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20 Jahre Weltreporter

 

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20 Geschichten aus 20 Jahren

 
Bettina Rühl

2023: Mali nach den Militärputschen: "Eure Demokratie wollen wir nicht"

Westliche Staaten und die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS fordern von der militärischen Übergangsregierung eine möglichst schnelle „Rückkehr zur Demokratie“. Dagegen fragen viele Malierinnen und Malier: zu welcher „Demokratie“ zurückkehren? Artikel lesen

 
Theresa Breuer

2022: Unter dem Schleier verloren: So ergeht es Frauen in Afghanistan heute

Vor einem Jahr gelang es unserer Autorin und ihrem Team ein privates Evakuierungsflugzeug für Afghanistan zu organisieren. Seither hat sich das Land stark verändert – vor allem für Frauen. Artikel lesen

 
Sarah Mersch

2021: Ein 60 Jahre ungesühnter Mord

1961 wurde in Frankfurt am Main mit Salah Ben Youssef der schärfste Kritiker des damaligen tunesischen Präsidenten Bourguiba erschossen. Doch Weltreporterin Sarah Mersch merkt bei ihrer Recherche zum 60. Todestag des Politikers schnell: Die Aufklärung des Verbrechens stockt bis heute, sowohl in Tunesien als auch in Deutschland. Der politische Wille, daran etwas zu ändern, ist bis heute gering. Artikel lesen

 
Arndt Peltner

2020: Mein Freund im Todestrakt

Vor fast 30 Jahren trifft der junge deutsche Reporter Arndt auf Reno, einen zum Tode verurteilten Häftling in San Quentin. Außerhalb der Gefängnismauern wären sich beide wohl niemals begegnet. Die Geschichte einer ungleichen Freundschaft. Artikel lesen

 
Agnes Fazekas

2019: Zwischen den Stühlen

Mit einem Nationalitätengesetz hat sich Israel zu einem jüdischen Staat erklärt – und Ftian Ibrahim das Leben schwergemacht. Der Druse stammt aus einem ­arabischen Dorf und lebt in Tel Aviv – und in beiden Welten fühlt er sich immer fremder. Artikel lesen

 
Wolf-Dieter Vogel

2018: Wie internationaler Waffenhandel in Mexiko tötet

Die deutsche Rüstungsfirma Heckler&Koch lieferte illegal tausende von Sturmgewehren nach Mexiko. Zwei Mitarbeiter wurden deshalb zu Bewährungsstrafen verurteilt, die Waffenschmiede musste mehr als drei Millionen Euro an den Staat zahlen. Weltreporter Wolf-Dieter Vogel recherchierte vor Ort, was die G36-Gewehre alles anrichteten. Polizisten und Kriminelle schossen mit den Waffen, als sie in der Nacht von 26. auf den 27. September 2014 in der südmexikanischen Stadt Iguala 43 Studenten verschleppten und sechs Menschen töteten. Von den Verschwundenen fehlt bis heute fast jede Spur. Nicht zuletzt diese Recherchen sorgten dafür, dass sich das Unternehmen vor Gericht verantworten musste. Artikel lesen

 
Nicola de Paoli

2017: Das Reich der Feen - die Hebrideninsel Skye

Die schottische Insel Skye ist mehr als nur ein mythenumringtes Sehnsuchtsziel. Weltreporterin Nicola de Paoli ist von der Insel vor allem fasziniert, weil sie Teil des gälischen Kulturraums ist, der sich entlang des Atlantik erstreckt. Artikel lesen

 
 
Leonie March

2015: Offene Wunden - drei Jahre nach dem Massaker von Marikana in Südafrika

Das "Massaker von Marikana" gehört zu den dunkelsten Kapiteln der südafrikanischen Demokratie. Im August 2012 endete ein Bergarbeiterstreik in Südafrika tödlich. Der Polizeieinsatz erinnerte viele Bürger*innen an die Apartheid. Doch das "Massaker von Marikana" hatte kaum Konsequenzen, berichtete Weltreporterin Leonie March drei Jahre später nach einer Recherche vor Ort. Bis heute bleibt es eine offene Wunde. An den Lohn- und Lebensverhältnissen der Bergleute hat sich kaum etwas geändert, die Verantwortlichen wurden nicht verurteilt und etliche Angehörige warten weiterhin auf Entschädigung. Artikel lesen

