{"id":122207,"date":"2025-02-12T21:45:08","date_gmt":"2025-02-12T20:45:08","guid":{"rendered":"https:\/\/weltreporter.net\/?post_type=arbeitsprobe&#038;p=122207"},"modified":"2025-03-06T20:09:53","modified_gmt":"2025-03-06T19:09:53","slug":"mexikanische-aktivisten-setzen-den-schutz-von-feuchtgebieten-in-ihrer-stadt-durch-in","status":"publish","type":"arbeitsprobe","link":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/arbeitsprobe\/mexikanische-aktivisten-setzen-den-schutz-von-feuchtgebieten-in-ihrer-stadt-durch-in\/","title":{"rendered":"Mexikanische Aktivisten setzen den Schutz von Feuchtgebieten in ihrer Stadt durch In"},"content":{"rendered":"<section class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-container MuiGrid2-direction-xs-row nonPaywall css-lugiu7\">\n<div class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-direction-xs-row MuiGrid2-grid-xs-10 MuiGrid2-grid-sm-10 MuiGrid2-grid-md-8 MuiGrid2-grid-lg-6 css-1rg88i6\">\n<p><em>Steigende Meeresspiegel, h\u00e4ufige D\u00fcrren, verheerende St\u00fcrme \u2013 die Folgen des Klimawandels sind weltweit sp\u00fcrbar. Doch rund um den Globus suchen Menschen nach L\u00f6sungen, die das Schlimmste verhindern k\u00f6nnen: Ressourcen nachhaltiger nutzen, neue Wege f\u00fcr die Landwirtschaft oder politisches Engagement f\u00fcr klimabewusstes Handeln. An jedem zweiten Mittwoch im Monat <\/em><a class=\"internal\" href=\"https:\/\/www.riffreporter.de\/de\/klimahelden-klimaschutz-klimakrise-klimaanpassung-weltreporter-projekt\"><strong>lesen Sie hier<\/strong><\/a><strong>, wie Menschen weltweit gegen die Klimakrise k\u00e4mpfen.<\/strong><\/p>\n<p>Kein Wasser. Nicht ein einziger Tropfen. Margarita Pale dreht den Hahn auf und wieder zu. \u201eNur nachts um zwei Uhr flie\u00dft ein bis zwei Stunden lang Wasser\u201c, sagt die 46-J\u00e4hrige und zeigt auf einige alte Plastikbottiche, die in ihrem Hof stehen. \u201eDas bisschen, das dann kommt, f\u00fcllen wir in diese Eimer ab.\u201c Das muss reichen, um zu waschen, zu sp\u00fclen, das Haus zu reinigen und nat\u00fcrlich f\u00fcr die t\u00e4gliche K\u00f6rperpflege.<\/p>\n<p>Es ist Januar und es regnet immerhin noch. Wenn in ein paar Wochen hier im s\u00fcdmexikanischen Bundesstaat Chiapas die Trockenzeit beginnt, geht gar nichts mehr. Nicht einmal nachts, obwohl Pale weiterhin ihre Rechnung bezahlt. \u201eDann m\u00fcssen wir uns vom Tanklaster Wasser liefern lassen, das kostet 500 Pesos f\u00fcr 3000 Liter\u201c, erkl\u00e4rt sie. 500 Pesos. Das ist, wenn es gut l\u00e4uft, ein Tagelohn. Mit diesen 3000 Litern kommt die siebenk\u00f6pfige Familie dann eine Woche \u00fcber die Runden. Bestenfalls. Unabh\u00e4ngig davon muss sie Trinkwasser kaufen.<\/p>\n<\/div>\n<\/section>\n<figure class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-container MuiGrid2-direction-xs-row no-break-print nonPaywall css-1xjotdf\">\n<div class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-direction-xs-row MuiGrid2-grid-xs-10 MuiGrid2-grid-sm-10 MuiGrid2-grid-md-8 MuiGrid2-grid-lg-6 css-wsdo6l\">\n<div class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-direction-xs-row MuiGrid2-grid-xs-10 MuiGrid2-grid-sm-10 MuiGrid2-grid-md-8 MuiGrid2-grid-lg-6 css-wsdo6l\">\n<div class=\"MuiBox-root css-1loxz2j\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/riff.media\/images\/mexiko-chiapas-wassermangel-feuchtgebiete-aktivistin.jpg?w=3600&amp;s=c26eb7abe9583c89fb8551d537e961c3&amp;n_w=3840&amp;n_q=75\" alt=\"Die mexikanische Umweltaktivistin Margarita Pale steht in dem Feuchtgebiet, f\u00fcr dessen Erhalt sie k\u00e4mpft\" data-nimg=\"fill\" \/><\/div>\n<div class=\"MuiBox-root css-1u28huf\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div><figcaption class=\"css-1llmlsj\">Die Mexikanerin Margarita Pale k\u00e4mpft f\u00fcr den Erhalt eines Feuchtgebiets in ihrer Kolonie 5 de Marzo in der Stadt San Crist\u00f3bal de las Casas.