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Gerd Braune
Ottawa, Kanada

Gerd Braune, geboren 1954, lebte von 1997 bis 2026 in der kanadischen Hauptstadt Ottawa, um über das riesige Land Kanada zu berichten, das viele Europäer als Paradies sehen, das aber kaum jemand kennt. Am 4. September 2026 ist er im Alter von 72 Jahren verstorben.

Gerd Braune schrieb für mehrere Zeitungen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg, darunter das Handelsblatt, der Kölner Stadtanzeiger, die Stuttgarter Zeitung, der Tagesspiegel, der Weser-Kurier und die Rheinpfalz.

Er berichtete über den Multikulturalismus Kanadas und seine Einwanderungspolitik, den Rohstoffreichtum des Landes, die Kontroversen um den Ölsand in Alberta und die Robbenjagd an der Ostküste, die National Hockey League (NHL) und die Ureinwohner. Viele Jahre kämpfte er gegen die europäischen Karl-May-Klischees, wonach die Indianer immer noch mit Federschmuck auf Pferden über die Prärie reiten und in Tipis wohnen.

Der Arktis galt Braunes besonderes Interesse: Er fuhr mit dem Eisbrecher durch die Nordwestpassage, beobachtete Inuit-Künstler und -Jäger bei ihrer Arbeit, besuchte ein Eisenerzvorkommen nördlich des Polarkreises und zeltete mit Wissenschaftlern, die die Landung auf dem Mars simulierten, auf Devon Island.

Er startete eine eigene Website zur Arktis: www.arctic-report.net. Die Website enthielt eine Auswahl seiner Berichte über die Arktis und zahlreiche Fotos, entweder als wechselnde Bildserie auf den Themenseiten oder als Illustration seiner Berichte. Die Website bietet darüber hinaus Hintergrundmaterial – Regierungsdokumente zur Arktispolitik, Forschungsberichte, Presseerklärungen – und eine ausführliche Link-Sammlung.

Gerd Braune studierte Politik- und Rechtswissenschaft in Trier und arbeitete danach für die Nachrichtenagentur AP als Hessen- und Rheinland-Pfalz-Korrespondent und von 1992 bis 1997 als Nachrichtenredakteur bei der Frankfurter Rundschau.

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