{"id":117949,"date":"2024-02-05T06:56:08","date_gmt":"2024-02-05T05:56:08","guid":{"rendered":"https:\/\/weltreporter.net\/?post_type=arbeitsprobe&#038;p=117949"},"modified":"2024-04-30T11:01:44","modified_gmt":"2024-04-30T10:01:44","slug":"mosambik-und-der-klimawandel-wiederaufbau-nach-den-fluten","status":"publish","type":"arbeitsprobe","link":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/arbeitsprobe\/mosambik-und-der-klimawandel-wiederaufbau-nach-den-fluten\/","title":{"rendered":"Mosambik und der Klimawandel &#8211; Wiederaufbau nach den Fluten"},"content":{"rendered":"<div><strong><em>Im Fr\u00fchjahr haben zwei Zyklone das K\u00fcstengebiet Mosambiks verw\u00fcstet. Die<br \/>\ndramatischen Bilder aus der Hafenstadt Beira waren tagelang in den<br \/>\nTV-Nachrichten \u2013 und pl\u00f6tzlich waren sie wieder weg. Nachrichten sind<br \/>\nkurzlebig, Katastrophen nicht. Leonie March berichtet \u00fcber die humanit\u00e4re Lage in Beira und den Wiederaufbau in Zeiten des Klimawandels.<\/em><br \/>\n<\/strong><\/div>\n<div><\/div>\n<div>Anabella Armando sitzt auf einem Schemel und sch\u00e4lt Maniok-Knollen f\u00fcr das Abendessen &#8211; in dem Raum, der einmal ihre K\u00fcche war. Der Boden ist feucht, in einer Ecke sind die wenigen Haushaltsutensilien der Familie gestapelt, ein Dach gibt es nicht mehr.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>\n<p>&#8220;Der Zyklon hat fast alles zerst\u00f6rt. Wir hausen seitdem alle in einem kleinen Raum nebenan &#8211; mein Mann und ich, meine vier Kinder, meine Nichte. Wir versuchen, irgendwie zu \u00fcberleben, so wie alle hier in der Nachbarschaft. Ich hoffe, dass wir den Kindern bald wieder ein besseres und sicheres Zuhause bieten k\u00f6nnen.&#8221;<\/p>\n<p>Ihre j\u00fcngste Tochter h\u00e4ngt buchst\u00e4blich an ihrem Rockzipfel. Sie hat gerade laufen gelernt. Doch das ist nicht ganz einfach zwischen herumliegendem Bauschutt, Abf\u00e4llen und Pf\u00fctzen in den engen Gassen von Matacuane, einem der dichtbesiedelten, \u00e4rmlichen Viertel von Beira. So wie im Rest der Hafenstadt habe kaum eines der kleinen Steinh\u00e4user die Naturkatstrophe unbeschadet \u00fcberstanden, erz\u00e4hlt Anabellas Mann, Joao da Silva.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8220;\u00dcberall auf der Stra\u00dfe lagen Teile der abgedeckten D\u00e4cher. Ich habe ein paar aufgesammelt und f\u00fcr unser Schlafzimmer ein provisorisches Dach gebaut. Aber die Teile sind alt, l\u00f6chrig und nur mit Steinen beschwert. Wenn demn\u00e4chst die Regenzeit beginnt, wird es sicher reinregnen. Das bereitet mir Sorgen. Ich bin ein einfacher Fischer und verdiene nicht viel, aber ich tue mein Bestes, um das Haus f\u00fcr meine Familie so schnell wie m\u00f6glich wieder aufzubauen.&#8221;<\/p>\n<p>Wie viele Mosambikaner wartet der Familienvater dabei nicht tatenlos auf Unterst\u00fctzung von der Regierung oder Hilfsorganisationen, sondern packt selbst an.<\/p>\n<p>Die ganze Stadt gleicht einer Baustelle: Die Bewohner reparieren D\u00e4cher, die vorher nur notd\u00fcrftig mit Plastikplanen abgedeckt waren, tauschen zerbrochene Fenster aus oder verschlie\u00dfen sie mit Spanplatten. Am Stra\u00dfenrand stehen LKW mit Sandlieferungen und stapelweise neue Mauersteine, entweder f\u00fcr den eigenen Gebrauch oder zum Verkauf. Diese Eigeninitiative l\u00e4sst auch Helfer wie Marc-Antoine Miraglia staunen, der von &#8220;Handicap International&#8221; nach Beira entsandt worden ist.