<\/figcaption><\/figure>\n<section class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-container MuiGrid2-direction-xs-row nonPaywall css-lugiu7\">\n<div class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-direction-xs-row MuiGrid2-grid-xs-10 MuiGrid2-grid-sm-10 MuiGrid2-grid-md-8 MuiGrid2-grid-lg-6 css-1rg88i6\">\n<h3>Der Stoff, der das Leben ausmacht<\/h3>\n<p>Margarita Pale ist vor 30 Jahren mit ihren Eltern in die Provinzhauptstadt San Cristobal de las Casas gekommen. Damals, im Januar 1994, hatte das Zapatistische Befreiungsheer (EZLN) mit einem bewaffneten Aufstand auf die verheerende Lage der indigenen Bev\u00f6lkerung der Region aufmerksam gemacht. In Zuge des Krieges mussten zahlreiche Menschen aus ihren D\u00f6rfern in den Bergen von Chiapas fliehen, unter ihnen auch die Familie von Pale. Seither lebt sie in der Kolonie 5 de Marzo \u2013 einer Siedlung, die die Gefl\u00fcchteten und Vertriebenen auf einem St\u00fcck brachliegenden Land aufgebaut haben. Und mit ihr zahlreiche weitere Tzotzil, Tzeltal, Tojolabal und Mitglieder anderer <a class=\"internal\" href=\"https:\/\/www.riffreporter.de\/de\/schlagworte\/indigene\">indigener Gemeinschaften<\/a> sowie einige Mestizen. Bis heute sind die meisten Stra\u00dfen des Viertels im S\u00fcden von San Cristobal nicht asphaltiert. Steine versperren den Weg. Einige aus Holz zusammengezimmerte H\u00e4user haben noch immer einen provisorischen Charakter.<\/p>\n<\/div>\n<\/section>\n<figure class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-container MuiGrid2-direction-xs-row no-break-print nonPaywall css-1xjotdf\">\n<div class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-direction-xs-row MuiGrid2-grid-xs-12 MuiGrid2-grid-sm-10 css-229uxa\">\n<div class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-direction-xs-row MuiGrid2-grid-xs-12 MuiGrid2-grid-sm-10 css-229uxa\">\n<div class=\"MuiBox-root css-n2r8a1\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/riff.media\/images\/Mexiko-Chiapas-Wasser-Feuchtgebiete-Naturschutz.jpg?w=3600&amp;s=f10485a0d5bc4cdddf0dd56ca6be759c&amp;n_w=3840&amp;n_q=75\" alt=\"Auf einer nicht befestigten Stra\u00dfe im mexikanischen San Cristobal de las Casas f\u00e4hrt ein Motorradtaxi\" data-nimg=\"fill\" \/><\/div>\n<div class=\"MuiBox-root css-1u28huf\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div><figcaption class=\"css-1llmlsj\">Wassermangel z\u00e4hlt zum Alltag: die Kolonie 5 de Marzo in der s\u00fcdmexikanischen Stadt San Cristobal de las Casas.<\/figcaption><\/figure>\n<section class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-container MuiGrid2-direction-xs-row nonPaywall css-lugiu7\">\n<div class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-direction-xs-row MuiGrid2-grid-xs-10 MuiGrid2-grid-sm-10 MuiGrid2-grid-md-8 MuiGrid2-grid-lg-6 css-1rg88i6\">\n<p>Die Bewohnerinnen und Bewohner der armen Kolonie 5 de Marzo leiden besonders stark unter den <a class=\"internal\" href=\"https:\/\/www.riffreporter.de\/de\/schlagworte\/wassermangel\">Wasserproblemen<\/a>. Doch die Schwierigkeiten mit dem \u201eStoff, der das Leben ausmacht\u201c, wie Margarita Pale sagt, spiegeln sich auch in anderen Vierteln wider. In der Regenzeit werden Stra\u00dfen, Wiesen und ganze Pl\u00e4tze der 220.000-Einwohner-Stadt \u00fcberschwemmt, in den trockenen Monaten kommt in einigen Gegenden kein Wasser aus der Leitung. Dabei z\u00e4hlt das auf einer H\u00f6he von 2200 Meter gelegene San Cristobal zu den feuchtesten Regionen <a class=\"internal\" href=\"https:\/\/www.riffreporter.de\/de\/schlagworte\/mexiko\">Mexikos<\/a>. In den Bergen der Sierra Madre de Chiapas herrscht ein raues, kaltes Klima, h\u00e4ufig regnet es. Warum also leiden trotzdem so viele Familien unter Wassermangel?<\/p>\n<h3>Wasserknappheit und \u00dcberschwemmungen<\/h3>\n<p>\u201eDas liegt vor allem daran, dass alle <a class=\"internal\" href=\"https:\/\/www.riffreporter.de\/de\/international\/mexiko-indigene-duengemittelfabrik-umweltschutz-proman-feuchtgebiete\">Feuchtgebiete zerst\u00f6rt werden<\/a>\u201c, erkl\u00e4rt Pale. Sie spricht von den vielen H\u00e4usern, die illegal auf den Gr\u00fcnfl\u00e4chen gebaut werden und damit die nat\u00fcrlichen Wasserspeicher zerst\u00f6ren. Und sie kritisiert, dass das Coca-Cola-Werk am anderen Ende der Stadt Millionen von Litern des wertvollen Guts aus den Tiefen des Bodens zieht. \u201eDieses Unternehmen und die Immobilienhaie sowie ihre korrupten Unterst\u00fctzer in der Regierung machen das Land kaputt\u201c, erg\u00e4nzt die Aktivistin Pale. Wenn die Feuchtgebiete bebaut werden, bricht das System der Wasserversorgung zusammen: Regnet es viel, kann der Boden das Wasser nicht wie ein Schwamm speichern. Es kommt zu \u00dcberschwemmungen. Zugleich vermischt sich das kostbare Nass mit Abwasser, da die Leitungen h\u00e4ufig marode sind.