhundertwende.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte das als einen Kommentar zu dem Streit sehen, den der Disney-Konzern gerade am anderen Ende der Vereinigten Staaten, in Florida,\u00a0mit dem republikanischen Gouverneur Ron DeSantis austr\u00e4gt: Disney hatte das von DeSantis initiierte Gesetz kritisiert, dem zufolge in Schulen bis zur dritten Klasse nicht \u00fcber Homosexualit\u00e4t gesprochen werden darf. Daraufhin strich DeSantis dem Konzern steuerliche Privilegien in Florida.\u00a0Der wiederum konterte mit einer Klage\u00a0und stoppte ein Immobilienprojekt, das 2000 Menschen in Florida Arbeit gegeben h\u00e4tte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Disney wird in diesen Tagen 100 Jahre alt. Dass die USA aufmerken, wenn sich der Konzern mit einem erzkonservativen Politiker anlegt, liegt auch daran, dass Disney sich in seiner ganzen Geschichte selbst als H\u00fcter traditioneller amerikanischer Familienwerte inszeniert hat. Gute Geschichten konnte das Unternehmen eben immer schon erz\u00e4hlen, auch wenn einige davon arg \u00fcbertrieben waren, zum Beispiel die vom unaufhaltsamen unternehmerischen Erfolg. Dass Disney bis heute besteht, hat mit seinem Stellenwert als nationale Institution zu tun\u00a0\u2013 und mit dem penibel gepflegten Nimbus des Gr\u00fcnders. &#8220;Walt Disneys gr\u00f6\u00dfte Sch\u00f6pfung war Walt Disney&#8221;, schrieb der Filmkritiker Richard Schickel schon 1968.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zwar ist Walt Disney inzwischen l\u00e4nger tot, als er an der Spitze seines Imperiums stand (er starb 1966). Zudem umfasst es heute viel mehr als die Zeichentrick-Sparte, die bis zu\u00a0<em>Schneewittchen und die sieben Zwerge\u00a0<\/em>von 1937 zur\u00fcckreicht. Trotzdem kann man das Ph\u00e4nomen Disney nur verstehen, wenn man sich mit Walts Biografie auseinandersetzt. Dazu muss man \u00fcber die verherrlichenden Hymnen hinausschauen, die der Konzern bis heute verbreitet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Gr\u00fcnder war eine widerspr\u00fcchliche Figur: nach au\u00dfen der gem\u00fctliche &#8220;Uncle Walt&#8221;, der in den F\u00fcnfziger- und Sechzigerjahren w\u00f6chentlich auf den Bildschirmen der Nation erschien. Nach innen ein eifers\u00fcchtiger Kontrollfreak, der reaktion\u00e4ren Meinungen anhing und seine Mitarbeiter drangsalierte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Seine Jugend unterschied sich radikal von der idyllischen Main Street USA in den Freizeitparks. Sein Vater scheiterte in mehreren Jobs, die Familie zog st\u00e4ndig um, und Walt erfuhr das kleinst\u00e4dtische Leben in Marceline im US-Staat Missouri nur ein paar Jahre lang. Schon als Neunj\u00e4hriger trug er morgens ab halb vier Zeitungen aus\u00a0\u2013 nicht zur Aufbesserung seines Taschengelds, sondern um L\u00f6cher im Familienbudget zu stopfen. Man kann die Verkl\u00e4rung und Verschmalzung des Familienidylls in Disneys Werken als Suche nach der unschuldigen Kindheit verstehen, die er selbst nicht hatte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In Jubel-Biografien wird Walt Disney als genialer K\u00fcnstler und cleverer Gesch\u00e4ftsmann geschildert, ein klassischer amerikanischer Selfmademan. In Wirklichkeit war er wohl weder das eine noch das andere. Er war eher der kreative Typ, denn die Gesch\u00e4fte f\u00fchrte sein Bruder Roy.