{"id":118065,"date":"2024-02-05T14:05:06","date_gmt":"2024-02-05T13:05:06","guid":{"rendered":"https:\/\/weltreporter.net\/?post_type=arbeitsprobe&#038;p=118065"},"modified":"2024-02-05T14:05:06","modified_gmt":"2024-02-05T13:05:06","slug":"lokalwaehrungen-in-krisenzeiten-unser-geld-hiergeblieben","status":"publish","type":"arbeitsprobe","link":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/arbeitsprobe\/lokalwaehrungen-in-krisenzeiten-unser-geld-hiergeblieben\/","title":{"rendered":"Lokalw\u00e4hrungen in Krisenzeiten &#8211; Unser Geld, hiergeblieben!"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Deltebre in der katalanischen Provinz Tarragona ist kein besonders h\u00fcbsches Dorf. Ein paar im Karree angelegte Stra\u00dfen, ges\u00e4umt von schmucklosen, zweist\u00f6ckigen H\u00e4usern aus den 1970er-Jahren. Bevorzugte Fassadenfarbe: Beige und Betongrau. In der Haupteinkaufsstra\u00dfe: eine B\u00e4ckerei, eine Apotheke, ein paar Gemischtwarenl\u00e4den, ein kleiner Supermarkt.<\/p>\n<p>Hier habe ich mich mit Marisa Mir\u00f3 verabredet. Zur Shoppingtour. Bezahlt wird nicht in Euro, sondern in Euro-Delta, der lokalen W\u00e4hrung der 11.000-Einwohner-Gemeinde. Viel rechnen m\u00fcssen wir wohl nicht: Der Kurs liegt stabil bei eins zu eins. Ein Euro entspricht einem Euro-Delta.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Alle drei Monate 120 Euro-Delta vom Rathaus<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Marisa Mir\u00f3 wartet auf einem M\u00e4uerchen, neben sich eine Kr\u00fccke. Ein Arbeitsunfall, erkl\u00e4rt sie, f\u00fcnf Jahre her. Damals arbeitete sie in einem Supermarkt in Tarragona und st\u00fcrzte so schwer in die K\u00fchlkammer, dass sie mehrfach am R\u00fccken operiert werden musste. Seitdem ist sie arbeitsunf\u00e4hig. Die Kr\u00fccke ist mein Erkennungszeichen, scherzt sie und steht auf.<\/p>\n<p>Marisa Mir\u00f3 ist 65 Jahre alt und tr\u00e4gt einen modischen Kurzhaarschnitt mit blonden Str\u00e4hnchen &#8211; und ist keine, die sich so schnell unterkriegen l\u00e4sst. Dabei hat sie ein hartes Jahr hinter sich. Fast drei Monate lag sie wegen einer Covid-19-Erkrankung erst im Bett, dann auf dem Sofa, zu ersch\u00f6pft, um vor die T\u00fcr zu gehen. Dazu die st\u00e4ndigen Schmerzen im R\u00fccken.<\/p>\n<p>Aber jetzt geht es aufw\u00e4rts. Auch dank des Euro-Delta. Alle drei Monate erh\u00e4lt Maria 120 Euro-Delta aus der Rathauskasse. Die lokale W\u00e4hrung ist Teil des Sozialprogramms, das die Gemeinde w\u00e4hrend der Pandemie aufgelegt hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8220;Die sehen fast so aus wie das Geld von fr\u00fcher&#8221;<\/p>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-118065-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/weltreporter.net\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/unser_geld_hier_geblieben_lokalwaehrungen_in_krisenzeiten_drk_20220123_1230_5b975d83.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/weltreporter.net\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/unser_geld_hier_geblieben_lokalwaehrungen_in_krisenzeiten_drk_20220123_1230_5b975d83.mp3\">https:\/\/weltreporter.net\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/unser_geld_hier_geblieben_lokalwaehrungen_in_krisenzeiten_drk_20220123_1230_5b975d83.mp3<\/a><\/audio>\n<p>&#8220;Lluisa aus dem Rathaus hat mir davon erz\u00e4hlt und gesagt, ich soll mich bewerben. Von alleine h\u00e4tte ich das wahrscheinlich gar nicht mitbekommen. Also habe ich den Antrag ausgef\u00fcllt und man hat mir die Hilfe bewilligt. Als ich dann die ersten Euro Delta in der Hand hatte, musste ich lachen: Die sehen fast so aus wie das Geld von fr\u00fcher&#8221;, erz\u00e4hlt sie.