MOSKAU, Mittwoch, der 5. Mai 2010
Stefan Scholl

Siegen als nationale Idee

In 3 Tagen tobt der Bär, das offizielle Russland feiert mal wieder den Sieg über den Hitlerfaschismus. Und Boris Gryslow, Fraktionsvorsitzender der Putin-Partei „Einiges Russland“, spricht aus, was die übrigen Russen eigentlich schon längst hätten begreifen müssen:

„Es ist unmöglich, dass wir nicht siegen – ob auf dem Schlachtfeld oder im sportlichen Wettstreit… Die Siege kommen unbedingt, weil wir Russland sind. Weil Erster sein unsere Nationalidee ist. Sie braucht man nicht weiter zu erklären. Sie ist für jeden verständlich. Wir sind Anführer! Vorwärts Russland!“

Also lieber Rest der Welt, holt schon mal die weißen Fahnen raus, Gryslow und seine Einheitsrussen räumen demnächst alles ab: Winter- und Sommerolympiaden, Formel Eins und Championsligue, den III. und den VI. Weltkrieg… Was zitierbare Peinlichkeit angeht, ist Boris Gryslow  schon jetzt unschlagbar.

                                           

                                           

 

           Dieses Ölgemälde zeigt den Schöpfer der neuen russischen Nationalidee in würdiger Pose… 

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