BERLIN, Sonntag, der 13. Juni 2010
Julia Grosse

Robert mit den Steinhänden

 

 

 

Die Fähnchen flatterten an jedem Auto. Es gab Auffahrunfälle. Jeder Engländer wollte, musste gestern abend zuhause sein. England-USA!! Die Würstchen zischten auf den Fertiggrills, das Budweiser floss die Kehlen hinunter, das weiß-rote England-Makeup leuchtete in der Abendsonne. Der Guardian hatte für die erste Begegnung der Engländer extra ein Extraheft produziert. Der Sieg war so gut wie in der Tasche. Amerika und Fußball, hahaha!!

 

Dass der Sieg nun an den, so der Daily Mirror, ‘Klumpenhänden’ des tragischen, britischen Torhüters Robert Green scheiterte, wächst gerade zur Staatsaffäre aus. Was, wenn nun das ganze Turnier der Engänder an diesem fatalen Patzer scheitert?

Beim Eurovision Song Contest vor zwei Wochen landete Großbritiannien auf dem letzten Platz. Die Ohrfeige war so schallend, dass sie den Briten, die jede Form von Wettbewerb lieben, nicht einmal mehr weh tat.  War diese qualitative Watschen ein schlechtes Omen für die WM? Hoffentlich nicht, denn je früher England ausscheidet, desto länger muss ich mir die höllische Laune der enttäuschten Engländer antun. Wie immer: Die unterschätzten, heimlichen Besten!

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