<\/p>\n<p>Mir\u00f3 kramt die postkartengro\u00dfen Scheine aus dem Portemonnaie: zwei gr\u00fcne F\u00fcnfer, einen rostroten Zehner, einen blauen Zwanziger. Auf allen prangt ein rot-wei\u00dfer Leuchtturm, das Wahrzeichen der Gemeinde und der Schriftzug Deltebre. Etwa ein Dutzend Gemeinden experimentieren in Spanien mit lokalen W\u00e4hrungen, fast immer haben sie eine soziale Funktion. Jetzt, in der Coronakrise, ist dieser Aspekt besonders wichtig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Gemeinde Deltebre hat im letzten Jahr 100.000 Euro in Euro-Deltas ausgezahlt, 40.000 sind es bisher in diesem Jahr. Das Budget wird st\u00e4ndig aufgestockt. Das Geld flie\u00dft an Selbstst\u00e4ndige, die wegen der Pandemie ihre Gesch\u00e4fte schlie\u00dfen mussten und an Menschen, die ohnehin am Existenzminimum leben. So wie Marisa Mir\u00f3.<\/p>\n<p>&#8220;Ich bekomme 800 Euro Sozialhilfe. 200 Euro daf\u00fcr gehen f\u00fcr die Schuldentilgung drauf, 300 f\u00fcr die Miete, 120, 150 f\u00fcr Wasser, Strom, Versicherungen. Danach ist die Kasse leer. Von was soll ich da noch leben? Was soll ich essen? Mir kommt so eine Hilfe deswegen sehr gelegen. Ich habe bis heute von dem gelebt, was ich mir im letzten Monat von den Euro-Deltas gekauft habe. Aber jetzt ist alles aufgebraucht&#8221;, sagt sie.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00dcber 70 Gesch\u00e4fte machen mit<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Deswegen wird heute eingekauft. Erste Station: der Gemischtwarenladen gegen\u00fcber. An der gl\u00e4sernen Eingangst\u00fcr pappt ein Aufkleber: Hier k\u00f6nnen Sie mit Euro-Delta zahlen. An \u00fcber 70 Gesch\u00e4ften klebt dieser Hinweis. Neben Lebensmittell\u00e4den sind auch Boutiquen und ein Friseur dabei. Da habe sie sich ihre Str\u00e4hnchen machen lassen, sagt Marisa stolz.<\/p>\n<p>Die Augenbrauen zupft sich Marisa selbst. Die Frau vom Sch\u00f6nheitssalon nehme keine Euro-Delta. Marisa Mir\u00f3 begr\u00fc\u00dft die Besitzerin des Gemischtwarenladens mit einem freundlichen Kopfnicken. Dann l\u00e4sst sie einen pr\u00fcfenden Blick \u00fcber die Kisten mit Erdbeeren, \u00c4pfeln und Paprika schweifen, geht durch die Regalreihen nach hinten, zu den Hygieneartikeln.<\/p>\n<p>&#8220;Fr\u00fcher habe ich hier nur Obst gekauft und Wasser, Brot, Fleisch, Putzmittel im Supermarkt. Jetzt, wegen des Eurodelta, kaufe ich alles hier.&#8221; Letztlich entscheidet sich Marisa doch nur f\u00fcr Kartoffeln. Die sind im Angebot: Drei Kilo Bio-Ware f\u00fcr 3,60 Euro.<\/p>\n<p>Maria-Dolores packt ihr noch ein paar \u00c4pfel und S\u00fc\u00dfigkeiten in die T\u00fcte &#8211; damit der Einkauf wirklich f\u00fcnf Euro wert ist. Wechselgeld gibt es keines. Die Bezugsscheine lassen sich nicht st\u00fcckeln und Restbetr\u00e4ge d\u00fcrfen nicht in &#8220;echten&#8221; Euro zur\u00fcckgezahlt werden. So soll gew\u00e4hrleistet werden, dass das Geld tats\u00e4chlich nur im Ort selbst, in den beteiligten Gesch\u00e4ften ausgegeben wird. Marisas gr\u00fcner Euro-Delta-Schein ist heute der erste in Maria-Dolores Kasse.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8220;F\u00fcr uns kleine Gesch\u00e4fte ist das ein gutes System&#8221;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8220;Am Tag kommen vielleicht zehn Leute, die mit Eurodelta zahlen&#8221;, erz\u00e4hlt sie. &#8220;Ich bringe die Scheine dann am Monatsende ins Rathaus, zusammen mit den Kauftickets und bekomme den Kaufbetrag in echten Euros zur\u00fcckerstattet. F\u00fcr uns kleine Gesch\u00e4fte ist das ein gutes System: So kommen Kunden, die vorher noch nie bei mir waren, weil es hier eben etwas teurer ist als im Supermarkt.