 
Christina Schott

2014: Wie gestern und fast vergessen

2004 wütete ein Tsunami in Indonesien. Nirgends war die Katastrophe verheerender als in der Provinz Aceh. Wie findet man nach so einer Katastrophe wieder ins Leben? Weltreporterin Christina Schott hat die Region zehn Jahre später besucht. Artikel lesen

 
Danja Antonović

2013: Lullen, ich und meine Wohnung in Belgrad

2013 lud Weltreporterin Danja Antonovic eine befreundete Fotografin in ihre Belgrader Wohnung, zum Übernachten nach einer gemeinsamen Recherche. Daraus entstand eine Reportage für das Magazin The Weekender, die unsere Kollegin noch heute zu ihren liebsten und persönlichsten zählt. Artikel lesen

 
Kerstin Zilm

2012: Auf dem Sunset Boulevard zu Surfern, Stars und schrägen Typen

Es ist die berühmteste Straße in Los Angeles: der Sunset Boulevard. Rund 40 Kilometer schlängelt er sich vom Pazifik vorbei an Villen, Werbetafeln, Obdachlosen, Nachfahren der ersten Siedler bis tief in den gentrifizierten Osten der Innenstadt. Die Fahrt ist eine Reise durch Zeit und Kulturen der Metropole an der US Westküste. Kalifornien-Weltreporterin Kerstin Zilm hat 2012 Menschen entlang der Strecke interviewt, Orte neu entdeckt und vom Meeresrauschen bis zu Mariachi Musik zahllose Töne aufgenommen. Zwölf Jahre später ist der Sunset Boulevard für sie noch genauso faszinierend wie damals. Artikel lesen

 
Julica Jungehülsing

2011: Hochwasser: Panik ist unaustralianisch

2011 erlebte Australien-Korrespondentin Julica Jungehülsing in Brisbane die erste große Flut des Jahrtausends. Die Millionenstadt Brisbane “Land unter” zu sehen war drastisch. Beeindruckt hat die Reporterin damals - außer den gigantischen Wassermassen - vor allem die Resilienz, die Widerstandskraft der Queenslander. Inzwischen hat Julica Jungehülsing diverse schwere Überschwemmungen miterlebt, ist in ihrer Nachbarschaft selbst durch Fluten gewatet. Die Zähigkeit gepaart mit Zuversicht der Australierinnen während Naturkatastrophen inspiriert sie immer noch. Artikel lesen

 
Marc Engelhardt

2010: Deutsches Debakel in Somalia

Unter strenger Geheimhaltung finanzierte Deutschland 2010 die Ausbildung von fast 1000 somalischen Polizisten in Äthiopien. Doch dann verschwanden die Polizisten spurlos. Ein Debakel, denn mitten im somalischen Krieg stellte sich die Frage: Hat Äthiopien womöglich mit deutschem Geld anstelle von Polizisten paramilitärische Truppen ausgebildet? Marc Engelhardt ist dem Fall nachgegangen. Artikel lesen

 
Kilian Kirchgeßner

2009: Der Schrei: Wie die Prager Botschaftsflüchtlinge von ihrer Ausreise erfuhren

Im Sommer 1989 campierten erst Hunderte, dann Tausende DDR-Flüchtlinge in und um die westdeutsche Botschaft in Prag, in der Hoffnung aus der DDR aus- und in die Bundesrepublik einreisen zu können. Am 30. September 1989 verkündete der damalige westdeutsche Außenminister Hans-Dietrich Genscher vom Balkon der Botschaft dann unter großem Jubel die Genehmigung der Ausreisen. Wenige Wochen später fiel die Mauer. Zum zwanzigsten Jahrestag der Balkonrede hat Weltreporter Kilian Kirchgeßner die Botschaft in Prag erneut besucht - und einen Mann getroffen, der die große Weltgeschichte um ein Haar verpasst hat. Artikel lesen

 
Karen Naundorf

2008: Reise nach Metropolis

Jahrzehntelang galt Fritz Langs Monumentalfilm Metropolis als unvollständig: Über ein Viertel galt als verloren. Bis im Archiv eines Museums in Buenos Aires ein Expertenteam die verschollenen Szenen des Filmmythos entdeckte. Das Problem: Niemand glaubte den beiden. Sie wandten sich an unsere Südamerika-Korrespondentin Karen Naundorf, die die Wiederentdeckung begleitete und exklusiv über die Weltsensation berichtete. Artikel lesen

