MOSKAU, Donnerstag, der 19. März 2015
Stefan Scholl

Krimtatarischer Menschenrechtler “Arm in Arm” mit den Mörderbanden der SS

Manchmal schämt man sich für gewisse Leser und ihre wuchtigen Behauptungen. Zum Beispiel diese: Mustafa Dschemiljew, Führer der Krimtataren und Sowjetdissident mit 15 Jahren Gulag-Erfahrung, ist als Verbrecher zu betrachten. Unten die bemerkenswerte Begründung:

“Von: Boris Mindach
Gesendet: Montag, 16. März 2015 16:28
An: BLZ-Leserbriefe
Betreff: Krimtataren, Berliner Zeitng, 16.03.2015, S.5

Sehr geehrter Herr Scholl,
nach dem Oberpfarrer und Herrn Poroschenko soll offenbar Herr Dschemiljew zun einem Säulenheiligen der Freien Westlichen Welt aufgebaut werden. Ich darf Sie daran erinnern, dass die Krimtataren im 2. Weltkrieg in engster “Kampfgemeinschaft” Arm in Arm mit den Mörderbanden der SS auf der Krim gegen die Russen, gegen die Juden, gegen die sowjetische Armee gekämpft haben. Es passt zur aktuellen Lage vor dem 8.Mai, dass Verbrecher, die aktiv mit zur Ausrottung der Juden auf der Krim beigetragen haben, lobend erwähnt werden.
Quelle: “Deutsche Berichte aus dem Osten 1942/1943. Dokumente der Einsatzgruppen in der Sowjetunion III”, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, 2014.
Mit freundlichen Grüßen
Boris Mindach”

Der Anlass seines Zorns war ein Kurzporträt Dschemiljews in der Berliner Zeitung.

Darin habe ich wohl versäumt, in Erwägung zu ziehen, ob Dschemiljew, der gerade ein halbes Jahr alt war, als die Rote Armee die Krim zurückeroberte, nicht doch sowjetische Partisanen oder jüdische Nachbarn an die SS verraten hat, vielleicht durch heftiges Brüllen und Strampeln.

 

 

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