BERLIN, Mittwoch, der 2. Mai 2012
Clemens Bomsdorf

Der Schrei und sein Echo

60 Millionen? 80 Millionen? 100? 120? 200? 250? Dollar? Euro? Heute Nacht wissen wir es, wissen, ob die Pastell-Version von Edvard Munchs „Der Schrei“ die Taxe erreicht, überschreitet oder vielleicht gar darüber hinaus das teuerste Bild der Erde wird. 

Was viele aber nicht wissen, die Geschichte von der nun zur Versteigerung anstehenden Version von Edvard Munchs Pastell “Der Schrei” ist nicht unbedingt so glanzvoll wie es zunächst aussieht. Kurz vor Auktion habe ich einen Nachfahr von Hugo Simon in Brasilien aufgetan und für Die Welt interviewt. Er ist mit der Versteigerung nicht einverstanden, weil sein Urgroßvater – ein linker Jude – das Bild im Exil unter Zwang verkauft habe. Juristisch sieht er keine Probleme, wohl aber moralisch. Mehr dazu heute in der Welt (auch online und zwar hier) und zitiert in diversen Meldungen.

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