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zu dessen Leidwesen nahm Walt bei seinen Filmprojekten wenig R\u00fccksicht auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Animationsfilme, insbesondere die abendf\u00fcllenden Spielfilme wie\u00a0<em>Bambi<\/em>\u00a0oder\u00a0<em>Fantasia<\/em><em>,<\/em>\u00a0waren aufwendig und teuer. Sie machten Disney ber\u00fchmt, hatten auch Erfolg beim Publikum, spielten aber ihre Produktionskosten nicht ein. Mit jedem neuen Filmprojekt lief die Firma ernsthaft Gefahr, sich zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine St\u00e4rke von Walt Disney war allerdings die eiserne Kontrolle, mit der er alle seine Kreationen sch\u00fctzte und vermarktete. Nach schlechten Erfahrungen mit einem Produzenten, der ihm alle Rechte an der erfolgreichen Figur\u00a0<em>Oswald, der lustige Hase<\/em>\u00a0genommen hatte, schwor sich Disney 1928, dass ihm das nie wieder passieren w\u00fcrde. Er behielt recht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Finanziell erfolgreich wurde die Firma erst nach dem Krieg<\/h2>\n<p>Micky Maus hatte in jenem Jahr Premiere in dem Kurzfilm\u00a0<em>Steamboat Willie.<\/em>\u00a0Im Lauf der Jahre hat der Konzern durch geschickte Lobbyarbeit daf\u00fcr gesorgt, dass der amerikanische Kongress das Urheberrecht immer weiter verl\u00e4ngert hat. Erst Ende 2023, also nach 95 Jahren, l\u00e4uft der Schutz f\u00fcr\u00a0<em>Steamboat Willie\u00a0<\/em>aus. Konzernjuristen haben schon Kinderg\u00e4rten mit Klagen gedroht, die ihre W\u00e4nde mit Disney-Figuren geschm\u00fcckt hatten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Roy Disney erkannte schon in den fr\u00fchen Jahren der Firma, dass man die Popularit\u00e4t der Trickfiguren mit Merchandising zu Geld machen konnte. Bereits 1932 hatte der Micky-Maus-Fanclub eine Million Mitglieder. Donald Ducks Konterfei prangte auf den Verpackungen von Brot, Erdnussbutter und Orangensaft. Fans konnten Schneewittchen-Radios kaufen und sich sogar nach dem Vorbild der Titelheldin in ein Schneewittchen-Korsett zw\u00e4ngen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im April 1940 gab Disney Aktien aus und erl\u00f6ste damit knapp vier Millionen Dollar. Das rettete das Unternehmen, das bis dahin noch nicht nachhaltig profitabel geworden war. Im Zweiten Weltkrieg jedoch brach das Auslandsgesch\u00e4ft ein, und der Aktienkurs sank um 40 Prozent. Walt Disney nahm das in Kauf. Als Patriot produzierte er f\u00fcr die Regierung Propagandafilme zum Selbstkostenpreis. So veralberte Donald Duck in\u00a0<em>Der Fuehrer\u2019s Face\u00a0<\/em>Adolf Hitler.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Finanziell erfolgreich wurde die Firma erst nach dem Krieg \u2013 durch Walt Disneys Sinn f\u00fcr Innovationen. Er arrangierte sich als einer der Ersten mit dem neuen Medium Fernsehen, als andere Filmproduzenten darin noch eine Konkurrenz sahen. Und er brachte den Fernsehsender ABC (der heute zu Disney geh\u00f6rt) dazu, 1955 gemeinsam den ersten Vergn\u00fcgungspark zu er\u00f6ffnen. Vor allem die Einnahmen aus Disneyland waren daf\u00fcr verantwortlich, dass der Umsatz des Konzerns binnen f\u00fcnf Jahren von 27 auf 70 Millionen Dollar stieg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was macht eine ideale Disney-Geschichte aus? Die Medienwissenschaftlerin Janet Wasko von der University of Oregon hat das in ihrem Buch\u00a0<em>Understanding\u00a0<\/em><em>Disney \u2013 The Manufacture of Fantasy<\/em>\u00a0analysiert: Es gibt immer eine klare Trennung der Charaktere in Gut und B\u00f6se. Insbesondere die weiblichen Helden sind schlank und h\u00fcbsch, die Widersacher dick (oder spindeld\u00fcrr) und h\u00e4sslich. Die Heldinnen und Helden tr\u00e4umen von einem anderen Leben und erreichen es im obligatorischen Happy End. Sehr h\u00e4ufig stammen Disneys Titelfiguren aus dysfunktionalen Familien oder wachsen ohne Eltern auf. &#8220;Sie wollen jemand anderes oder woanders sein&#8221;, sagt Wasko im Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Begr\u00fcnder der Gay Days in Disneyland sieht darin sogar einen Grund, warum so viele LGBT-Menschen Disney-Fans sind: &#8220;Viele Schwule sind mit dem Gef\u00fchl aufgewachsen, Au\u00dfenseiter zu sein. Und in Disney-Geschichten sind die Helden fast immer Au\u00dfenseiter, die ihren Weg machen, von Dumbo bis Arielle.