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Nichts für Höhenängstliche

 

Schon lange wollte Weltreporterin Kerstin Zilm die Glasrutsche am zweithöchsten Wolkenkratzer in Los Angeles ausprobieren. Die führt – in mehr als 300 Metern Höhe – außerhalb des Gebäudes in einem leichten Bogen vom 70. Stockwerk drei Höhenmeter abwärts zu einer Aussichtsplattform. Dieses Jahr bekam sie endlich den Auftrag, zu rutschen und darüber zu schreiben. Als sie sich an den Beginn der Glasröhre setzte, wurde ihr dann allerdings doch etwas mulmig. Zwar war die Aussicht geradeaus fantastisch: schneebedeckte Berge, grüne Hügel, ein Polizeihubschrauber auf Augenhöhe. Aber der Blick hinunter auf Hochhausdächer, Mini-Autos und Mini-Palmen brachte ihren Magen zum Grummeln. Mutig stieß sie sich ab. Und der Spaß war in weniger als fünf Sekunden vorbei. Zum Glück bat der Fotograf sie, nochmal zu rutschen. Und nochmal. Und nochmal. Zwölf Mal. Schlecht war Kerstin da längst nicht mehr.

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