<\/p>\n<p>&#8220;Die Widerstandsf\u00e4higkeit der Menschen hier beeindruckt mich seit meiner Ankunft. Unmittelbar nach dem Zyklon haben die Menschen die \u00c4rmel aufgekrempelt und beispielsweise erste Notunterk\u00fcnfte errichtet. Lokale Unternehmen haben sich an der R\u00e4umung der Hauptverkehrswege beteiligt. Alle sind darauf erpicht, schnell wieder in den Alltag zur\u00fcckzufinden. Wir sind nur da, um sie dabei zu unterst\u00fctzen.&#8221;<\/p>\n<p>Auch der Schulbetrieb ist nach dem Zyklon in Beira z\u00fcgig wieder aufgenommen worden. Trotz erheblicher Sch\u00e4den. In der Grundschule des elften November im Stadtteil Manga dr\u00e4ngen sich die Sch\u00fcler in einem der wenigen Klassenr\u00e4ume, die noch ein einigerma\u00dfen intaktes Dach haben, andere werden in Zelten unterrichtet, die das Kinderhilfswerk Unicef hier errichtet hat. F\u00fcr die Kinder sei die schnelle R\u00fcckkehr in eine Art Alltag besonders wichtig, betont Daniel Timme von Unicef.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8220;Es geht nicht nur darum, dass der Unterricht weitergeht, sondern auch, dass die Kinder ein bestimmtes Gef\u00fchl der Sicherheit haben, weil sie doch durch diese Katastrophe sehr traumatisiert sind. Und dass wir eine gewisse Kontrolle \u00fcber die Kinder haben. In so einer Situation ist es oft so, dass die Kinder nicht zur Schule geschickt werden, weil sie arbeiten m\u00fcssen und im schlimmsten Fall sogar sexuell missbraucht werden. Und die Schule erm\u00f6glicht es eben, dass wir als Organisation hier eine gewisse Kontrolle haben, ob Missbrauch stattfindet, aber auch, ob Kinder Ern\u00e4hrungsprobleme haben oder auch Gesundheitsprobleme haben.&#8221;<\/p>\n<p>In einem winzigen Zimmer, das eher an einen Abstellraum als an das B\u00fcro eines Schuldirektors erinnert, sitzt Schuldirektor Jos\u00e9 Domingos Francisco hinter einem kleinen Pult. Fast alle der 3500 Kinder seien zum Unterricht zur\u00fcckgekehrt, erz\u00e4hlt der alte Mann. Sie werden in vier Schichten unterrichtet, weil kein Platz f\u00fcr alle ist.<\/p>\n<p>&#8220;Wir haben nach dem Zyklon noch mehr Kinder aufgenommen, die aus den \u00dcberflutungsgebieten im Umland hierher gefl\u00fcchtet waren. Gl\u00fccklicherweise sind Schulb\u00fccher, Hefte und andere grundlegende Lernmaterialien gespendet worden. Aber die Not ist weiter gro\u00df. Immer wieder erleben wir, dass Kinder im Unterricht einschlafen, weil sie tagelang nichts gegessen haben. Das ber\u00fchrt uns sehr. Wir helfen, wo wir k\u00f6nnen, aber leider sind die Mittel begrenzt.&#8221;<\/p>\n<p>&#8220;Immer wieder fehlen Kinder in der Schule, weil sie krank sind&#8221;, erz\u00e4hlt der Rektor. Doch gl\u00fccklicherweise habe der Ausbruch von Epidemien nach dem Zyklon verhindert werden k\u00f6nnen, f\u00fcgt Daniel Timme von Unicef hinzu.<\/p>\n<p>&#8220;Cholera war das gr\u00f6\u00dfte Problem und dank der Wiederherstellung der Wasserversorgung und der gro\u00dfen Impfkampagnen, ist die Cholera im Moment im Griff. Das hei\u00dft nicht, dass die Gefahr \u00fcberwunden ist. Sobald wir da nachlassen, m\u00fcssen wir damit rechnen, dass das sofort wieder ausbricht. Des Weiteren haben wir hier das Problem, dass die Malaria verst\u00e4rkt auftritt, weil eben die Moskitos in diesen \u00fcberschwemmten Gebieten sich enorm ausgebreitet haben.