<\/p>\n<\/div>\n<\/section>\n<figure class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-container MuiGrid2-direction-xs-row no-break-print nonPaywall css-1xjotdf\">\n<div class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-direction-xs-row MuiGrid2-grid-xs-12 MuiGrid2-grid-sm-10 css-229uxa\">\n<div class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-direction-xs-row MuiGrid2-grid-xs-12 MuiGrid2-grid-sm-10 css-229uxa\">\n<div class=\"MuiBox-root css-n2r8a1\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/riff.media\/images\/mexiko-chiapas-feuchtgebiete-wassermangel-ramsar.jpg?w=3600&amp;s=5869ae2028f58197f5663e05c4baf399&amp;n_w=3840&amp;n_q=75\" alt=\"Menschen aus der Kolonie 5 de Marzo im s\u00fcdmexikanischen San Cristobal de las Casas stehen auf einem Gel\u00e4nde, das sie als Feuchtgebiet verteidigen\" data-nimg=\"fill\" \/><\/div>\n<div class=\"MuiBox-root css-1u28huf\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div><figcaption class=\"css-1llmlsj\">Die Bewohner der Kolonie 5 de Marzo im s\u00fcdmexikanischen San Cristobal de las Casas k\u00e4mpfen erfolgreich f\u00fcr den Erhalt ihres Feuchtgebietes.<\/figcaption><\/figure>\n<section class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-container MuiGrid2-direction-xs-row nonPaywall css-lugiu7\">\n<div class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-direction-xs-row MuiGrid2-grid-xs-10 MuiGrid2-grid-sm-10 MuiGrid2-grid-md-8 MuiGrid2-grid-lg-6 css-1rg88i6\">\n<p>\u201eDie Immobilienunternehmer denken nur an sich selbst und nicht an das Wohl der gesamten Bev\u00f6lkerung\u201c, kritisiert Margarita Pale. Gleich neben ihrer Kolonie 5 de Marzo liegt eines der bedrohten Reservoirs, das Humedal de la Monta\u00f1a La Kisst, das Feuchtgebiet des Berges La Kisst. Auch dieses Gel\u00e4nde haben die Investoren im Blick. \u201eAllein 2024 wurde hier 17 Mal Feuer gelegt, um die Voraussetzung daf\u00fcr zu schaffen, dass gebaut werden kann\u201c, sagt die indigene Frau.<\/p>\n<h3>Der Ort, an dem das Wasser geboren wird<\/h3>\n<p>Pale hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, zu verhindern, dass das St\u00fcck Brachland zerst\u00f6rt wird. Deshalb geht die 46-J\u00e4hrige an diesem Vormittag zu dem ein paar Gehminuten entfernten Sumpfgebiet und trifft dort ihre Mitstreiter. Ihr gro\u00dfer wei\u00dfer Hut sch\u00fctzt sie vor der brennenden Bergsonne, einige andere sind mit Schirmen gekommen. Regelm\u00e4\u00dfig verabredet sich die Gruppe auf dem \u00fcber 35 Hektar gro\u00dfen Gel\u00e4nde, um sich \u00fcber aktuelle Entwicklungen auszutauschen und neue Pl\u00e4ne zu schmieden. So auch jetzt. Gemeinsam spazieren die Aktivistinnen und Aktivisten durch die hohen Gr\u00e4ser, vorbei an einem kleinen Bach und einigen B\u00e4umen. Ein paar Jugendliche spielen Fu\u00dfball, einige junge M\u00e4nner sitzen unter einem kleinen Pavillon.<\/p>\n<p>Es ist ein Menschenrecht, in einer gesunden Umwelt zu leben &#8211; Aktivistin Margarita Pale<\/p>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-container MuiGrid2-direction-xs-row nonPaywall css-lugiu7\">\n<div class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-direction-xs-row MuiGrid2-grid-xs-10 MuiGrid2-grid-sm-10 MuiGrid2-grid-md-8 MuiGrid2-grid-lg-6 css-1rg88i6\">\n<p>Der Gruppe geht es um mehr als um den Erhalt eines St\u00fccks Natur in ihrer Nachbarschaft. La Kisst ist in das <a class=\"external ok-link status-200\" href=\"https:\/\/www.ramsar.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ramsar-Abkommen<\/a>, einem internationalen Vertrag zum Schutz von Feuchtgebieten, integriert. Diese globale Dimension hat auch Pale im Blick. Ankn\u00fcpfend an ihre indigene Tradition ist das St\u00fcck Land f\u00fcr sie ein heiliger Platz: \u201eDer Ort, an dem das Wasser geboren wird, und der uns Leben gibt.