BERLIN, Montag, der 3. Juli 2006
Eva Corell

Chinesische Mauer auf dem Dach der Welt

Jungfernfahrt der höchsten Eisenbahn der Welt – kaum ein Pekinger Korrespondent, der dabei fehlen wollte. Am 1.Juli sollte sie starten, bis drei Tage vorher hieß es in der Pressestelle des Eisenbahn-Ministeriums: "kein Kommentar".

Dann, zwei Tage vorher, die erlösende Nachricht: 40 ausländische Korrespondenten seien auserwählt. Am 2.Juli abends Einstieg in Peking, 48 Stunden später Ankunft in Lhasa.

Eine Jungfernfahrt? mitnichten. Der erste Zug war einen Tag vorher gestartet, termingerecht, aber unter Ausschluß der Weltpresse. An Bord waren kommunistische Prominenz und das chinesische Staatsfernsehen. Ein fröhliches Fest für Chinas Propaganda – mit Tanzgruppen auf dem Bahnsteig und Lobeshymnen des Staatspräsidenten.

Zudem hatte man die westliche Presse während der Bahnfahrt von der Kommunikation weitgehend abgeschnitten: sie musste mit der 2.Klasse vorlieb nehmen, wo es weder Strom noch Internet-Zugang gibt.

Ist diese Land wirklich reif für Olympia 2008?

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