 
Britta Petersen

2007: Aus der Hütte ins Hochhaus

Der größte Slum Asiens liegt im Zentrum der indischen Wirtschaftsmetropole Mumbai. Mit dem Geld privater Investoren soll es in eine moderne Siedlung verwandelt werden – mit kostenlosen Wohnungen für die Armen. Britta Petersen hat über das Projekt für die Zeit berichtet. Artikel lesen

 
Silvia Feist

2006: In die Seele leuchten

2006 hat Silvi Feist den US-amerikanischen Fotografen Gregory Crewdson in Pittsfield/ Massachusetts für DIE ZEIT getroffen. Crewdson, der als Chronist der Entfremdung und Neurosen in den Vorstädten des ländlichen Amerikas gilt, arbeitete dort an seiner Foto-Serie „Beneath the Roses“. Fast 20 Jahre später stehen die USA vor einem Schicksalswahljahr. „Crewdsons Bilder haben für mich auch von Sprachlosigkeit und Vereinzelung erzählt“, sagt Silvi Feist, „heute wirken sie auf mich, als hätte er schon damals darin die Verlorenheit und lähmende Überforderung unserer Zeit eingefangen.“ Dabei hat Crewdson betont, er verstehe seine Bilder nicht als Sittengemälde einer untergehenden Gesellschaft, sondern als Blick in seine eigenen unausgelebten Seelenzustände – im Rückblick betrachtet: Was für gigantische Selfies! Artikel lesen

 
Kerstin Schweighöfer

2005: Das Ende der Toleranzgesellschaft: Die Niederlande im Umbruch

Dieser Mord hat die Niederlande in eine tiefe Krise gestürzt. Und doch erinnert 2005 nichts mehr an dieses Verbrechen vom 2. November 2004 in der Linnäusstraat von Amsterdam, das den Gesetzen eines archaischen Racherituals folgte – mit Todeschüssen, aufgeschlitzter Kehle und einem islamistischen Brandbrief. Das Opfer: Theo van Gogh. Künstler. Regisseur. Provokateur. Seine verletzenden, oft schockierenden Verbalattacken richteten sich gegen Politiker und Kirchenleute gleichermaßen. Und immer öfter: gegen Muslime. Gemeinsam mit der aus Somalia stammenden niederländischen Abgeordneten Ayaan Hirsi Ali hatte er in einem Film die Unterdrückung der Frauen in der islamischen Welt angeprangert und damit eine erregte Debatte ausgelöst. Der Täter: Mohamed B., 26 Jahre alt. In Amsterdam geboren und zur Schule gegangen. Mitarbeiter einer Stadtteilzeitung. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001, die auch in den Niederlanden zu heftigen Anfeindungen von Muslimen führten, entwickelte Mohamed B. immer radikalere Ideen. Der Mord an dem rechtspopulistischen Politiker Pim Fortuyn mag ihm als Vorbild gedient haben: Fortuyn war mit derben Sprüchen gegen Multikulturalismus und Toleranz zu Felde gezogen und im Mai 2002 von einem Niederländer ermordet worden. Die Stimmung ist umgeschlagen. Von Multikulti will niemand mehr etwas wissen. Nicht in den bürgerlichen Stadtvierteln der Einheimischen. Und nicht in den sogenannten schwarzen Vierteln, wo die Zuwanderer längst in der Mehrheit sind. Kerstin Schweighofer ist durch das Land gereist. Artikel lesen

 
Alois Berger

2004: Die Affäre Dutroux: Einzeltäter oder Kinderschänderring?

"Wenn das Ergebnis gut ist, dann sieht der Bürger, dass die Justiz wenigstens ein bisschen funktioniert. Wenn es ein schlechtes Urteil gibt, dann bestätigt das alles, was wir schon vorher wussten. Ich erwarte, dass alle vier Angeklagten bestraft werden, nur das. Alle Vier sollen verurteilt werden. Ich habe keine Zweifel, dass sie schuldig sind." Artikel lesen

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