\u201c Ein Platz, der nicht nur f\u00fcr die Kolonie 5 de Marzo, sondern f\u00fcr ganz San Cristobal, f\u00fcr das Land, f\u00fcr den Planeten und gegen den Klimawandel von Bedeutung sei. \u201eEs ist ein Menschenrecht, in einer gesunden Umwelt zu leben\u201c, betont sie, \u201eund das Wasser geh\u00f6rt allen.\u201c<\/p>\n<\/div>\n<\/section>\n<figure class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-container MuiGrid2-direction-xs-row no-break-print nonPaywall css-1xjotdf\">\n<div class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-direction-xs-row MuiGrid2-grid-xs-12 MuiGrid2-grid-sm-10 css-229uxa\">\n<div class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-direction-xs-row MuiGrid2-grid-xs-12 MuiGrid2-grid-sm-10 css-229uxa\">\n<div class=\"MuiBox-root css-12zrk25\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/riff.media\/images\/cocacola-mexiko-chiapas-spielzeug-wassermangel.jpg?w=3600&amp;s=5ee9edc5b38f924748abcbb1ee172650&amp;n_w=3840&amp;n_q=75\" alt=\"Auf Holzlastwagen f\u00fcr Kinder steht der weltbekannte Coca-Cola-Schriftzug\" data-nimg=\"fill\" \/><\/div>\n<div class=\"MuiBox-root css-1u28huf\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div><figcaption class=\"css-1llmlsj\">Selbst Kinderspielzeug spiegelt die allgegenw\u00e4rtige Pr\u00e4senz von Coca-Cola in Mexiko wider.<\/figcaption><\/figure>\n<section class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-container MuiGrid2-direction-xs-row nonPaywall css-lugiu7\">\n<div class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-direction-xs-row MuiGrid2-grid-xs-10 MuiGrid2-grid-sm-10 MuiGrid2-grid-md-8 MuiGrid2-grid-lg-6 css-1rg88i6\">\n<h3>Gegen Coca-Cola: Teures Wasser aus Plastikflaschen<\/h3>\n<p>Ihr Kampf hatte Erfolg: Die Bewohner des Viertels konnten verhindern, dass La Kisst sowie eine weiteres Feuchtgebiet, Mar\u00eda Eugenia, zugebaut wird. Im Januar vergangenen Jahres fanden ihren Forderungen auch in Mexiko-Stadt Geh\u00f6r. Der damalige Pr\u00e4sident Andr\u00e9s Manuel L\u00f3pez Obrador erlie\u00df ein <a class=\"external broken-link status-0\" href=\"https:\/\/dof.gob.mx\/nota_detalle.php?codigo=5714152&amp;fecha=11%2F01%2F2024#gsc.tab=0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dekret<\/a>, das die beiden Gebiete zu landschaftlichen Schutzgebieten erkl\u00e4rte. Damit ist jeder Versuch der Immobilienhaie, die Wasserspeicher zu bebauen, rechtswidrig.<\/p>\n<p>Im Kampf gegen das Coca-Cola-Werk stehen Margarita Pale und ihre Leute jedoch noch am Anfang. Am anderen Ende der Stadt f\u00e4hrt ein gro\u00dfer, roter Lastzug nach dem anderen aus dem Tor des Gel\u00e4ndes \u2013 beladen mit Zehntausenden von Flaschen des S\u00fc\u00dfgetr\u00e4nks. \u201eDas Unternehmen f\u00f6rdert jeden Tag 1,3 Millionen Liter Wasser aus dem Boden\u201c, erkl\u00e4rt der Anthropologe Edgar Sulca B\u00e1ez von der Universit\u00e4t Cesmeca in Chiapas. Wie Pale und andere Aktivisten fordert er, dass die Firma in San Cristobal dicht gemacht wird. Sie demonstrieren vor dem Werk und schreiben Appelle an die Stadtregierung. Und sie versuchen ihre Mitmenschen davon zu \u00fcberzeugen, die braune Brause nicht mehr zu trinken.<\/p>\n<p>Das Unternehmen zieht jeden Tag 1,3 Millionen Liter Wasser aus dem Boden &#8211; Anthropologe Edgar Sulca B\u00e1ez<\/p>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-container MuiGrid2-direction-xs-row nonPaywall css-lugiu7\">\n<div class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-direction-xs-row MuiGrid2-grid-xs-10 MuiGrid2-grid-sm-10 MuiGrid2-grid-md-8 MuiGrid2-grid-lg-6 css-1rg88i6\">\n<p>Doch trotz des Wassermangels produziert die Firma hier Coca-Cola und auch <a class=\"internal\" href=\"https:\/\/www.riffreporter.de\/de\/schlagworte\/trinkwasser\">Trinkwasser<\/a>, das sie in Plastikflaschen verkauft. Femsa, die mexikanische Betreiberfirma, besitzt eine Konzession, die es ihr erlaubt, j\u00e4hrlich fast eine halbe Milliarde Kubikmeter Wasser zu f\u00f6rdern. Dabei ist San Cristobal nur einer von insgesamt 17 Standorten der Firma in Mexiko. \u201eAls der ehemalige Coca-Cola-Manager Vicente Fox Anfang der 2000er-Jahre Pr\u00e4sident war, hat Femsa sehr viele F\u00f6rdergenehmigungen bekommen\u201c, wei\u00df der Wissenschaftler B\u00e1ez.