&#8221;<\/p>\n<p>Um die Neukunden auch zu halten, achtet Maria-Dolores darauf, dass sie das Maximum aus ihren Bezugsscheinen herausholen. Nicht alle H\u00e4ndler sind so geduldig. Deswegen \u00fcberlegt sich Marisa Mir\u00f3 vor dem Betreten jedes Gesch\u00e4fts in der Regel genau, was sie braucht.<\/p>\n<p>&#8220;Man muss eben die Kontrolle behalten und sich Grenzen setzen. Ich kenne Leute, die bestellen in der B\u00e4ckerei einen Kaffee und bezahlen den mit f\u00fcnf Euro-Delta. Aber so funktioniert das nat\u00fcrlich nicht. Man muss drei Stangen Brot kaufen, das sind dann drei Euro, und vom Rest den Kaffee. Ich nutze meine Euro-Deltas wirklich bis zum letzten Cent&#8221;, erkl\u00e4rt sie.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mehr Teilhabe am Dorfleben<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So macht sie das auch jetzt. Zwei der drei Wei\u00dfbrotstangen wird sie sp\u00e4ter einfrieren, den Kaffee g\u00f6nnt sie sich sofort. 120 Euro zus\u00e4tzlich pro Trimester: Das klingt nicht viel, f\u00fcr Marisa Mir\u00f3 aber macht das Extrageld einen gro\u00dfen Unterschied. Es l\u00e4sst sie wieder mehr am Dorfleben teilhaben.<\/p>\n<p>Sie r\u00fcckt den Metallstuhl in Blickrichtung Stra\u00dfe. &#8220;Fr\u00fcher war das alles voller Schlagl\u00f6cher&#8221;, erz\u00e4hlt sie. Bei jedem Regen verwandelte sich das Dorf in ein einziges Schlammfeld. Marisa Mir\u00f3 ist in Deltebre geboren und aufgewachsen. Sie zeigt mit dem Kinn auf die Dorfkirche gegen\u00fcber. Hier wurde sie getauft, hat geheiratet und ihre Kinder zur Erstkommunion begleitet. Viel Geld war nie da. Ihre Eltern hatten einen kleinen Garten. Dazu etwas Fischerei, ein bisschen Reis: Das musste reichen.<\/p>\n<p>&#8220;Fr\u00fcher hatte ich auch wenig, aber da lebten meine Eltern noch. Mein Bruder ist gestorben. Meine Schwester ist geschieden und hat zwei T\u00f6chter, sie kann mir auch nicht helfen. Und die Kinder sind au\u00dferhalb. Ich habe eben jetzt niemand mehr. Das ist der Unterschied&#8221;, sagt sie. Immerhin: Die Freunde und Nachbarn sind geblieben. Hier ein Scherz, da ein nettes Wort. Fast jeder im Dorf kennt &#8220;Marisa mit der Kr\u00fccke&#8221;. Und fast jeder wei\u00df, dass sie Euro-Delta erh\u00e4lt. Das st\u00f6rt sie nicht. Meistens.<\/p>\n<p>&#8220;Beim letzten Einkauf bei Maria-Dolores kam eine Frau und sagte: \u201aNa, du hast aber zugelangt. Dabei lebst du doch alleine!&#8217; Der habe ich dann gesagt: Nimm es mir nicht \u00fcbel, aber das geht dich gar nichts an. So bin ich.&#8221; Sie r\u00fchrt resolut im Kaffee. Nein, leid tut sie sich nicht. &#8220;Mir ist das auch nicht peinlich, zu sagen, dass ich Hilfe brauche &#8211; ich helfe ja auch, wenn ich kann! Aber wenn das Rathaus den Euro-Delta irgendwann einmal einstellt, dann mache ich Rabatz!&#8221; Die Gefahr ist gering. Denn im Rathaus ist man sehr stolz auf die lokale W\u00e4hrung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Den Euro-Delta gibt es bisher nur analog<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8220;Der Euro-Delta ist gekommen, um zu bleiben&#8221;, sagt Lluis Soler: als dauerhafte F\u00f6rderung f\u00fcr den lokalen Einzelhandel &#8211; und Hilfe f\u00fcr bed\u00fcrftige Familien. Die lokale W\u00e4hrung geh\u00f6rt zu den Projekten, mit denen der junge Gemeindevorsteher die Verwaltung b\u00fcrgerfreundlicher &#8211; und sein Dorf moderner machen m\u00f6chte. Auch dem Rathaus hat der junge, ambitionierte Politiker einen neuen Anstrich verliehen. Signalgelbe Streifen zieren das Treppenhaus, dar\u00fcber prangt ein gelbes Herz aus stilisierten Reispflanzen. Das Logo schm\u00fcckt auch den Mund-Nasen-Schutz, den alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen &#8211; inklusive Soler.