&#8221;<\/p>\n<p>Es ist eine zus\u00e4tzliche Belastung f\u00fcr das ohnehin marode Gesundheitssystem. Krankenh\u00e4user und Kliniken sind durch den Zyklon ebenso zerst\u00f6rt oder besch\u00e4digt worden, wie viele Schulen. Mehrmals seien Leute gekommen, um Ma\u00df f\u00fcr neue D\u00e4cher zu nehmen, meint Schuldirektor Francisco. Aber wann sie ersetzt werden, das wei\u00df niemand. Also bleibt ihm nur: hoffen und warten.<\/p>\n<p>Einfache B\u00fcrger wie Familienvater Joao da Silva haben die Hoffnung auf Hilfe dagegen fast schon aufgegeben. In die eigene Regierung hat er kein Vertrauen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8220;Eine einzige Notration haben wir zu Beginn vom Staat erhalten: 25 Kilo Reis und ein Liter \u00d6l. Seitdem ist hier im Viertel keine Hilfe mehr eingetroffen. In anderen dagegen schon: Lebensmittel, Trinkwasser und Medikamente. Dort sind die Ortsvorsteher offenbar ehrliche Menschen. In unserem Fall aber vermuten wir, dass Hilfslieferungen unterschlagen wurden. Auch wenn wir daf\u00fcr keine handfesten Beweise haben.&#8221;<\/p>\n<p>Diese Vermutung kommt nicht von ungef\u00e4hr: Mosambik hat ein Korruptionsproblem. Der letzte gro\u00dfe Skandal hat dazu gef\u00fchrt, dass etliche internationale Geber ihre Zahlungen an das Land ausgesetzt haben. Die Folge waren eine Wirtschaftskrise und ein massiver Vertrauensverlust. Entsprechend schwierig sei es jetzt, die notwenigen Summen f\u00fcr die Katastrophen- und Wiederaufbauhilfe aufzubringen, sagt Peter Rodrigues vom Weltern\u00e4hrungsprogramm:<\/p>\n<p>&#8220;Die begrenzten finanziellen Ressourcen sind im Vergleich zu vielen anderen Katastrophenf\u00e4llen definitiv eine gro\u00dfe Herausforderung. Nach der kurzfristigen Hilfe braucht diese Region auch langfristig Unterst\u00fctzung, um auf kommende Krisen besser vorbereitet zu sein. Ich denke, sowohl die Geber als auch die Regierung m\u00fcssen sich bewusst sein, dass es hier einen konstanten Bedarf gibt.&#8221;<\/p>\n<p>Eine Grund daf\u00fcr ist der Klimawandel: Nach Jahren der D\u00fcrre ist Mosambik kurz nacheinander von zwei verheerenden Zyklonen heimgesucht worden. Experten sind sich einig: Die n\u00e4chste Naturkatastrophe ist nur eine Frage der Zeit. Deshalb geht es in Mosambik nur darum, dass, sondern auch, wie wiederaufgebaut wird, sagt Marc-Antoine Miraglia von &#8220;Handicap International&#8221;.<\/p>\n<p>&#8220;Es reicht nicht, die Leute nur darin auszubilden, wie sie widerstandskr\u00e4ftigere H\u00e4user bauen k\u00f6nnen. Denn vielen fehlt daf\u00fcr das Geld. Das muss bei den Wiederaufbauprojekten ber\u00fccksichtigt werden. Es darf nicht nur darum gehen, dass es billig und schnell geht, sondern dass die Geb\u00e4ude k\u00fcnftig Windst\u00e4rken von 240 Stundenkilometern standhalten k\u00f6nnen. Ein weiteres Problem ist die Ansiedlung entlang der Fl\u00fcsse. Die Leute leben dort, weil der Boden fruchtbar ist. Selbst wenn sie Gefahr laufen, dass eines Tages wieder alles zerst\u00f6rt wird.&#8221;<\/p>\n<p>Aus solchen Regionen stammen die Familien, die nun in sogenannten &#8220;Resettlement Camps&#8221; leben. Mandruzi liegt rund 30 Kilometer au\u00dferhalb von Beira. Noch ist es ein Zeltlager mit provisorischen Schulen und Kliniken. Doch auch hier hat der Wiederaufbau begonnen. Eine junge Frau, die sich als Elisa vorstellt, hat vor dem Zelt ihrer zw\u00f6lfk\u00f6pfigen Familie bereits ein Gem\u00fcsebeet angelegt, daneben trocknen die ersten Mauersteine in der Sonne.