24. Geschenk: das russische “Dinner for One”

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Am 24. Dezember bleibt es unter den meisten russischen Weihnachtsbäumen noch leer. Seit Sowjetzeiten findet die Bescherung erst zum Jahreswechsel am 31. Dezember statt. Bis dann wird auch ganz normal durchgearbeitet, erst nachher beginnen die großen Ferien, die meist bis zum 8. oder 9. Januar dauern. Gerne wird während dieser Tage auch der Film  “Ironie des Schicksals” geschaut, unser heutiger Tipp für den Adventskalender.51jxnxoxr4l

Der Film des sowjetischen Regisseurs Eldar Ryaznanov stammt aus dem Jahr 1975 und erzählt die Geschichte von Schenja, der nach einem Besuch zu Sylvester in der Banja völlig betrunken irrtümlicherweise nach Leningrad fliegt und in der Überzeugung bei sich zu Hause zu sein, in eine fremde Wohnung fährt, dort Nadja kennenlernt und sich in sie verliebt.

Die DVD von “Ironie des Schicksals” gibt es auf Russisch mit deutschen Untertiteln.

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23. Geschenk: Aleppo-Seife

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Bevor der Name der Stadt für Krieg, Vertreibung und Zerstörung stand, verbanden viele Menschen auch Körperhygiene mit Aleppo. Genauer gesagt: Seife. Schon seit dem siebten Jahrhundert n. Chr. verkochen Hersteller in Syrien pflanzliche Öle – oft gepresst aus Oliven – mit Lauge. Ihr Verfahren verbreitete sich von Syrien in die ganze Welt aus.bildschirmfoto-2016-12-23-um-09-24-02

Bis heute wird Seife in Aleppo hergestellt. Allerdings in geringeren Mengen als vor dem Bürgerkrieg. Viele Produzenten haben sich in den benachbarten Libanon abgesetzt, wo es sicherer ist. Ihre Fabriken haben sie in Beirut und Tripoli wieder aufgebaut.

Und in Dutzenden Geschäften stapeln sich die wohlriechenden, grünen Seifenberge. Zum Beispiel im hedonistisch veranlagten Beiruter Stadtteil Gemmayze. Bevor am Abend die Bars und Restaurants öffnen und junge bildschirmfoto-2016-12-23-um-09-22-39Menschen rauchend und trinkend auf dem Bürgersteig stehen, lohnt sich ein Blick in die Parfumerie Ideo.

In Deutschland gibt es die Aleppo-Seife u.a. bei der Naturkosmetik-Firma Gislaine, deren Produkte u.a auch von Manufactum vertrieben werden.

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22. Geschenk: Mit den Augen von Inana

advent_thumb_2Birgit Svensson ist unsere Weltreporterin in Bagdad. Als Herausgeberin zeigt sie uns  mit “Mit den Augen von Inana” den Irak von einer anderen Seite als wir ihn bisher kannten.

Der Titel des Geschichten- und Gedichtebands bezieht sich auf die mythologische “Inana”, eine der großen sumerischen Göttinnen, als Inbegriff des Weiblichen für die Liebe, aber auch für den Krieg zuständig.  “Mit den Augen von Inana” berichtet vom Alltag im Kriegszustand, aber auch von den Träumen und Wünschen der Autorinnen.

Inana_CoverDie Anthologie ist die erste seit dem Sturz Saddam Husseins und erschien zuerst auf Arabisch. Neben der deutschen gibt es mittlerweile eine französische Ausgabe, Birgit Svensson ist immer wieder mit den Autorinnen zu Lesungen in Europa unterwegs.

Das Projekt „Inana“ entstand in einer Zusammenarbeit mit der Deutschen Botschaft in Bagdad, dem Goethe-Institut Irak und dem Felsberg-Institut.

Wichtig war Birgit Svensson auch, dass das Buch ein durch und durch irakisches Produkt ist. Der Druck ist auf einer deutschen Maschine in einer privaten Druckerei im südirakischen Basra entstanden. Auch die deutsche Ausgabe wird in Basra gedruckt.