<\/p>\n<p>&#8220;Dieses neue Image steht symbolisch auch f\u00fcr einen Politikwechsel. Als ich vor f\u00fcnf Jahren hier anfing, gab es fast \u00fcberhaupt keine lokalen F\u00f6rderprogramme. Damals gab es auch keine B\u00fcrgerbeteiligungsprozesse. Jetzt befragen wir die Bev\u00f6lkerung f\u00fcr alles M\u00f6gliche: Bei der Planung, wenn wir Namen f\u00fcr \u00f6ffentliche Geb\u00e4ude suchen&#8221;, erz\u00e4hlt er.<\/p>\n<p>Lluis Soler wei\u00df, dass die Idee mit dem Euro-Delta noch ausbauf\u00e4hig ist und die lokale W\u00e4hrung noch l\u00e4ngst nicht so &#8220;modern&#8221; wie sie sein k\u00f6nnte. Bisher funktioniert alles rein analog, eben wie ein Wechselschein. Die Euro-Delta werden an die Bezugsberechtigten \u00fcberreicht, im Gesch\u00e4ft eingel\u00f6st und von den Ladenbesitzern ans Rathaus weitergereicht. Dort werden sie in Aktenordnern abgeheftet.<\/p>\n<p>Lluisa Ventura, die Stadtr\u00e4tin f\u00fcr Soziales zieht einen von ihnen aus dem Regal. Auf jedem Euro-Delta ist der Name des Benutzers verzeichnet. So kann jeder Schein nur einmal verwendet werden. &#8220;Zurzeit arbeiten wir tats\u00e4chlich nur mit diesen gedruckten Zetteln, aber wir sind in Kontakt mit mehreren Sparkassen: Mit ihnen wollen wir eine Geldkarte entwickeln&#8221;, sagt sie. Die Euro-Delta-Kunden w\u00fcrden sich damit dann nicht so offensichtlich als bezugsberechtigte Geringverdiener outen &#8211; und k\u00f6nnten auf den Cent genau bezahlen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine Digitalw\u00e4hrung mit eigener App<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Da ist man in Santa Coloma de Gramenet schon sehr viel weiter. Die 120.000-Einwohnerstadt liegt im Nordwesten Barcelonas. Die Metropole ist l\u00e4ngst an die Nachbarstadt herangewachsen. Nur rings um Kirche und Rathaus l\u00e4sst sich der einst kleinst\u00e4dtische Charakter noch erahnen: Vor den Bars treffen sich Rentner zum Kaffeeklatsch. Unter den Akazien auf dem Platz toben Schulkinder.<\/p>\n<p>Nennenswerte Industrie gibt es nicht. Einzelhandel und Gastronomie machen das Gros der Wirtschaftsleistung aus. Auch das war ein Grund, warum das Rathaus 2017 eine eigene lokale W\u00e4hrung einf\u00fchrte: die Grama. Es ist eine digitale W\u00e4hrung, mit eigener App. Eine Grama entspricht einem Euro. F\u00fcr jede Einzelne b\u00fcrgt das Rathaus.<\/p>\n<p>Inzwischen zirkulieren \u00fcber eine Million Euro als Grama in Santa Coloma, sagt der stellvertretende B\u00fcrgermeister Esteve Serrano. Eingespeist hat sie die \u00f6ffentliche Verwaltung &#8211; in Form von Subventionen f\u00fcr Nachbarschaftsinitiativen, f\u00fcr Sport- und Kulturvereine. &#8220;W\u00e4hrend der Finanzkrise von 2008 haben wir festgestellt, dass damals sehr viel Geld aus unserer Kommune abfloss: Nicht nur die Familien gaben ihr Geld au\u00dferhalb aus, sondern auch unsere Subventionen, also Steuergelder wurden zu 90 Prozent au\u00dferhalb von Santa Coloma ausgegeben. Indem wir Subventionen jetzt als Grama auszahlen, konnten wir diese Quote auf 29 Prozent senken. Das ist ein Riesenerfolg&#8221;, sagt er.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>M\u00f6glich wurde der, weil die Grama nicht nur zwischen Rathaus und Subventionierten hin und her flie\u00dfen, sondern tats\u00e4chlich zirkulieren: Dadurch mehren sie ihren Wert. Denn die gleiche Subvention kommt indirekt mehreren Personen und Institutionen zugute.