<\/p>\n<p>Man schaffe Arbeitspl\u00e4tze und f\u00fchre viele Steuern ab, rechtfertigt sich das Unternehmen, das bereits 1977 gegr\u00fcndet wurde und auch die sehr weit verbreitete Ladenkette Oxxo betreibt. Da die Wasserversorgung \u00fcber die Bundesbeh\u00f6rde Conagua geregelt wird, bleibt in der Stadtkasse nicht viel Geld liegen. \u201eCoca-Cola zahlt an die Bundesregierung, nicht an die lokale\u201c, sagt die Soziologin Laura Mebert von der Universit\u00e4t Kettering im US-Bundesstaat Michigan. Ihren Recherchen zufolge zahlt das Unternehmen nur einen Dollar pro 10.000 Liter Wasser.<\/p>\n<\/div>\n<\/section>\n<figure class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-container MuiGrid2-direction-xs-row no-break-print nonPaywall css-1xjotdf\">\n<div class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-direction-xs-row MuiGrid2-grid-xs-12 MuiGrid2-grid-sm-10 css-229uxa\">\n<div class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-direction-xs-row MuiGrid2-grid-xs-12 MuiGrid2-grid-sm-10 css-229uxa\">\n<div class=\"MuiBox-root css-12zrk25\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/riff.media\/images\/mexiko-chiapas-wasser-sancristobal-wassermangel.jpg?w=3600&amp;s=63a4484ecdaa34cecd392e6bd791177e&amp;n_w=3840&amp;n_q=75\" alt=\"Wandmalerei in der Kolonie 5 de Marzo zeigt die Aufschrift: Somos Agua, zu deutsch: Wir sind Wasser. Darunter steht eine zerknautschte Coca-Cola-Flasche\" data-nimg=\"fill\" \/><\/div>\n<div class=\"MuiBox-root css-1u28huf\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div><figcaption class=\"css-1llmlsj\">\u201eWir sind Wasser\u201c &#8211; eine Wandmalerei in der Kolonie 5 de Marzo in San Cristobal de las Casas.<\/figcaption><\/figure>\n<section class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-container MuiGrid2-direction-xs-row nonPaywall css-lugiu7\">\n<div class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-direction-xs-row MuiGrid2-grid-xs-10 MuiGrid2-grid-sm-10 MuiGrid2-grid-md-8 MuiGrid2-grid-lg-6 css-1rg88i6\">\n<h3>Gef\u00e4hrliche braune Brause<\/h3>\n<p>Dass Femsa das Trinkwasser in Plastikflaschen abf\u00fcllt, treibt die Kosten f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung in die H\u00f6he und sorgt f\u00fcr eine weitere <a class=\"internal\" href=\"https:\/\/www.riffreporter.de\/de\/gesellschaft\/coca-cola-untergraebt-plastik-nachhaltigkeitsversprechen-olympische-spiele-paris-2024\">Verschmutzung der Umwelt<\/a>. Zudem hat der massive Konsum von Coca-Cola in Chiapas gravierende Gesundheitsfolgen. Wie in anderen Regionen Mexikos leiden viele Menschen unter <a class=\"internal\" href=\"https:\/\/www.riffreporter.de\/de\/schlagworte\/diabetes\">Diabetes<\/a>, die nicht zuletzt durch das unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfige Trinken der braunen Brause verursacht wird. In religi\u00f6sen Zeremonien in der Kleinstadt San Juan Chamula, unweit von San Cristobal, wird Coca-Cola sogar heilende Kraft zugesprochen.<\/p>\n<p>Zu diesem hohen Konsum hat das Unternehmen durch seine allgegenw\u00e4rtige Pr\u00e4senz einiges beigetragen: Wer durch die D\u00f6rfer von Chiapas f\u00e4hrt, dem begegnet an jeder Ecke eine Werbung f\u00fcr das S\u00fc\u00dfgetr\u00e4nk. Selbst in indigenen Sprachen ist die Werbung mit dem wei\u00dfen Schriftzug auf roter Fl\u00e4che \u00fcberall zu sehen. In Mexiko wird ohnehin mit circa 160 Litern pro Jahr weltweit am meisten Coca-Cola getrunken. Dem staatlichen Nationalen Rat f\u00fcr Wissenschaft und Technologie (Conacyt) zufolge steht der Bundesstaat Chiapas dabei auch noch an der Spitze des Konsums.<\/p>\n<\/div>\n<\/section>\n<figure class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-container MuiGrid2-direction-xs-row no-break-print nonPaywall css-1xjotdf\">\n<div class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-direction-xs-row MuiGrid2-grid-xs-12 MuiGrid2-grid-sm-10 css-229uxa\">\n<div class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-direction-xs-row MuiGrid2-grid-xs-12 MuiGrid2-grid-sm-10 css-229uxa\">\n<div class=\"MuiBox-root css-n2r8a1\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/riff.media\/images\/mexiko-chiapas-wassermangel-feuchtgebiete-naturschutz.jpg?w=3600&amp;s=2e98785b1caf1ae48562956d4abba149&amp;n_w=3840&amp;n_q=75\" alt=\"Umweltaktivist Mart\u00edn L\u00f3pez L\u00f3pez steht vor einem Schild mit der Aufschrift: Qu\u00e9 mundo quieres? Welche Welt willst du?