 

 

 

 

 

 

 

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21. Geschenk: Der Haka-Stift

advent_thumb_2Neuseeland ist berühmt für seine Maori, und die sind wiederum berühmt für ihren Haka: das laute Kriegsgebrüll mit Augenrollen und Schenkelklopfen, das vor jedem Rugby-Spiel und auch bei staatstragenden Festivitäten aufgeführt wird. Auch die taz-Redaktion in Berlin versteigt sich auf ihren Jubiläumspartys gerne mal dazu.

haka-stiftWie kann man diese originellen Töne überall auf der Welt hören, am besten im Büro? Indem man einen Haka-Stift verschenkt, der auf Knopfdruck “kau mate, kau mate” schmettert. Nach Possumfell-Nippelwärmern mit Abstand das originellste Souvenir aus Aotearoa.

 

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20. Geschenk: iPhone-Hüllen aus griechischem Neptungras

Klingt gut. Ein bisschen göttlich, ein bisschen understated. Und ausgefallen allemal. Oder haben Sie Neptungras im Garten? Vermutlich nicht, denn dieser Uraltorganismus unseres Planeten gedeiht unter Wasser. Wir bekommen ihn erst zu sehen, wenn die abgestorbenen Algen im Winter an Land gespült werden. Und hier kommt ein findiges griechisches Start-up ins Spiel.

Warum das Neptungras nicht nutzen, fand nämlich Stavros Tsompanidis. Immerhin ist es ein hervorragendes Material. Und in griechischen Gemeinden fallen jährlich 200 bis 250 Tonnen davon an. Die Bürgermeister sind sogar froh, wenn man ihnen das Zeug abnimmt. In jahrelanger Arbeit und mithilfe zweier Stipendien hat Tsompanidis das Wundergras studiert und das „phee-board“ entwickelt, unsereins würde es Meeresalgenkork nennen. Machen kann man daraus vieles, phee hat mit iPhone-Hüllen begonnen. Gutes aus Griechenland für die Welt.

 

 

19. Geschenk: ein hässlicher Weihnachtspullover

advent_thumb_2Besucht man zur Weihnachtszeit ein beliebiges Londoner Pub, wird man nicht nur vom üblichen Geruch von verschüttetem Bier begrüßt, sondern auch von allerlei farbenfrohen Wollpullovern mit Rentier-, Glocken-, Tannen- oder Santa-Clause-Motiven. Christmas jumpers trägt man in der Regel ironisch. Wie die Hornbrille sind sie ein Fashion-Statement, das sagt: Ich weiß, dass der Pullover eigentlich uncool ist – darum muss er auch möglichst hässlich sein –, aber gerade weil ich das weiß, ist er cool. Der klassische Hipster-Dreh.

Die Mode der gestrickten Weihnachts-Pullover kommt eigentlich aus Nordamerika, wo sie erstmals in den 1980er-Jahren Verbreitung fand. Im neuen Jahrtausend wurden sie auch in Großbritannien mit viel Enthusiasmus aufgenommen – als Colin Firth im Film Bridget Jones‘s Diary 2001 ein solches Kleidungsstück trug, war es allerdings noch nicht ironisch gebrochen, sondern lediglich etwas peinlich.

Heutzutage bietet jedes britische Modehaus, das etwas auf sich hält, in der Adventszeit ein ganzes Sortiment an bunten Strickwaren. Eine besonders raffinierte Variante findet sich auf der Website funkychristmasjumpers.co.uk: hier gibt es einen „Hipster-Weihnachtspullover“ – mit einem Santa Claus, der eine Hornbrille trägt.