<\/p>\n<p>Eine Grama wird im Ort bis zu elf Mal ausgegeben<\/p>\n<p>Serrano \u00f6ffnet die App auf seinem Handy, zoomt sich in den Stadtplan. \u00dcber 400 gelbe, gr\u00fcne und rote Punkte blinken auf: Vereine, Gesch\u00e4fte, Dienstleister, die die Grama als W\u00e4hrung akzeptieren.<\/p>\n<p>&#8220;Wenn wir zum Beispiel einem Sportverein eine Subvention in Grama geben, dann muss er sich in Santa Coloma ein Gesch\u00e4ft suchen, das Trikots herstellt. Das ist der erste Multiplikator. Das Sportgesch\u00e4ft will die Grama ja auch wieder loswerden und kauft damit vielleicht die Farbe f\u00fcr die Renovierung im Malerladen um die Ecke. Zweite Wertsteigerung. Die Leute aus dem Malerladen gehen mittags vielleicht essen und zahlen in Grama. Dritte Wertsteigerung. Und das Restaurant, das als Firma ja auch Grama nutzen kann, kauft dann mit den Grama auf dem Markt Obst und Gem\u00fcse: Vierte Wertsteigerung&#8221;, erkl\u00e4rt der B\u00fcrgermeister.<\/p>\n<p>Serrano holt einen Moment Luft, tippt dann auf die Statistik, die ausgedruckt vor ihm liegt. Im besten Fall wird eine Grama bis zu elf Mal ausgegeben, der Durchschnitt liegt bei 4,1.<\/p>\n<p>Um das Lokalgeld attraktiv zu machen, schafft die Verwaltung Anreize: Wer \u00f6ffentliche Mittel als Grama beantragt, wird bei bestimmten Subventionen bevorzugt. Wer dagegen die Grama nicht wieder ausgibt und so zu fr\u00fch aus dem Kreislauf nimmt, muss k\u00fcnftig mit Benachteiligungen rechnen. Dabei waren solche Strafen zumindest in den letzten Monaten gar nicht n\u00f6tig: W\u00e4hrend des coronabedingten Lockdowns wurde die Grama um 13,4 Prozent h\u00e4ufiger genutzt. &#8220;Woran das liegt? Wahrscheinlich an der digitalen Komponente: An der Tatsache, dass die Leute ganz bequem, von zu Hause aus ihre Gesch\u00e4fte abwickeln konnten.&#8221;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Santa Coloma gilt in Spanien als Vorreiter<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Interesse an digitalen W\u00e4hrungen ist durch die Pandemie sprunghaft gestiegen. Auch in Andalusien und Kantabrien experimentieren Verwaltungen mit virtuellem Geld. Esteve Serrano klickt einen Bericht an, den das spanische Fernsehen k\u00fcrzlich \u00fcber Santa Coloma de Gramenet und die ortseigene W\u00e4hrung gemacht hat.<\/p>\n<p>&#8220;In Spanien sind wir auf jeden Fall die Vorreiter. Wir bekommen Anrufe von anderen Gemeinden, von Regionalverwaltungen, von allen m\u00f6glichen Stellen. Jetzt wollen wir ein Netzwerk aus katalanischen und spanischen Kommunen mit lokalen W\u00e4hrungen aufbauen, um so vielleicht als Kollektiv an EU-F\u00f6rdergelder f\u00fcr digitale Innovation zu kommen&#8221;, erkl\u00e4rt er.<\/p>\n<p>Im Herbst 2021 will das Rathaus erstmals auch Sozialhilfen in Grama auszahlen. Ein gewaltiger Qualit\u00e4tssprung. Denn dadurch k\u00f6nnten zum ersten Mal in gro\u00dfem Umfang auch ganz normale Endverbraucher in Grama bezahlen. Bisher flie\u00dft das Geld vor allem zwischen Gesch\u00e4ften, Ladenbesitzern, Kleinunternehmern. Wie genau, will ich mir in der Calla Mayor, der Haupteinkaufsstra\u00dfe angucken.<\/p>\n<p>Llum betreibt dort einen Copyshop. Um 13 Uhr ist Hochbetrieb: Ein Paar nutzt die Mittagszeit, um die Einladungen f\u00fcr ihre Hochzeit zu entwerfen. Dann m\u00f6chte eine \u00e4ltere Dame ein Foto ihres Enkelkindes auf Leinwand ziehen lassen. Ein Yogastudio braucht noch ganz schnell und ganz dringend neue Flyer. Llum eilt zwischen Tresen, Drucker und Kopierer hin und her. Fast alle zahlen ganz traditionell in Euro.