\" data-nimg=\"fill\" \/><\/div>\n<div class=\"MuiBox-root css-1u28huf\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div><figcaption class=\"css-1llmlsj\">\u201eWas f\u00fcr eine Welt willst du?\u201c: Aktivist Mart\u00edn L\u00f3pez L\u00f3pez von der Stadtteilorganisation Somos la Maya k\u00e4mpft in seinem Viertel gegen die Zerst\u00f6rung des nat\u00fcrlichen Wassersystems.<\/figcaption><\/figure>\n<aside class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-container MuiGrid2-direction-xs-row no-print nonPaywall css-1p68d8i\" hidden=\"\">\n<div class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-direction-xs-row MuiGrid2-grid-xs-12 MuiGrid2-grid-sm-10 MuiGrid2-grid-md-8 css-1st5aqe\">\n<div class=\"MuiBox-root css-6l5au9\"><strong>RiffReporter ist ein genossenschaftliches Online-Magazin.<\/strong><br \/>\nAls Zusammenschluss freier Autor\u00efnnen stehen wir f\u00fcr hochwertigen Journalismus und Recherchen mit Leidenschaft zu den relevanten Themen unserer Zeit. RiffReporter geh\u00f6rt Autor\u00efnnen und Unterst\u00fctzer\u00efnnen zusammen.<\/div>\n<\/div>\n<\/aside>\n<section class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-container MuiGrid2-direction-xs-row nonPaywall css-lugiu7\">\n<div class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-direction-xs-row MuiGrid2-grid-xs-10 MuiGrid2-grid-sm-10 MuiGrid2-grid-md-8 MuiGrid2-grid-lg-6 css-1rg88i6\">\n<h3>Mais statt Cola<\/h3>\n<p>\u201eCoca-Cola agiert missbr\u00e4uchlich und manipulativ\u201c, kritisiert der Aktivist Mart\u00edn L\u00f3pez L\u00f3pez. Zugleich stellt er aber klar, dass die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern selbst gro\u00dfe Verantwortung tr\u00fcgen. \u201eMan will uns glauben machen, dass eine Flasche Brause mehr Wert ist als eine Schale eines Maisgetr\u00e4nks\u201c, erkl\u00e4rt der 61-J\u00e4hrige, \u201eaber wir m\u00fcssen uns dem einfach verweigern und d\u00fcrfen uns nicht von ihnen hinters Licht f\u00fchren lassen.\u201c L\u00f3pez beteiligt sich am Widerstand gegen Femsa, setzt sich aber in erster Linie daf\u00fcr ein, in seinem pers\u00f6nlichen Umfeld Impulse f\u00fcr einen Wandel zu setzen.<\/p>\n<\/div>\n<\/section>\n<figure class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-container MuiGrid2-direction-xs-row no-break-print nonPaywall css-1xjotdf\">\n<div class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-direction-xs-row MuiGrid2-grid-xs-12 MuiGrid2-grid-sm-10 css-229uxa\">\n<div class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-direction-xs-row MuiGrid2-grid-xs-12 MuiGrid2-grid-sm-10 css-229uxa\">\n<div class=\"MuiBox-root css-n2r8a1\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/riff.media\/images\/mexiko-chiapas-naturschutz-wasser-stadtteil.jpg?w=3600&amp;s=b714e6400f312f8a009d158c4df91357&amp;n_w=3840&amp;n_q=75\" alt=\"Auf einer Plakatwand h\u00e4ngen Parolen gegen den Klimawandel und f\u00fcr die Verteidigung der nat\u00fcrlichen Wasserversorgung.\" data-nimg=\"fill\" \/><\/div>\n<div class=\"MuiBox-root css-1u28huf\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div><figcaption class=\"css-1llmlsj\">Somos la Maya: Im Stadtteilzentrum des Viertels La Maya im s\u00fcdmexikanischen San Cristobal de las Casas.<\/figcaption><\/figure>\n<section class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-container MuiGrid2-direction-xs-row nonPaywall css-lugiu7\">\n<div class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-direction-xs-row MuiGrid2-grid-xs-10 MuiGrid2-grid-sm-10 MuiGrid2-grid-md-8 MuiGrid2-grid-lg-6 css-1rg88i6\">\n<p>Wie f\u00fcr Margarita Pale steht f\u00fcr ihn der Schutz des Wassers in seinem Viertel im Vordergrund. Er lebt in der Colonia Maya, nur wenige Stra\u00dfe von der 5 de Marzo entfernt. An diesem Nachmittag trifft er sich mit seinen Mitstreitern von der Gruppe <a class=\"external ok-link status-200\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/unsupportedbrowser\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Somos la Maya<\/em><\/a> (\u201eWir sind la Maya\u201c) in einem von den Anwohnerinnen und Anwohnern aus <a class=\"internal\" href=\"https:\/\/www.riffreporter.de\/de\/international\/nachhaltige-architektur-lehmbau-renaissance-mexiko\">Holz und Lehm errichteten<\/a> Nachbarschaftsheim. \u201eWas f\u00fcr eine Welt willst du?