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18. Geschenk: Crazy Flower Show

Und hier steuert auch die Weltreporter-Zentrale einen Tipp bei: Wann immer wir wirklich inspiriertes und ziemlich schräges florales Design suchen, bei florales in Hamburg-Eimsbüttel werden wir fündig. Was sie können: Atmosphärische Bühnenbilder, literarische Charaktere und menschliche Temperamente in Blumen übersetzen, heitere Trauerkränze binden – oder einen spielfreudigen Adventskalender. Gelernt hat Eigentümerin Tanja Heesch u.a. bei Gregor Lersch, mit dem sie zum Beispiel in Japan gearbeitet hat (auch wenn unser nordeuropäischer Winter-Kranz diesmal eher nach Australien aussieht). Happy 4. Advent!

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17. Geschenk: Storkhouse Red Bag

advent_thumb_2bag-red-cottonAuf Einladung von Roland Hagenberg hat Terunobu Fujimori in Raiding, Geburtsort von Franz Liszt, ein Gästehaus entworfen. Bis zu vier Besucher können dort übernachten. Über dem Dach nisten von April bis August Störche aus Afrika. Unter dem Namen „Raiding Project“ plant Hagenberg noch weitere Gebäude mit namhaften japanischen Architekten. Auf der Projektseite finden sich unter dem Titel “Goods. Life inside art” Projektskizzen und extra für das “Storkhouse” produzierte Alltagsartikel in japanischem Design.

 

 

 

 

 

 

 

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16. Geschenk: Eine “Georgette” aus den Pyrenäen

advent_thumb_2Praktisch, ästhetisch und ungewöhnlich: diese Löffel-Gabel aus dem französischen Département Ariège. ‘Georgette’ heißt sie und inzwischen servieren berühmte französische Küchenchefs gerne ihre Desserts mit ihr. Erfunden wurde die Kombination aus Löffel, Gabel und sogar Messer während einer Expedition im Norden Kanadas. Der Trapper und Tierspurenleser Jean-Louis Orengo war mit einer Gruppe unterwegs und wie für viele Wanderer, die tagelang einen schweren Rucksack schleppen müssen, zählte jedes Gramm. Sie beschränkten sich also auf einen Löffel und vermissten doch allzu oft eine Gabel. Zurück in den französischen Pyrenäen entwickelte Orengo die Idee eines multifunktionalen Löffels. Herausgekommen ist dabei die ‘Georgette’, die inzwischen über Frankreich hinaus ihre Liebhaber gefunden hat. Die Inspiration durch die Form von Tierpfoten ist übrigens heute noch erkennbar: Jede Georgette trägt auf der Rückseite eine Signatur in Form einer solchen Pfote.


Catherine und Jean-Louis Orengo betonen zudem den ökologischen Charakter der Georgette: Sie spare Material bei der Herstellung und Wasser, weil weniger Besteck abzuspülen sei. Mit einem Teil des Verkaufserlöses finanzieren die beiden eine Schule für Tierspurenleser und ein kleines Museum für solche Spuren.
http://www.georgettes.fr/accueil.html

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15. Geschenk: Die „echten“ Ballerinas aus Paris

advent_thumb_2Welche Schuhe trägt die Pariserin? High-Heels oder Ballerinas. Vor allem letztere gehören zu Klischee des „french looks“. Dass wir sie alle auf der Straße tragen, verdanken wir übrigens Brigitte Bardot, die am Anfang ihrer Karriere sich extra welche anfertigen ließ. Inzwischen gibt es unzählige Anbieter und vor kurzem ist zu dieser Ballerina-Connection ein neuer dazu gekommen: die Oper in Paris. Wer sonst wüsste besser Bescheid über die berühmten Tanzschuhe, die in regelmäßigen Abständen unsere Mode erobern. Gefertigt werden die “Souliers Opéra de Paris” zu 100% in Frankreich von einem Hersteller, der auch die Schuhe für die kleinen Ballett-Ratten fertigt. Die Modelle sind typisch pariserisch und aus feinstem Leder. Alles was man sonst darüber wissen muss, hat Weltreporterin Barbara Markert auf ihrem Modeblog „Modepilot“ beschrieben.

 

Hier gehts zum Link:

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