&#8221;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Oft hat Disney M\u00e4rchengeschichten aufgegriffen, von den Br\u00fcdern Grimm und von Hans Christian Andersen, und dabei die Originale kr\u00e4ftig umgeschrieben und &#8220;disneyfiziert&#8221;. Die M\u00e4rchengeschichten von Disney seien &#8220;auf eine unreflektierte Betrachtung ausgerichtet&#8221;, schrieb der Literaturwissenschaftler Jack Zipes, &#8220;alles ist oberfl\u00e4chlich und eindimensional&#8221;. W\u00e4hrend zum Beispiel Andersens &#8220;Kleine Meerjungfrau&#8221; am Ende der Geschichte stirbt, bekommt die Arielle in Disneys Filmen selbstverst\u00e4ndlich ihren Prinzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Trotz des klischeehaften Endes markiert der erste Arielle-Film von 1989 aber auch eine Wende im Frauenbild, das von Disney-Produktionen gezeichnet wird. &#8220;Arielle ist ein sinnlicher, aggressiver, schelmischer, abenteuerlustiger, kluger und unabh\u00e4ngiger Teenager&#8221;, schreibt Janet Wasko, &#8220;im Gegensatz zu Schneewittchen, die sch\u00fcchtern, gehorsam, z\u00f6gerlich, naiv, unschuldig und m\u00fctterlich ist.&#8221; Das gilt verst\u00e4rkt f\u00fcr die schwarze Arielle im Remake des Films von 2023.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach Walt Disneys Tod 1966 fiel die Firma in eine Sinnkrise, die bis in die Achtzigerjahre andauerte. Man restaurierte die alten Filme und brachte sie immer wieder in die Kinos, aber es fehlte an neuen Ideen. Die Firma verf\u00fcgte \u00fcber viele popul\u00e4re Marken und einen riesigen Katalog von Filmen und anderen Inhalten, aber das spiegelte sich nicht im Aktienkurs wieder. Anfang der Achtzigerjahre versuchte sogar ein Finanzinvestor eine feindliche \u00dcbernahme.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Ist Disney heute eine fortschrittliche Firma?<\/h2>\n<p>Andreas Deja, ein aus Deutschland stammender Animator, der in diesen Jahren bei Disney anfing, erinnert sich an die Zeit, als Michael Eisner neuer Vorstandschef wurde und Jeffrey Katzenberg die Verantwortung f\u00fcr die Filmsparte \u00fcbernahm: &#8220;Die mochten den Zeichentrickfilm gar nicht und wollten aus Disney ein ganz normales Filmstudio machen.&#8221;<\/p>\n<p>Das \u00e4nderte sich, als Roy Disney ein Machtwort sprach. Man besann sich auf Disneys alte St\u00e4rken, und ein neues goldenes Zeitalter des Trickfilms brach an, zu dem Andreas Deja viele Figuren bei- gesteuert hat. Filme wie\u00a0<em>Falsches Spiel mit Roger Rabbit, Arielle, die Meerjungfrau, Die Sch\u00f6ne und das Biest\u00a0<\/em>wurden nicht mehr als reine Kinderfilme wahrgenommen, sondern als Hollywood-Streifen f\u00fcr die ganze Familie.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dass Disney sich neuen Themen zuwandte, hatte auch damit zu tun, dass Mitte der Neunzigerjahre Bewegung in die Trickfilm-Szene kam, technisch und inhaltlich. Die von Apple gegr\u00fcndete Firma Pixar brachte mit<em>\u00a0Toy Story\u00a0<\/em>den ersten komplett im Computer animierten Trickfilm heraus. Pixar machte Filme, die weit weniger brav waren als das Disney-Schema. Der kreative Kopf von Pixar, John Lasseter, hatte zuvor in den Walt Disney Studios gearbeitet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit der neuen Konkurrenz ging Disney in streng kapitalistischer Manier um, kopierte sie zun\u00e4chst und kaufte Pixar schlie\u00dflich im Jahr 2006. Das war nicht der einzige spektakul\u00e4re Deal: Im Jahr 1995 \u00fcbernahm die Firma den Fernsehsender ABC, 2009 das Marvel-Universum mit seinen Superhelden, 2012 das\u00a0<em>Star Wars-<\/em>Imperium von Lucasfilm. Als Disney 2019 f\u00fcr 71 Milliarden Dollar gro\u00dfe Teile von 21st Century Fox kaufte und damit auch die Mehrheit beim Streamingdienst Hulu, nannte die\u00a0<em>New York Times\u00a0<\/em>den Medienkonzern &#8220;einen Unterhaltungskoloss von einer Gr\u00f6\u00dfe, die die Welt noch nicht gesehen hat&#8221;.