\u201c, fragt ein Schild neben dem Eingang. Im Versammlungssaal h\u00e4ngen Pappschilder, die an Aktivit\u00e4ten der Gruppe erinnern: \u201eIch verteidige das Feuchtgebiet\u201c und \u201eSchluss mit der Auspl\u00fcnderung der Mutter Erde!\u201c<\/p>\n<p>&#8220;Was f\u00fcr eine Welt willst du?&#8221;<\/p>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-container MuiGrid2-direction-xs-row nonPaywall css-lugiu7\">\n<div class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-direction-xs-row MuiGrid2-grid-xs-10 MuiGrid2-grid-sm-10 MuiGrid2-grid-md-8 MuiGrid2-grid-lg-6 css-1rg88i6\">\n<h3>Ein Naturreservat f\u00fcr die Anwohner<\/h3>\n<p>Gleich hinter dem Geb\u00e4ude haben L\u00f3pez und seine Leute an einem H\u00fcgel ein kleines Naturreservat f\u00fcr die Nachbarschaft geschaffen. Auf einem \u201ebiokulturellen Rundweg\u201c k\u00f6nnen sich die Anwohner \u00fcber die verschiedenen B\u00e4ume und B\u00fcsche informieren. Urspr\u00fcnglich sollte auch dieses St\u00fcck Land bebaut werden, aber <em>Somos la Maya<\/em> konnte das durch ihre Initiativen stoppen und so ein weiteres Desaster verhindern. Bereits vor neun Jahren wurde ein Teil des Viertels \u00fcberschwemmt, weil der Boden das Regenwasser nicht mehr aufnehmen konnte, nachdem dort ein Bauunternehmer viele B\u00e4ume f\u00e4llen lie\u00df, um auf dem Grundst\u00fcck Geb\u00e4ude zu errichten.<\/p>\n<\/div>\n<\/section>\n<figure class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-container MuiGrid2-direction-xs-row no-break-print nonPaywall css-1xjotdf\">\n<div class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-direction-xs-row MuiGrid2-grid-xs-10 MuiGrid2-grid-sm-10 MuiGrid2-grid-md-8 MuiGrid2-grid-lg-6 css-wsdo6l\">\n<div class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-direction-xs-row MuiGrid2-grid-xs-10 MuiGrid2-grid-sm-10 MuiGrid2-grid-md-8 MuiGrid2-grid-lg-6 css-wsdo6l\">\n<div class=\"MuiBox-root css-1loxz2j\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/riff.media\/images\/mexiko-chiapas-naturschutz-feuchtgebiete-wasser.jpg?w=3600&amp;s=70e5ce947a16001ad80f6b162c9e915b&amp;n_w=3840&amp;n_q=75\" alt=\"Zwei M\u00e4nner stehen vor einem Wandbild in einem Stadtteilzentrum im s\u00fcdmexikanischen San Cristobal de las Casas.\" data-nimg=\"fill\" \/><\/div>\n<div class=\"MuiBox-root css-1u28huf\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div><figcaption class=\"css-1llmlsj\">Aktiv f\u00fcr Klimaschutz: Juan Hern\u00e1ndez (l) und Mart\u00edn L\u00f3pez L\u00f3pez \u00ae in ihrem Stadtteilzentrum in dem Viertel la Maya in der s\u00fcdmexikanischen Stadt San Cristobal de las Casas.<\/figcaption><\/figure>\n<aside class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-container MuiGrid2-direction-xs-row no-print nonPaywall css-1fdg29f\" hidden=\"\">\n<div class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-direction-xs-row MuiGrid2-grid-xs-10 MuiGrid2-grid-sm-6 css-1mv3dw9\">\n<p class=\"MuiTypography-root MuiTypography-h4 css-13tu9p4\">Unabh\u00e4ngig und nahbar \u2013 mit dem Riff-Newsletter die Zukunft besser verstehen<\/p>\n<p class=\"MuiTypography-root MuiTypography-subtitle1 css-rb6pov\">Die Welt wandelt sich rasant \u2013 doch die RiffReporter helfen Ihnen stets, den \u00dcberblick zu behalten. F\u00fcr sich und Ihre Vertrauten.