{"id":122452,"date":"2025-03-16T12:36:12","date_gmt":"2025-03-16T11:36:12","guid":{"rendered":"https:\/\/weltreporter.net\/?post_type=arbeitsprobe&#038;p=122452"},"modified":"2025-03-16T17:21:14","modified_gmt":"2025-03-16T16:21:14","slug":"indonesien-nach-der-pandemie-zurueckhaltung-bei-den-europaeern","status":"publish","type":"arbeitsprobe","link":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/arbeitsprobe\/indonesien-nach-der-pandemie-zurueckhaltung-bei-den-europaeern\/","title":{"rendered":"Indonesien nach der Pandemie: Zur\u00fcckhaltung bei den Europ\u00e4ern"},"content":{"rendered":"<div>Seit zwei Monaten sitzt Made Ardita wieder im Leihwagen seines Cousins an der Jalan Danau Tamblingan und wartet auf Kundschaft. Die meisten L\u00e4den und Caf\u00e9s entlang der Hauptstra\u00dfe im balinesischen Strandort Sanur sind ge\u00f6ffnet, Touristen sind jedoch nur vereinzelt zu sehen. Hier und da h\u00e4ngt ein \u201eZu-Verkaufen\u201c-Schild am Zaun. \u201eEs ist noch nicht so viel los wie fr\u00fcher, aber immerhin sind wieder G\u00e4ste da\u201c, sagt der Chauffeur und Touristenf\u00fchrer. \u201eVor allem der einheimische Tourismus hat stark zugenommen. Aber auch viele Australier kommen jetzt wieder nach Bali.\u201c<\/div>\n<div>\n<p>Fast zwei Jahre lang hatte die indonesische Regierung aufgrund der Corona-Pandemie die Grenzen weitestgehend geschlossen. Laut Statistikamt sind<br \/>\n2021 offiziell lediglich 51 ausl\u00e4ndische Touristen eingereist. Nach einer kurzen Teil\u00f6ffnung im vergangenen Oktober wurde wegen der Omega-Welle noch vor den Weihnachtsferien ein neuer Lockdown verordnet. Aufgrund der Corona-Beschr\u00e4nkungen durften Nicht-Indonesier nur einreisen, wenn sie eine<br \/>\ng\u00fcltige Aufenthaltsgenehmigung hatten oder ein Gesch\u00e4ftsvisum beantragten. Dazu kamen lange Quarant\u00e4ne-Zeiten, die man in vorgeschriebenen Hotels absitzen musste.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Insel Bali, auf der rund zwei Drittel der Bev\u00f6lkerung vom Tourismus leben, ein harter Schlag. F\u00fcr Made Ardita und seine Frau, die vor Corona im Spa eines Hotels gearbeitet hatte, bedeutete dies den Wegfall des kompletten Einkommens. Sie wohnen im eigenen Haus, aber um Lebensmittel und das Schuldgeld f\u00fcr ihre beiden Kinder zu bezahlen, mussten sie Hilfe von Verwandten erbitten und zwei Mopeds verkaufen, die sie zuvor an Touristen vermietet hatten. Hilfe von der Regierung gab es alle acht Wochen in Form von Lebensmittelpaketen &#8211; und durch eine Steuerbefreiung. \u201eAber was h\u00e4tten wir ohne Verdienst auch zahlen sollen?\u201c, fragt der 59-J\u00e4hrige.<\/p>\n<p><em>Schrittweise \u00d6ffnung<\/em> Seit M\u00e4rz hat die Regierung in Jakarta die Grenzen des Landes schrittweise ge\u00f6ffnet. Seit Juni d\u00fcrfen Staatsb\u00fcrger von 72 L\u00e4ndern wieder mit einem Besuchervisum einreisen, das bei Ankunft ausgestellt wird. Die Quarant\u00e4ne-Pflicht f\u00e4llt weg, f\u00fcr Geimpfte ist kein PCR-Test mehr notwendig. Tourismusminister Sandiaga Uno k\u00fcndigte an, dass er in diesem Jahr mit 3,6 Millionen Besuchern aus \u00dcbersee rechnet. Zum Vergleich: Im Vor-Corona-Jahr 2019 reisten allein nach Bali rund 6,3 Millionen Touristen.<\/p>\n<p>Um das Interesse erneut anzukurbeln, plant der unternehmerisch erfahrene Minister ein \u201eWorkcation\u201c-Visum f\u00fcr digitale Nomaden, mit dem man bis zu f\u00fcnf Jahre steuerfrei von Indonesien aus arbeiten k\u00f6nnen soll. Auch will er einen st\u00e4rkeren Fokus auf \u00f6kologischen Tourismus und spirituelle Retreats legen, um G\u00e4ste anzulocken, die l\u00e4nger bleiben wollen und bereit sind, mehr Geld auszugeben.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich die K\u00fcstenorte auf Bali sowie die vorgelagerten Gili-Inseln allm\u00e4hlich wieder mit Surfern, Tauchern, Yogis und Party-Willigen f\u00fcllen, bleibt es im Hinterland und auf der Nachbarinsel Lombok noch weitgehend ruhig. \u201eImmerhin schreiben wir nach fast einem Jahr Pause keine roten Zahlen mehr\u201c, sagt Sakinah Christine Nauderer, die seit 25 Jahren in Lomboks Touristenzentrum Senggigi ein Restaurant betreibt. Seit kurzem hat das \u201eAsmara\u201c wieder ge\u00f6ffnet, wenn auch mit einer kleineren Karte und deutlich weniger Personal als zuvor. Gro\u00dfe Sorgen bereiten der 63-j\u00e4hrigen Gastronomin allerdings die steigenden Energie- und Transportkosten infolge des Ukrainekriegs. \u201eUnsere G\u00e4ste kamen bisher vor allem aus Europa. Aber die Fl\u00fcge sind momentan sehr teuer, noch dazu werden viele gecancelt, das schreckt ab\u201c, sagt Nauderer. \u201eEs wird noch eine ganze Weile dauern, bis sich der Tourismus hier erholt hat. Wir hoffen auf die n\u00e4chste Saison.\u201c<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":122676,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_links_to":"","_links_to_target":""},"tags":[],"kategorie":[],"class_list":["post-122452","arbeitsprobe","type-arbeitsprobe","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/arbeitsprobe\/122452","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/arbeitsprobe"}],"about":[{"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/arbeitsprobe"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/13"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/122676"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=122452"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=122452"},{"taxonomy":"kategorie","embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kategorie?post=122452"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}