Wir berichten aus mehr als 160 Ländern –
aktuell, kontinuierlich und mit fundiertem Hintergrundwissen.

20 Jahre Weltreporter

Seit 1. März 2024!

Zu unserem zwanzigsten Jubiläum laden wir Sie ein zu einer kleinen Zeitreise. Jede Woche finden Sie hier, in chronologischer Reihenfolge, eine Geschichte aus den letzten zwanzig Jahren. Jede Woche überrascht Sie ein anderer Weltreporter, eine andere Weltreporterin mit einem neuen Thema. Engagierter Auslandsjournalismus – zum Lesen, Anhören, Erinnern und neu Entdecken!

Julica Jungehülsing

2011: Hochwasser: Panik ist unaustralianisch

2011 erlebte Australien-Korrespondentin Julica Jungehülsing in Brisbane die erste große Flut des Jahrtausends. Die Millionenstadt Brisbane “Land unter” zu sehen war drastisch. Beeindruckt hat die Reporterin damals - außer den gigantischen Wassermassen - vor allem die Resilienz, die Widerstandskraft der Queenslander. Inzwischen hat Julica Jungehülsing diverse schwere Überschwemmungen miterlebt, ist in ihrer Nachbarschaft selbst durch Fluten gewatet. Die Zähigkeit gepaart mit Zuversicht der Australierinnen während Naturkatastrophen inspiriert sie immer noch. Artikel lesen

Marc Engelhardt

2010: Deutsches Debakel in Somalia

Unter strenger Geheimhaltung finanzierte Deutschland 2010 die Ausbildung von fast 1000 somalischen Polizisten in Äthiopien. Doch dann verschwanden die Polizisten spurlos. Ein Debakel, denn mitten im somalischen Krieg stellte sich die Frage: Hat Äthiopien womöglich mit deutschem Geld anstelle von Polizisten paramilitärische Truppen ausgebildet? Marc Engelhardt ist dem Fall nachgegangen. Artikel lesen

Kilian Kirchgeßner

2009: Der Schrei: Wie die Prager Botschaftsflüchtlinge von ihrer Ausreise erfuhren

Im Sommer 1989 campierten erst Hunderte, dann Tausende DDR-Flüchtlinge in und um die westdeutsche Botschaft in Prag, in der Hoffnung aus der DDR aus- und in die Bundesrepublik einreisen zu können. Am 30. September 1989 verkündete der damalige westdeutsche Außenminister Hans-Dietrich Genscher vom Balkon der Botschaft dann unter großem Jubel die Genehmigung der Ausreisen. Wenige Wochen später fiel die Mauer. Zum zwanzigsten Jahrestag der Balkonrede hat Weltreporter Kilian Kirchgeßner die Botschaft in Prag erneut besucht - und einen Mann getroffen, der die große Weltgeschichte um ein Haar verpasst hat. Artikel lesen

Karen Naundorf

2008: Reise nach Metropolis

Jahrzehntelang galt Fritz Langs Monumentalfilm Metropolis als unvollständig: Über ein Viertel galt als verloren. Bis im Archiv eines Museums in Buenos Aires ein Expertenteam die verschollenen Szenen des Filmmythos entdeckte. Das Problem: Niemand glaubte den beiden. Sie wandten sich an unsere Südamerika-Korrespondentin Karen Naundorf, die die Wiederentdeckung begleitete und exklusiv über die Weltsensation berichtete. Artikel lesen

Britta Petersen

2007: Aus der Hütte ins Hochhaus

Der größte Slum Asiens liegt im Zentrum der indischen Wirtschaftsmetropole Mumbai. Mit dem Geld privater Investoren soll es in eine moderne Siedlung verwandelt werden – mit kostenlosen Wohnungen für die Armen. Britta Petersen hat über das Projekt für die Zeit berichtet. Artikel lesen