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8220;Wir sind nun schon seit mehreren Monaten hier. Von unserem Haus, unserem ganzen Dorf, unseren Feldern, ist nichts mehr \u00fcbrig. Aber hier sind wir sicher. Wir wollen bleiben, so wie unsere Nachbarn. Wir haben schon einen Brunnen ausgehoben, Tomaten, Zwiebeln und Spinat gepflanzt und aus den Steinen dort wollen wir ein neues Haus bauen. Wir warten nur noch darauf, dass dieses St\u00fcckchen Land offiziell uns zugesprochen wird.&#8221;<\/p>\n<p>Denn das ist der Plan: Die mosambikanische Regierung m\u00f6chte die Familien auf diesem urspr\u00fcnglich brachliegenden Land dauerhaft ansiedeln. In ihrer alten Heimat am Flussufer sind sie einfach nicht mehr sicher.<\/p>\n<p>Nur wenige Kilometer weiter, in Magandafuta, warten die Menschen auf Lebensmittelhilfe. Die Frauen sitzen auf dem Boden, dahinter stehen die M\u00e4nner. Hagere Gesichter, viele Alte, allesamt Kleinbauern, die nun vollkommen mittellos sind. Der Zyklon hat ihre traditionellen, grasgedeckten Lehmh\u00e4user dem Erdboden gleichgemacht, die \u00dcberschwemmungen ihre Reis- und Maniok-Felder zerst\u00f6rt. Der Schrecken steht selbst gestandenen M\u00e4nnern wie Novais Ngano noch immer ins Gesicht geschrieben.<\/p>\n<p>&#8220;Alles war voller Wasser. Wir mussten uns auf B\u00e4ume retten und dort tagelang ausharren. Als wir wieder heruntergeklettert sind, war alles weg und wir, wie auf einer Insel, vom Wasser eingeschlossen. Es hat Monate gedauert, bis wir Hilfe bekommen haben. Solange waren wir auf uns gestellt, haben uns von Fischen aus dem Fluss ern\u00e4hrt, von Wurzeln, allem Essbaren, das wir finden konnten. Viele leben noch immer unter Plastikplanen, die jemand gespendet hat. Wir m\u00fcssen von Null beginnen und sind auf Lebensmittelhilfen angewiesen.&#8221;<\/p>\n<p>Die LKW des Weltern\u00e4hrungsprogramms fahren vor, S\u00e4cke mit Sch\u00e4lerbsen und Container mit \u00d6l werden abgeladen. Die Ern\u00e4hrungslage ist in Mosambik ohnehin prek\u00e4r. \u00dcber 40 Prozent der Kinder gelten als chronisch mangelern\u00e4hrt. Durch die Naturkatstrophe hat sich die Situation dramatisch zugespitzt, meint Peter Rodrigues.<\/p>\n<p>&#8220;Laut einer aktuellen Studie ist die Ern\u00e4hrungssicherheit von zwei Millionen Menschen bis zur n\u00e4chsten Erntesaison bedroht. Also bis M\u00e4rz, April n\u00e4chsten Jahres. Wir versorgen Menschen mit Nahrung, die es besonders hart getroffen hat. Gleichzeitig helfen wir ihnen, ihre Lebensgrundlage wieder herzustellen, \u00c4cker wieder urbar und Zugangsstra\u00dfen passierbar zu machen. Es gibt in diesem riesigen Katastrophengebiet noch immer Gegenden, die nur sehr schwer zu erreichen sind, wo man mit dem LKW nicht durchkommt und die Menschen einen Fluss \u00fcberqueren m\u00fcssen, um Essen in Empfang zu nehmen.&#8221;<\/p>\n<p>Auf der R\u00fcckfahrt nach Beira liegt ein kleines Waldst\u00fcck am Rand der Stra\u00dfe &#8211; das &#8220;Mezimbite Forest Center &#8220;. Der S\u00fcdafrikaner Allan Schwarz hat es vor 25 Jahren gegr\u00fcndet. Schon damals hat er vor den Folgen der massiven Waldrodungen in Mosambik gewarnt, die daf\u00fcr mitverantwortlich sind, dass Naturkatastrophen in der Region immer verheerender werden.