<\/p>\n<p>Nach Ladenschluss hat Llum Zeit, sich um einen ihrer Grama-Kunden zu k\u00fcmmern. Die Speisekarte des Restaurants &#8220;La Senda&#8221; muss noch Korrektur gelesen werden, eine Schriftgr\u00f6\u00dfe ist zu klein. &#8220;Wir machen f\u00fcr das Restaurant jede Woche die Speisekarte mit den Empfehlungen des Hauses: einmal im DIN-A4-Format, und dann gr\u00f6\u00dfer zum Aufh\u00e4ngen. Wir drucken auch die Papieruntersetzer aus Kraftpapier, das gro\u00dfe macht 20 Cent pro Kopie.&#8221;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Geld als vertrauensbildende Ma\u00dfnahme<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Geld \u00fcberweist ihr die Restaurantbesitzerin per App in Grama. Die Ein-und Ausg\u00e4nge hat Llum auf ihrem Handy gespeichert. Neben dem Restaurant sind noch ein gutes Dutzend andere Grama-Kunden gelistet, fast alle mit regelm\u00e4\u00dfigen Auftr\u00e4gen. Llum arbeitet seit drei Jahren mit der digitalen W\u00e4hrung. Dabei war sie zun\u00e4chst sehr skeptisch.<\/p>\n<p>&#8220;Zun\u00e4chst habe ich gedacht: Buff, ist das umst\u00e4ndlich. Wir haben ja hier keine Zeit, st\u00e4ndig am Computer Ein- und Ausg\u00e4nge zu kontrollieren. Aber wir haben unter unseren Kunden viele Vereine &#8211; und die haben das irgendwann eben verlangt. Die bekommen ja Grama und wollten mir Auftr\u00e4ge geben, aber konnten das nur, wenn ich auch in das System einsteige. Eigentlich war es ihretwegen&#8221;, erz\u00e4hlt sie.<\/p>\n<p>Die Handhabung war weniger kompliziert als bef\u00fcrchtet &#8211; und inzwischen ist Llum von der digitalen W\u00e4hrung \u00fcberzeugt. &#8220;Je mehr Leute Grama haben, desto besser f\u00fcr uns. Ich kann die Grama ja auch ganz bequem in meinem Alltag nutzen. Wenn ich Brot kaufe, essen gehe &#8211; oder wenn ich im Tot Cargo Essen und Gem\u00fcse kaufe. Am Platz dr\u00fcben habe ich eine ganze Reihe von &#8220;Zulieferern&#8221;. Wenn ich da Lebensmittel abhole, sage ich manchmal &#8211; ich zahl sp\u00e4ter. Umgekehrt mache ich das bei meinen Grama-Kunden auch.&#8221; Die Grama als vertrauensbildende Ma\u00dfnahme.<\/p>\n<p>Der B\u00e4cker begr\u00fc\u00dft sie mit Namen. Fast jeden Tag kommt Llum hierher um ein paar ihrer Gramas auszugeben. &#8220;Ich bin s\u00fcchtig nach eurem Brot&#8221;, sagt Llum und bestellt noch ein paar Schokoladen-Madeleines. Xavier Mont\u00e9s l\u00e4chelt geschmeichelt. Das Zahlen dauert ein paar Klicks l\u00e4nger als geplant, die Internet-Verbindung hakt. Endlich klappt es, Llum zeigt ihr Handy vor.<\/p>\n<p>Der B\u00e4cker wirft eher aus H\u00f6flichkeit einen Blick auf das Display. Er h\u00e4tte Llum das Brot auch so mitgegeben: Weil sie Stammkundin ist und weil die Grama-Nutzerinnen und -Nutzer sich als Teil einer eingeschworenen Gemeinschaft verstehen. Ganz besonders Xavier Montes, der B\u00e4cker.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am Anfang war der Tauschring<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8220;Hier in Santa Coloma haben wir mit ein paar Initiativen schon vor 15 Jahren mit einer lokalen W\u00e4hrung gearbeitet. Die hie\u00df auch Grama. Das Rathaus hat die Grama also nicht erfunden, sondern eine unserer Ideen aufgegriffen. Allerdings hatte unsere W\u00e4hrung eine st\u00e4rkere soziale Komponente. Die Rathaus-Grama st\u00e4rkt die lokale Wirtschaft. Das ist gut. Aber das Soziale fehlt&#8221;, sagt Xavier Montes.<\/p>\n<p>Eine &#8220;Waffe gegen Spekulation und Turbo-Kapitalismus&#8221; sei die Ursprungs-Grama gewesen: Ein kleiner Kreis Gleichgesinnter hatte sich damals zu einer Art Tauschring zusammengeschlossen, &#8220;ziemlich hippiem\u00e4\u00dfig&#8221;, sagt Xavier. Ein Teil des Umsatzes floss als R\u00fccklage an linksalternative Projekte. &#8220;Wir hatten zwar den Willen, aber nicht die Mittel&#8221;. Er klingt belustigt und melancholisch zugleich.