Silvia Feist

2006: In die Seele leuchten

2006 hat Silvi Feist den US-amerikanischen Fotografen Gregory Crewdson in Pittsfield/ Massachusetts für DIE ZEIT getroffen. Crewdson, der als Chronist der Entfremdung und Neurosen in den Vorstädten des ländlichen Amerikas gilt, arbeitete dort an seiner Foto-Serie „Beneath the Roses“. Fast 20 Jahre später stehen die USA vor einem Schicksalswahljahr. „Crewdsons Bilder haben für mich auch von Sprachlosigkeit und Vereinzelung erzählt“, sagt Silvi Feist, „heute wirken sie auf mich, als hätte er schon damals darin die Verlorenheit und lähmende Überforderung unserer Zeit eingefangen.“ Dabei hat Crewdson betont, er verstehe seine Bilder nicht als Sittengemälde einer untergehenden Gesellschaft, sondern als Blick in seine eigenen unausgelebten Seelenzustände – im Rückblick betrachtet: Was für gigantische Selfies! Artikel lesen

Kerstin Schweighöfer

2005: Das Ende der Toleranzgesellschaft: Die Niederlande im Umbruch

Dieser Mord hat die Niederlande in eine tiefe Krise gestürzt. Und doch erinnert 2005 nichts mehr an dieses Verbrechen vom 2. November 2004 in der Linnäusstraat von Amsterdam, das den Gesetzen eines archaischen Racherituals folgte – mit Todeschüssen, aufgeschlitzter Kehle und einem islamistischen Brandbrief. Das Opfer: Theo van Gogh. Künstler. Regisseur. Provokateur. Seine verletzenden, oft schockierenden Verbalattacken richteten sich gegen Politiker und Kirchenleute gleichermaßen. Und immer öfter: gegen Muslime. Gemeinsam mit der aus Somalia stammenden niederländischen Abgeordneten Ayaan Hirsi Ali hatte er in einem Film die Unterdrückung der Frauen in der islamischen Welt angeprangert und damit eine erregte Debatte ausgelöst. Der Täter: Mohamed B., 26 Jahre alt. In Amsterdam geboren und zur Schule gegangen. Mitarbeiter einer Stadtteilzeitung. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001, die auch in den Niederlanden zu heftigen Anfeindungen von Muslimen führten, entwickelte Mohamed B. immer radikalere Ideen. Der Mord an dem rechtspopulistischen Politiker Pim Fortuyn mag ihm als Vorbild gedient haben: Fortuyn war mit derben Sprüchen gegen Multikulturalismus und Toleranz zu Felde gezogen und im Mai 2002 von einem Niederländer ermordet worden. Die Stimmung ist umgeschlagen. Von Multikulti will niemand mehr etwas wissen. Nicht in den bürgerlichen Stadtvierteln der Einheimischen. Und nicht in den sogenannten schwarzen Vierteln, wo die Zuwanderer längst in der Mehrheit sind. Kerstin Schweighofer ist durch das Land gereist. Artikel lesen

Alois Berger

2004: Die Affäre Dutroux: Einzeltäter oder Kinderschänderring?

"Wenn das Ergebnis gut ist, dann sieht der Bürger, dass die Justiz wenigstens ein bisschen funktioniert. Wenn es ein schlechtes Urteil gibt, dann bestätigt das alles, was wir schon vorher wussten. Ich erwarte, dass alle vier Angeklagten bestraft werden, nur das. Alle Vier sollen verurteilt werden. Ich habe keine Zweifel, dass sie schuldig sind." Artikel lesen

Ihre Spende zählt!

Ihre Spende zählt!

Auslandsberichterstattung, die nur auf Krisen reagiert, bleibt lückenhaft. Unser Anspruch ist es, diese Lücken zu füllen. Wir leben und arbeiten langfristig in den Ländern, aus denen wir berichten. Wir ordnen Entwicklungen ein und zeigen Zusammenhänge auf. Stärken Sie unser Netzwerk und unterstützen Sie die unabhängige, fundierte Berichterstattung freier Auslandskorrespondent*innen!

Jetzt spenden

Newsletter

Es gibt Post!