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8220;1963, als die letzte umfassende Studie erhoben wurde, waren drei Viertel von Mosambiks Fl\u00e4che von W\u00e4ldern bedeckt. Heute k\u00f6nnen wir uns gl\u00fccklich sch\u00e4tzen, wenn es noch zehn Prozent sind. Das ist also ein enormer Verlust.&#8221;<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde sind vielf\u00e4ltig: W\u00e4lder werden f\u00fcr die Landwirtschaft gerodet, f\u00fcr die Produktion von Holzkohle oder f\u00fcr den illegalen Export von Edelh\u00f6lzern, vor allem nach China. Schwarz versucht, dieser Entwicklung entgegenzuwirken: Seine Baumschule geh\u00f6rt zu den gr\u00f6\u00dften des Landes, er unterrichtet Einheimische darin, wie sie die nat\u00fcrlichen Ressourcen ihrer W\u00e4lder nachhaltig nutzen und damit Geld verdienen k\u00f6nnen, setzt auf \u00f6kologische Landwirtschaft. Ein Konzept, dass sich jetzt in der Krise bew\u00e4hrt hat: Auch auf seinem Land hat Zyklon Idai D\u00e4cher abgedeckt, Werkst\u00e4tten zerst\u00f6rt, B\u00e4ume entwurzelt &#8211; aber nicht alles ist verloren.<\/p>\n<p>In einer provisorischen K\u00fcche von Mezimbite bereiten Freiwillige aus der Umgebung Mahlzeiten f\u00fcr rund 3000 Schulkinder vor. Ohne Spendengelder, nur mit dem Gem\u00fcse, das Schwarz und sein Team unmittelbar nach dem Sturm angebaut haben.<\/p>\n<p>&#8220;Das Interessante daran ist, dass unsere Nachbarn zu uns gekommen sind und gesagt haben: Wow, ihr seid auch hart getroffen worden, aber w\u00e4hrend wir alles verloren haben, seid ihr schnell wieder auf die Beine gekommen und f\u00fcttert jetzt sogar unsere Kinder durch. Wir m\u00f6chten lernen, wie ihr das macht. Wir wollen nicht auf Politiker oder Hilfsorganisationen warten, sondern unser Leben aus eigener Kraft verbessern. Das gibt mir Hoffnung: die einfachen Leute, die ihr Verh\u00e4ltnis zur Umwelt verbessern und dadurch Ver\u00e4nderungen auf den Weg bringen.&#8221;<\/p>\n<p>Auch das tr\u00e4gt dazu bei, dass Mosambik in Zukunft den unberechenbaren Umweltkatastrophen besser die Stirn bieten kann. Es wird n\u00f6tig sein. Das Land, so meint Schwarz zum Abschied, darf sich nicht nur als Opfer des Klimawandels begreifen. Wer den eignen Teil der Verantwortung anerkenne, der k\u00f6nne auch Teil der Ver\u00e4nderung sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>DLF Kultur | Weltzeit | 19.08.2019<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":64,"featured_media":117982,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_links_to":"","_links_to_target":""},"tags":[],"kategorie":[],"class_list":["post-117949","arbeitsprobe","type-arbeitsprobe","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/arbeitsprobe\/117949","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/arbeitsprobe"}],"about":[{"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/arbeitsprobe"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/64"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/117982"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=117949"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=117949"},{"taxonomy":"kategorie","embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kategorie?post=117949"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}