<\/p>\n<p>In der kleinen Backstube hinter dem Verkaufsraum knetet sein Kollege Jordi den Teig f\u00fcr die Kastenbrote des n\u00e4chsten Tags durch. Spezialit\u00e4t des Hauses ist Xusco de Xeixa, ein Sauerteigbrot aus einer alten, fast vergessenen Weichweizenart. Das Mehl ist Bio-Qualit\u00e4t, beim Einkauf achtet die B\u00e4ckerei auf kurze Lieferwege. Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Kriterium bei der Vergabe von Grama-Subventionen.<\/p>\n<p>In der B\u00e4ckerei &#8220;L&#8217;Obrador&#8221; geh\u00f6rt sie ebenso zum Selbstverst\u00e4ndnis wie die Organisationsform als Kooperative. &#8220;In einem Standardbetrieb musst du tun, was dein Chef dir sagt. Punkt. Hier ist jeder selbstverantwortlich f\u00fcr seine Arbeit. Jeder kann seine Meinung sagen, L\u00f6sungen werden gemeinschaftlich ausgearbeitet und am Ende wird alles geteilt. Wer einmal in so einem System gearbeitet hat, kehrt nur schwer wieder zum alten System zur\u00fcck.&#8221;<\/p>\n<\/div>\n<div><\/div>\n<div>\n<p>Kein Instrument f\u00fcr einen Strukturwandel<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Xavier Montes ist erst seit drei Monaten offizielles Mitglied der Kooperative. Wie hoch sein Gehalt sein wird, muss er noch mit seinen anderen drei Kollegen aushandeln. Aber einen Teil will er sich auf jeden Fall in Grama auszahlen lassen.<\/p>\n<p>&#8220;Ich habe vorher in einer anderen Kooperative gearbeitet, da ging das leider nicht, weil viele von au\u00dferhalb stammten. Aber hier, beim L&#8217;Obrador kommen alle aus Santa Coloma. Deswegen macht es Sinn. Das Geld kann ja nur vor Ort bewegt werden&#8221;, erkl\u00e4rt er. Lokal denken, lokal handeln, sozusagen.<\/p>\n<p>In der Zwischenzeit hat Jordi alle Kastenformen gef\u00fcllt. Gemeinsam schieben die beiden das Blech ins Regal, damit der Teig noch etwas gehen kann. &#8220;Wenn wir auch das Mehl direkt in Santa Coloma kaufen k\u00f6nnten, dann k\u00f6nnten wir die Grama noch mehr bewegen&#8221;, sagt Jordi. Doch vor Ort gibt es kaum verarbeitendes Gewerbe und als Instrument f\u00fcr einen Strukturwandel eignen sich lokale W\u00e4hrungen nicht: Sie st\u00e4rken und festigen lediglich das, was es schon gibt. &#8220;Fer xarxa&#8221;, &#8220;Das Netzwerk st\u00e4rken&#8221;: Xavier nimmt das ziemlich ernst.<\/p>\n<p>Es ist fr\u00fcher Nachmittag geworden, er schlie\u00dft den &#8220;L&#8217;Obrador&#8221;, spaziert ein paar Hundert Meter die Stra\u00dfe entlang, zum Restaurant &#8220;La Senda&#8221;. &#8220;Das sind Kunden von uns, deswegen sind auch wir Kunden von ihnen&#8221;. Die Kellnerin f\u00fchrt den B\u00e4cker zu seinem Stammplatz.<\/p>\n<p>Auf den Tischen liegen als Platzhalter die gro\u00dfen beigen Speisekarten, die Llum aus dem Copyshop gestaltet und ausgedruckt hat. Xavier f\u00e4hrt mit dem Finger die Spalten entlang, bleibt bei den Vorspeisen h\u00e4ngen. &#8220;Hier: R\u00f6stbrot mit Ziegenk\u00e4se und karamellisierter Zwiebel. Das ist eines unserer Brote, das sie f\u00fcr ihre Men\u00fcs verwenden.&#8221; Der B\u00e4cker entscheidet sich f\u00fcr Schweinshaxe.<\/p>\n<\/div>\n<div><\/div>\n<div>\n<p>Vom Rathaus subventionierte Corona-Hilfen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Restaurant ist gut gef\u00fcllt. Die w\u00f6chentlich wechselnden Men\u00fcs sind erschwinglich, die Gerichte liebevoll zubereitet, mit Pfiff, aber ohne aufwendiges Chichi: Eine Kombination, die die Ladenbesitzer und Gesch\u00e4ftsleute ringsum sch\u00e4tzen. Sie waren es, die das Besitzerpaar Maica und Juan Manuel Rubio dazu gebracht haben, bei der Lokalw\u00e4hrung mitzumachen.