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Fashionblog: Scharfe Minis und strenge Kontrolle

 

Mit den wichtigen Schauen Stella McCartney, Cacharel, Celine, Yves Saint Laurent am Donnerstag und am Freitag morgen Chanel sind die meisten Highlights der Pariser Modeschauen abgefeiert. Von den Großen fehlen noch McQueen, Chloe, Hermès, Louis Vuitton und Miu Miu. Es ist Zeit, eine erste Zwischenbilanz zu ziehen. Gleich mal vorab: Es wird kurz nächsten Sommer. Die Shorts rutschen nach oben, die Minis sind sehr mini. Kleine, sehr mädchenhafte Hängerkleidchen kommen und sehen wahrscheinlich nur hübsch aus bei jungen Frauen mit langen schlanken Beinen.

Frauen über 30 müssen dagegen sehr viel tiefer in die Tasche greifen, denn Tragbares für Thirty-Somethings haben nur die teueren Luxuslabels wie Dior, Valentino, Yves Saint Laurent, Akris oder eben Celine gezeigt. Fast alle (außer Yves Saint Laurents Violett Kollektion) schwelgen in hellen Tönen mit viel Weiss, Pastell- und Hauttönen oder Schwarz. Die Bein-Silhouette bleibt schmal, die Hosen eng. Eine gute Nachricht gibt es für alle, die mit Hüfthosen nie zurecht kamen: Die Taille sitzt wieder da, wo sie hingehört.

Ein kleines Fazit will ich auch ziehen zur Organisation der Schauen: Noch nie wurden die Karten so streng kontrolliert wie diesmal. Die Sicherheits-Leute auf den Schauen sind unerbittlich. Bei der Yamamoto-Show am Dienstag zählten die Aufpasser sogar die Gäste ab und schlossen die Tore, als der Saale voll war. Zahlreiche Gäste mussten unverrichteter Dinge wieder nach Hause gehen. Yamamoto, so wird erzählt, habe sich tags drauf per Mail bei seinen Gästen entschuldigt.

Am Freitag nun kam es zu einem weiteren kleinen Eklat, als die Sicherheitsleute nach 800 Gästen niemanden mehr zur Gilles Rosier-Show zulassen wollten. Die mit Einladungskarten bewaffneten Gäste mussten auf der Straße warten und durften sich auf Protest des Pressechefs später das Defilee im Livemitschnitt auf einer Projektionswand anschauen. Eine Neuheit, aber nur ein schwacher Trost. Denn: Der Kameramann der Liveübertragung war sehr viel mehr an den Beinen und Gesichtern der Models interessiert als an den Klamotten (siehe Bild).

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