PARIS, Dienstag, der 29. März 2011
Barbara Markert

Dior wirbt am Justizpalast und verursacht Polemik

Die öffentlichen Kassen sind leer. Doch die Gebäude müssen dennoch renoviert werden. Also hat die französische Regierung beschlossen, dass Firmen an Baugerüsten werben dürfen und die Einnahmen in die Restauration fließen. Nun aber wirbt Dior. Just am Justizpalast. Am 12. Mai muss dort ihr Ex-Designer John Galliano sich vor Gericht verantworten für seine rassistischen Äußerungen. Geht das? Nein meint, Richard Samas-Santafe von der Gewerkschaft der Magistrate. Das sei prinzipienlos. Doch Dior hat Geld und die Restaurierung kostet 2 Mio. Euro. Was tun? Runter mit dem Plakat oder Augen zukneifen und durch.?Theorietisch könnte die Dior-Werbung bis zum Oktober, also bis zur nächsten Fashonweek dort hängen bleiben. Vielleicht hat das Haus bis dahin einen neuen Designer gefunden.

Foto: Barbara Markert

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