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Mehr als Revolutionsklischees

Sarah Mersch
Tunis, Tunesien

Sarah Mersch lebt und arbeitet seit 2010 in Tunesien, wo sie seit 2011 den politischen Umbruch, erste demokratische Gehversuche und Rückschläge miterlebt und beschreibt. Sie hat wie viele Kollegen bei der Lokalzeitung angefangen und arbeitet jetzt hauptsächlich für Radio, Print und Web.

Neben politischen Themen beschäftigt sie sich mit Gesellschaft und Kultur, schreibt lange Reportagen, Reisetipps über Tunesien jenseits von Strand und Wüste, oder porträtiert tunesische Aktivistinnen fürs Radio. Außerdem berichtet sie live für verschiedene Radio- und Fernsehsender und trainiert für die DW Akademie junge Journalisten v.a. in Tunesien und der MENA-Region.

Sarah Mersch ist in Freiburg geboren, hat in Mainz Filmwissenschaft studiert und in Tunis und Damaskus Arabisch gelernt. Nach dem Studium hat sie bei der Deutschen Welle volontiert und als Redakteurin gearbeitet.

Arbeitsproben

Artikel | Sarah Mersch

Post aus Tunis, Tunesien: Leben in der Klimakrise

09.09.2026
Tunesien erlebt diesen Sommer eine Infrastrukturkrise sondergleichen: Die Kombination aus Hitzewellen, Geopolitik und internen Gründen gibt einen Vorgeschmack auf das „New Normal“ in der Klimakrise.
Artikel | Sarah Mersch

Tunesien – fünf Jahre zwischen Hoffnung und Enttäuschung

25.07.2026
2021 übernahm Präsident Kais Saied die Macht. Die Hoffnung der Bevölkerung war groß, doch heute überwiegen Frust und Enttäuschung. Kritiker werfen dem Land massive Menschenrechtsverstöße vor
Artikel | Sarah Mersch

Sinkende Geburtenraten in Nordafrika: Warum die Maghrebiner*innen kaum noch Kinder bekommen

21.07.2026
Sinkende Geburtenrate, alternde Bevölkerung, Fachkräftemangel - klingt bekannt? Ja, aber nicht nur in Deutschland oder einen der europäischen Nachbarstaaten, sondern auch in Nordafrika. Denn anders als auf dem Rest des Kontinents sinkt dort die Geburtenrate massiv.
Artikel | Sarah Mersch

Der Olivenöl-Markt des Mittelmeerraums: Tunesiens unsichtbares „grünes Gold“

27.03.2026
Wahrscheinlich haben Sie alle schon mal tunesisches Olivenöl konsumiert – und noch wahrscheinlicher, ohne es zu wissen. Denn nach Spanien ist das kleine Land am südlichen Mittelmeer in vielen Jahren der größte Produzent weltweit, noch vor beispielsweise Italien und Griechenland. Dieses Jahr hat es eine Rekordernte eingefahren. Trotzdem kommt das Öl von dort nur selten als solches etikettiert auf den europäischen Markt – und das liegt nicht etwa an mangelnder Qualität des „grünen Goldes“. Drei Fragen und Antworten zum tunesischen Olivenöl:
Interview | Sarah Mersch

Warum scheiterte der ‚Arabische Frühling’, Sarah Mersch?

12.02.2026
Vor fünfzehn Jahren weckte eine Protestbewegung in Nordafrika und dem Nahen Osten die Hoffnung auf Demokratie und Wohlstand. Was aus dem 'Arabischen Frühling’ wurde, erklärt RiffReporterin Sarah Mersch, die seit 2010 aus Tunesien berichtet.
Radiobeitrag | Sarah Mersch

Auf die Flucht folgt die Versorgungskrise

09.02.2026
Mehr als 150.000 Menschen sind aus den Überschwemmungsgebieten im Nordwesten Marokkos evakuiert worden. Wann sie aus den Zeltstädten in ihre Heimatorte zurückkehren können, ist noch völlig offen.
Artikel | Sarah Mersch

Tunesiens unabhängige Kulturszene

18.01.2026
Vor fünfzehn Jahren lehnten sich die Tunesier*innen gegen Langzeitmachthaber Zine El Abidine Ben Ali auf. Mit der Revolution entstanden neue Freiräume in Politik, Medien und Kultur. Während der Handlungsspielraum für Opposition und Zivilgesellschaft inzwischen wieder schrumpft, versuchen engagierte Kulturschaffende, ihre Ausdrucksmöglichkeiten zu bewahren und nachhaltigen Einfluss zu garantieren, auch für die kommenden Generationen.
Radiobeitrag | Sarah Mersch

Tunesien: Enttäuschte Hoffnung, vergeblicher Kampf

08.01.2026
Vor 15 Jahren begann in Tunesien ein Protest, der die Welt verändern sollte. Mit der Selbstverbrennung des Gemüsehändlers Mohamed Bouazizi in Sidi Bouzid ging es los. Was folgte, waren der Sturz von Tunesiens Diktator Zine el-Abidine Ben Ali, sowie eine Reihe von anfänglich erfolgreichen Aufständen in der arabischen Welt. Tunesien bescherte der so genannte arabische Frühling eine der freiheitlichsten Verfassungen der arabischen Welt. Und heute? Was ist Tunesien vom so genannten Frühling geblieben? Sarah Mersch und Stefan Ehlert sind auf Spurensuche gegangen.
Radiobeitrag | Sarah Mersch

15 Jahre später: Was wurde aus dem Arabischen Frühling?

19.12.2025
Vor 15 Jahren begann in Tunesien der Arabische Frühling: Eine Protestwelle, die später auch andere Länder der arabischen Welt erfasste.
Radiobeitrag | Sarah Mersch

Tunesien: „Sehr autoritär geworden“

17.12.2025
Vor 15 Jahren begann in Tunesien der sogenannte Arabische Frühling, berichtet Sarah Mersch. Stefan Ehlert schildert die Wirtschaftslage im Land. "Das Vertrauen in die Demokratie ist erodiert", analysiert Nordafrika-Expertin Isabelle Werenfels.

Angehörige bangen um in Tunesien inhaftierten 81-jährigen Schweizer

02.09.2025
Ein ehemaliger UNO-Mitarbeiter sitzt seit mehr als einem Jahr in Untersuchungshaft. Seine Familie sieht ihn als unschuldiges Opfer der politischen Umstände. Der Schweiz und dem UNHCR wirft sie vor, sich nicht ausreichend für ihn einzusetzen.
Artikel | Sarah Mersch

Energiewende unter Neokolonialismus-Verdacht: Tunesiens grüner Wasserstoff und Deutschlands Einfluss

11.07.2025
In Tunesien wird in diesen Tagen heftig über die Energiewende und den richtigen Weg dahin gestritten. Im Zentrum der Diskussion steht grüner Wasserstoff. Kritiker*innen der Regierungspläne reden von Neo-Kolonialismus und zusätzlicher Umweltbelastung. Sie fordern globale Klimagerechtigkeit und zeigen wenig Vertrauen in den Staat.