<\/p>\n<p>Maica sitzt mit den beiden S\u00f6hnen am Gartentisch im Hinterhof, ihr Mann hantiert in der K\u00fcche mit den T\u00f6pfen. Nur eine gro\u00dfe Glasscheibe trennt die Restaurantk\u00fcche vom improvisierten Esszimmer: Beruf und Privates sind eines. Das soll so sein &#8211; und war letztlich auch der Grund, warum sie sich f\u00fcr die Grama entschieden haben.<\/p>\n<p>&#8220;In unserem Alltag haben wir schon vorher lokale Produkte gekauft und auf Nachhaltigkeit geachtet. Die Grama war f\u00fcr uns eine M\u00f6glichkeit, daraus auch ein Gesch\u00e4ftsmodell zu machen. Euros sind \u00fcberall Euros, damit kann man alles machen. Die Gramas aber stehen f\u00fcr eine ganz bestimmte Art zu wirtschaften. Das ist ihr Mehrwert.&#8221;<\/p>\n<p>Die Auberginen, die Juan Manuel Rubio schneidet, die H\u00e4hnchenschenkel, die er sautiert: Einen Gro\u00dfteil ihrer Zulieferer bezahlen die Gastronomen inzwischen in Grama. \u00dcber die lokale W\u00e4hrung konnte das Restaurant auch von den Corona-Hilfen der Kommune profitieren.<\/p>\n<p>&#8220;Wegen der Coronakrise mussten wir uns ja alles M\u00f6gliche anschaffen: Ein Ozon-Desinfektionsger\u00e4t f\u00fcrs Wasser, mit dem wir Oberfl\u00e4chen reinigen k\u00f6nnen zum Beispiel. Oder unsere Speisekarten, die wir jetzt auf Papieruntersetzer drucken. Die Subventionen daf\u00fcr gab es vom Rathaus in Grama. Das war eine Hilfe, die uns wirklich einiges an Luft verschafft an.&#8221;<\/p>\n<\/div>\n<div><\/div>\n<div>\n<p>Demn\u00e4chst Sozialhilfen in Grama<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vom Copyshop zum B\u00e4cker, vom B\u00e4cker zum Restaurant, und von dort wieder zur\u00fcck zum Copyshop: Die Grama ist einmal ringsum gegangen. Das Kreislaufsystem funktioniert. Zumindest im Modellversuch. Doch damit die lokale, digitale W\u00e4hrung tats\u00e4chlich zu einem alternativen Zahlungssystem wird, m\u00fcssten sehr viel mehr Endverbraucher die Grama nutzen, sagt der Wirt.<\/p>\n<p>Bisher zahlen lediglich zwischen f\u00fcnf und zehn Prozent der Restaurantkunden in Grama. &#8220;Wir sind so viele Menschen in Santa Coloma. Wenn nur ein Zehntel davon die W\u00e4hrung nutzen, dann w\u00e4re das schon supertoll&#8221;, sagt er.<\/p>\n<p>Seine Frau nickt. Vielleicht klappt das ja, wenn die Kommune ab Herbst auch einen Teil der Sozialhilfen in Grama auszahlt. Der Zeitpunkt jedenfalls sei g\u00fcnstig. &#8220;In der Coronakrise haben viele den Wert der N\u00e4he, den Wert der Nachbarschaft wieder neu sch\u00e4tzen gelernt. Man geht jetzt nicht mehr in irgendein Restaurant, irgendein Gesch\u00e4ft, sondern sucht sich das bewusst aus: Weil da ein ganz bestimmter Mensch arbeitet, weil sie sehen, wie sehr er sich anstrengt. Aber wie lange das anh\u00e4lt, das wei\u00df ich nicht. Hoffentlich sehr lange.&#8221;<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"author":67,"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_links_to":"","_links_to_target":""},"tags":[],"kategorie":[],"class_list":["post-118065","arbeitsprobe","type-arbeitsprobe","status-publish","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/arbeitsprobe\/118065","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/arbeitsprobe"}],"about":[{"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/arbeitsprobe"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/67"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=118065"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=118065"},{"taxonomy":"kategorie","embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kategorie?post=118065"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}