<\/p>\n<div class=\"MuiInputBase-root MuiInputBase-colorPrimary css-v7x85e\"><\/div>\n<p class=\"MuiTypography-root MuiTypography-body1 css-1aiq3w6\">\n<\/div>\n<\/aside>\n<section class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-container MuiGrid2-direction-xs-row nonPaywall css-lugiu7\">\n<div class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-direction-xs-row MuiGrid2-grid-xs-10 MuiGrid2-grid-sm-10 MuiGrid2-grid-md-8 MuiGrid2-grid-lg-6 css-1rg88i6\">\n<p>\u201eDie Stauwand ist gebrochen, weil das Wasser nicht mehr abflie\u00dfen konnte\u201c, erkl\u00e4rt Aktivistin Elisabeth del Carmen. Obwohl es sich um ein landschaftliches Schutzgebiet gehandelt habe, sei gebaut worden. \u201eDer Unternehmer hat einfach eine Strafe gezahlt und dann weitergemacht\u201c, sagt sie und schimpft auf die korrupten Beh\u00f6rden. Dennoch war <em>Somos la Maya<\/em> letztlich erfolgreich: Die Gruppe konnte den Bau stoppen. Nun haben die Aktivisten einen Wassergraben gezogen, um weitere \u00dcberschwemmungen zu verhindern. \u201eAber der Herr hat viel Macht in der Regierung und wird versuchen, eine Nutzungs\u00e4nderung f\u00fcr das Land durchzusetzen\u201c, erg\u00e4nzt L\u00f3pez L\u00f3pez. \u201eWir m\u00fcssen also aufmerksam bleiben.\u201c<\/p>\n<\/div>\n<\/section>\n<figure class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-container MuiGrid2-direction-xs-row no-break-print nonPaywall css-1xjotdf\">\n<div class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-direction-xs-row MuiGrid2-grid-xs-12 MuiGrid2-grid-sm-10 css-229uxa\">\n<div class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-direction-xs-row MuiGrid2-grid-xs-12 MuiGrid2-grid-sm-10 css-229uxa\">\n<div class=\"MuiBox-root css-12zrk25\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/riff.media\/images\/mexiko-chiapas-selbstversorgung-wasser-klimawandel.jpg?w=3600&amp;s=db2ce12f4a87cb11c3f8415eba264747&amp;n_w=3840&amp;n_q=75\" alt=\"Eine Gruppe von Frauen steht im Schatten\" data-nimg=\"fill\" \/><\/div>\n<div class=\"MuiBox-root css-1u28huf\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div><figcaption class=\"css-1llmlsj\">Anwohnerinnen in der s\u00fcdmexikanischen Stadt San Cristobal organisieren sich: Gem\u00fcseanbau in der Kolonie 5 de Marzo.<\/figcaption><\/figure>\n<section class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-container MuiGrid2-direction-xs-row nonPaywall css-lugiu7\">\n<div class=\"MuiGrid2-root MuiGrid2-direction-xs-row MuiGrid2-grid-xs-10 MuiGrid2-grid-sm-10 MuiGrid2-grid-md-8 MuiGrid2-grid-lg-6 css-1rg88i6\">\n<p>Dass das Recht gebeugt wird, erlebt auch Margarita Pale. Ihr Treffen ist mittlerweile vorbei. Nach einem kurzen Besuch des Gem\u00fcsegartens, den die Bewohner in ihrem Viertel angelegt haben, muss sie wieder nach Hause. Auch dort gibt es wie immer viel zu tun. Nicht nur, weil sie den Haushalt f\u00fcr ihren Mann und die vier Kinder organisieren muss. Denn kaum ist sie angekommen, klingelt schon wieder das Handy. Schlie\u00dflich sitzt die 46-J\u00e4hrige auch in der \u201eMesa Directiva\u201c, einer Art Gemeinderat des Viertels, der Feste organisiert, Gelder verwaltet und gelegentlich auch Streitigkeiten in der Kolonie 5 de Marzo schlichtet.<\/p>\n<p>Aber trotz der vielen Aufgaben ist sie zufrieden, schlie\u00dflich hat ihr Einsatz f\u00fcr La Kisst dazu gef\u00fchrt, dass dort nicht gebaut werden kann und Ex-Pr\u00e4sident L\u00f3pez Obrador das Dekret zum Schutz des Feuchtgebiets erlassen hat. Dennoch ist sie immer auf der Hut. \u201eDie bundesstaatliche und die st\u00e4dtische Regierung scheren sich nicht darum\u201c, sagt sie. Ausruhen kann sie sich auf ihren Erfolgen also nicht. Und das will sie auch nicht.<\/p>\n<p><em>Dieser Beitrag wurde gef\u00f6rdert durch den Riff-Qualit\u00e4tsfonds f\u00fcr freien Journalismus der RiffReporter eG.<\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/section>\n","protected":false},"author":95,"featured_media":122208,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_links_to":"","_links_to_target":""},"tags":[],"kategorie":[],"class_list":["post-122207","arbeitsprobe","type-arbeitsprobe","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/arbeitsprobe\/122207","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/arbeitsprobe"}],"about":[{"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/arbeitsprobe"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/95"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/122208"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=122207"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=122207"},{"taxonomy":"kategorie","embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kategorie?post=122207"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}