<\/p>\n<div>\n<div><\/div>\n<\/div>\n<p>&#8220;Ich nenne es das Disney-Multiversum&#8221;, sagt Janet Wasko. Die einzelnen Sub-Universen erg\u00e4nzten einander auf ideale Weise:\u00a0<em>Star Wars<\/em>\u00a0und Marvel folgten mit ihrer holzschnittartigen Moral dem Modell von Disney-Geschichten, aber sie k\u00f6nnten auch au\u00dferhalb der Kernmarke &#8220;erwachsenere&#8221; Inhalte bieten und ein Publikum ansprechen, das traditionelle Disney-Filme eher uncool findet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ist Disney heute eine fortschrittliche Firma? &#8220;Sie reagieren auf gesellschaftliche Ver\u00e4nderungen&#8221;, sagt Janet Wasko. &#8220;Die Darstellung von Frauen und Minderheiten hat sich verbessert. Aber etwas str\u00e4ubt sich in mir, die Firma als fortschrittlich zu bezeichnen.&#8221; Sie spricht lieber von einem &#8220;revidierten Disney-Modell&#8221;, das heute die Geschichten der Filme pr\u00e4ge. &#8220;Und wie sie ihre Mitarbeiter behandeln, das steht auf einem ganz anderen Blatt.&#8221;<\/p>\n<p>Schon Walt Disney musste sich vorwerfen lassen, seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schlecht zu bezahlen. Die Enkelin seines Bruders Roy, die Dokumentarfilmerin Abigail Disney, schilderte die Arbeitsbedingungen in den Disney-Vergn\u00fcgungsparks im vergangenen Jahr in ihrem Film\u00a0<em>The American Dream and Other Fairy Tales\u00a0<\/em>(&#8220;Der amerikanische Traum und andere M\u00e4rchen&#8221;): Die zu st\u00e4ndiger Freundlichkeit verpflichteten Mitarbeiter, die in dicken Micky-Maus-Kost\u00fcmen schwitzen oder die Parkpl\u00e4tze \u00fcberwachen, werden mit weniger als 20 Dollar pro Stunde entlohnt \u2013 weniger als das, was zum Beispiel in Kalifornien als Existenzminimum angesehen wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Jahr des 100. Geburtstags laufen die Gesch\u00e4fte wieder einmal unruhig. Zwei der letzten drei gro\u00dfen Animationsfilme \u2013\u00a0<em>Strange\u00a0World<\/em>\u00a0und\u00a0<em>Lightyear<\/em>\u00a0\u2013 floppten. Das traditionelle Fernsehgesch\u00e4ft geht dramatisch zur\u00fcck, der\u00a0Streamingkanal Disney+ hat zwar schnell viele Abonnenten gewonnen, macht aber gewaltige Verluste\u00a0\u2013 allein im vergangenen Quartal mehr als eine halbe Milliarde Dollar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Erneut klaffen Popularit\u00e4t und Gesch\u00e4ft bei Disney auseinander. Der Aktienkurs hat sich seit 2021 glatt halbiert. Schon im vergangenen November feuerte der Konzern Vorstandschef Bob Chapek und berief dessen Vorg\u00e4nger\u00a0Bob Iger zur\u00fcck an die Spitze. Der 72-J\u00e4hrige war eigentlich schon im Ruhestand. Nun versucht er, mit einem gro\u00dfen Sparprogramm den Medienkonzern in die Zukunft zu retten. Wieder einmal.<\/p>\n","protected":false},"author":100,"featured_media":117853,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_links_to":"","_links_to_target":""},"tags":[],"kategorie":[],"class_list":["post-117830","arbeitsprobe","type-arbeitsprobe","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/arbeitsprobe\/117830","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/arbeitsprobe"}],"about":[{"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/arbeitsprobe"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/100"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/117853"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=117830"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=117830"},{"taxonomy":"kategorie","embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kategorie?post=117830"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}