{"id":126438,"date":"2026-03-04T21:53:21","date_gmt":"2026-03-04T20:53:21","guid":{"rendered":"https:\/\/weltreporter.net\/?post_type=arbeitsprobe&#038;p=126438"},"modified":"2026-03-04T21:53:21","modified_gmt":"2026-03-04T20:53:21","slug":"los-angeles-ein-kinderbuch-ueber-den-holocaust-inspiriert-handeln-in-der-gegenwart","status":"publish","type":"arbeitsprobe","link":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/arbeitsprobe\/los-angeles-ein-kinderbuch-ueber-den-holocaust-inspiriert-handeln-in-der-gegenwart\/","title":{"rendered":"Los Angeles: Ein Kinderbuch \u00fcber den Holocaust inspiriert Handeln in der Gegenwart"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ein Kinderbuch \u00fcber den Holocaust? Das geht nicht. Diese Antwort bekam Illustratorin und Autorin Stephanie Lunkewitz viele Male, bevor sie einen Verlag f\u00fcr ihr Buch fand. \u201eIch war Eva Diamant\u201c hei\u00dft es, und Eva Szepesi ist die Ko-Autorin. Szepesi \u00fcberlebte das Konzentrationslager Auschwitz. Sie sprach 2024 vor dem Bundestag die eindr\u00fccklichen Worte \u201eNie wieder ist jetzt\u201c. Diese Worte resonieren auch in Los Angeles, wo Stephanie Lunkewitz gerade ihr Buch vorstellte. <\/strong><\/p>\n<p>Die 13 Jahre alte Dalia Kienapfel liest im Theater des Wende Museums von Los Angeles aus der \u00dcbersetzung von \u201eIch war Eva Diamant\u201c. Von den Kinderjahren des M\u00e4dchens in Budapest. Mit Eltern, Bruder und Gro\u00dfeltern. Kaninchen, G\u00e4nsen, Aprikosenb\u00e4umen und Schabbat-Feiern. Vom gelben Stern am blauen Mantel. Den Abschieden von Vater und Mutter. Drei Tagen und N\u00e4chten im Viehwagen. Der Angst und dem Hunger in Auschwitz, der Befreiung durch die russische Armee.<\/p>\n<p>Stephanie Lunkewitz hat die Geschichte mit der Holocaust-\u00dcberlebenden Eva Szepesi aufgeschrieben und Illustrationen dazu geschaffen. F\u00fcr ein Kinderbuch. Keine einfache Aufgabe, sagt die Autorin. Ihre Zeichnungen und Gouachen basieren fast vollkommen auf Erinnerungen. Acht Jahre hat sie an dem Buch gearbeitet. Stundenlang mit Zeitzeuginnen und -zeugen zusammen gesessen.&#8221;Das zu malen hat mich nat\u00fcrlich sehr ber\u00fchrt. Auch diese Abschiedsszene am Bahnhof. Heute wei\u00df sie, dass das der letzte Moment war, wo sie ihre Mutter umarmt hat. Ich bin selbst Mutter und das zu malen, da sind mir die Tr\u00e4nen geflossen.&#8221;<\/p>\n<p>Mary Bauer ist 98, wurde wie Eva Szepesi in Budapest geboren. Auch sie hat das Vernichtungslager Auschwitz \u00fcberlebt. Mary Bauer bezeichnet Stephanie Lunkewitzs Kinderbuch als ein unsch\u00e4tzbares Geschenk gegen Diskriminierung und das Vergessen. Sie selbst spricht nicht mehr vor jungen Kindern. Ihre ungefilterten Erz\u00e4hlungen erschrecken die. Mary Bauer ist das Kinderbuch auch deshalb wichtig, weil sie sich wegen des gegenw\u00e4rtigen Antisemitismus und der Vorurteile gegen\u00fcber Nicht-Wei\u00dfen Menschen in den USA sorgt.<\/p>\n<p>Die Sch\u00fclerin Dalia Kienapfel wusste vom Holocaust, bevor Stephanie Lunkewitz vor ihrer Klasse aus dem \u00a0\u00a0\u00a0Buch las. Manche ihrer Mitsch\u00fclerinnen und Mitsch\u00fcler nicht. Es ber\u00fchrt sie besonders, dass es eine wahre Geschichte ist. &#8220;Es ist etwas, das ein Mensch wirklich durchgemacht hat und das ist wirklich traurig. Ich hoffe, dass so etwas nie wieder passiert. Besonders jetzt, wo viele Menschen abgeschoben werden, und solche Sachen passieren. Wir sollten mehr \u00fcber unser Handeln nachdenken.&#8221;<\/p>\n<p>Die aktuelle Situation ist auch der Anlass f\u00fcr die Veranstaltung in Los Angeles, sagt Mitorganisatorin Anne-Christine Witzgall in ihrer Einf\u00fchrungsrede. \u201eNie wieder ist Jetzt\u201c \u2013 das ist heute schmerzlich aktuell. Antisemitismus, Intoleranz und Hass werden oft verharmlost. Stephanie Lunkewitz und Mary Bauer erinnern uns daran, was passiert, wenn Hass unwidersprochen bleibt. Warum es nicht nur darum geht, sich zu erinnern, sondern auch darum, wie wir in der Gegenwart reagieren und die Zukunft gestalten.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Autorin von \u201eIch war Eva Diamant\u201c, Stephanie Lunkewitz, ist es zur Mission geworden, die Geschichte der \u00dcberlebenden zu erz\u00e4hlen. Auf Deutsch und auf Englisch.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":50,"featured_media":126439,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_links_to":"","_links_to_target":""},"tags":[],"kategorie":[],"class_list":["post-126438","arbeitsprobe","type-arbeitsprobe","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/arbeitsprobe\/126438","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/arbeitsprobe"}],"about":[{"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/arbeitsprobe"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/50"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/126439"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=126438"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=126438"},{"taxonomy":"kategorie","embeddable":true,"href":"https:\/\/weltreporter.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kategorie?post=126438"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}